Still lost

Wenn ich heute 6 Monate zurückschaue — Mitte Februar. Wie ich meine Sachen packe und mich auf meine Reise vorbereite —, hätte ich sicherlich nicht gedacht, dass ich hier heute so stehe. Sicherlich hätte ich es nicht ausgeschlossen, aber erwartet hätte ich es sicherlich nicht.

 

Es waren sehr interessante 6 Monate. Das kann ich wohl sagen. In der Zeit habe ich jetzt 4 mal die Strecke zwischen Deutschland und Kanada zurückgelegt. Ich habe versucht, meinen Gefühlen und Bedürfnissen zu folgen. Dabei habe ich Fehler gemacht. Aber auch gute Entscheidungen getroffen. Vor allem habe ich gelernt. Gelebt.

 

In den letzten Monaten wurden sämtliche Bereiche meines Lebens durcheinander gewürfelt. Gefühlt war es ein ständiges Hin und Her. Ein ständiges Ausloten was ich eigentlich will. Wie ich es angehe. In meinem Leben allgemein und auch nur momentan.

 

Zwischenzeitlich wollte ich mit meinem Blog komplett auf Englisch umsteigen. Falls du also wissen willst, was ich die letzten 3 Monate so gemacht habe und wie es mir ergangen ist, lies einfach die vorherigen Einträge 🙂

 

Eins kann ich dir versichern: Es war nicht leicht. Es gab sehr schwierige Momente. Momente, in denen ich stark gezweifelt habe, was ich überhaupt tue. Im Nachhinein bin ich dankbar dafür. Diese Momente sind es oft die einen besonders voranbringen. Von denen man besonders lernt.

 

Vor allem sind mir mal wieder 3 Dinge besonders bewusst geworden.

 

Erstens: Habe Gelassenheit. Es passiert sehr selten etwas wirklich Schlimmes, was man nicht rückgängig machen kann. Meistens fühlt es sich zwar so an, aber in den wenigsten Fällen ist es so. Alles wird gut. Manchmal müssen schwierigen und schmerzhafte Zeiten kommen, um deutlich besseren Zeiten den Weg zu bereiten.

 

Zweitens: Du kannst unglaublich schnell dein Leben ändern. Wenn du wirklich dazu bereit bist, kannst du dein Leben komplett umkrempeln und verändern. Alles was du dafür brauchst, ist etwas Mut. Oder viel Verzweiflung.

 

Drittens: Es gibt selten wirklich richtige oder falsche Entscheidungen. Jede Entscheidung bringt dich irgendwo hin. Dann liegt es an dir, was du daraus machst. Ob du dich dafür oder dagegen entscheidest, mag dein Leben dauerhaft signifikant verändern, doch dabei gibt es kein richtig oder falsch.

 

 

Es fühlt sich irgendwie nicht so an.

 

Doch ich glaube, es hat erneut ein neuer Abschnitt meines Lebens begonnen. Ich muss gestehen diese Vorstellung gefällt mir nicht. Nicht, dass ein neuer Abschnitt für mich beginnen könnte. Sondern ganz allgemein sein Leben in verschiedene Abschnitte zu unterteilen. Letztendlich durchleben wir ständig — jeden einzelnen Moment — einen Wandel. Wir und alles verändert sich kontinuierlich.

 

Von daher ist es kein neuer Abschnitt für mich. Viel eher eine Wendung.

 

Mal sehen, wie lange ich es diesmal in Deutschland aushalte.

 

PS: Ich bin wieder zurück in Berlin?! Ja… Warum? Mehr oder weniger sind es die gleichen Gründe, wie beim letzten Mal.