So unglaublich hilfreich. Zumindest manchmal.

Wir versuchen es so sehr. Ständig und unaufhörlich versuchen wir, alles um uns herum zu verstehen und zu erklären.

Ich meine nicht jede Theorie zu sonst etwas. Sondern unsere Umgebung. Vor allem unsere Mitmenschen.

Ständig schaffen wir uns Modelle. Versuchen zu wissen, was sie gerade denken und fühlen.

Und in vielen Fällen ist dies auch extrem hilfreich und nützlich. Die Fähigkeit zur Empathie hat uns sicherlich einen wesentlichen Schritt in unserer Evolution vorangebracht.

Doch in vielen Fällen kann das ganze Unterfangen auch zu Missverständnissen und Komplikationen führen. Wenn wir einfach davon ausgehen, dass wir genau wissen, was bei dem anderen gerade abgeht. Wenn wir meinen – ja sogar den Anspruch haben – wir wüssten, warum der andere so und so agiert.

Doch dies ist nur eine der vielen Illusionen, denen wir ständig erliegen. Auch wenn es gelegentlich gut klappt. Wir uns erfolgreich in jemanden hineinversetzen. Unserem Gegenüber so geben können, was er vielleicht gerade braucht. Zuneigung. Trost. Unterstützung.

Genauso oft interpretieren wir etwas völlig falsch. Tun unserem Gegenüber Unrecht. Verletzen uns damit selber unter Umständen. Ganz unnötigerweise.

Letztendlich – wie alles in der Welt – haben wir keine Ahnung von unserer Umgebung. Wir nehmen unsere Umgebung wahr. Erstellen uns Modelle. Probieren, die Welt zu erklären.

Doch wir sollten nicht den Fehler machen, zu denken, dass dies der Wirklichkeit entspricht! Es ist unsere kleine eingeschränkte Wahrnehmung. Stark abhängig von dem, was wir bereits erfahren haben.

Wollen wir wissen, was wirklich bei unserem Gegenüber los ist. Wie er sich gerade fühlt. Was er gerade denkt. Dann sollten wir auch ein Altbewährtes, teilweise zu wenig benutztes Tool zurückgreifen. Kommunikation. Einfach mal miteinander reden.

Eigentlich gar nicht so schwer. Aber so unglaublich wichtig.

So haben wir zumindest die Möglichkeit, einen Einblick in die subjektive Welt unseres Gegenüber zu bekommen.