Dieses Gefühl vor einer langen Reise

Es sind keine 2 Wochen mehr, bis es für mich auf nach Kanada geht. Doch irgendwie ist dies noch nicht so ganz bei mir angekommen. Irgendwie habe ich noch nicht begriffen, was das für mich bedeutet. Und das, obwohl ich schon fleißig beim Vorbereiten bin.

Vor einigen Tagen ist es mir ganz kurz bewusst geworden. Dass ich nicht nur vorübergehend in den Urlaub fahre, sondern langfristig weg sein werde.

Es ist ein komisches Gefühl. Ein in bisschen beunruhigend. Ein bisschen aufregend. Irgendwie weniger als ich es gedacht hätte. Wahrscheinlich, weil ich einfach noch nicht weiß, was auf mich zukommt.

Irgendwie ist es faszinierend, wie unterschiedlich wir Menschen sind. Für manche ist allein die Vorstellung, die Wohnung und den Job zu kündigen, ein Albtraum. Andere sehnen sich danach, woanders zu sein, gehen jedoch nie. Aus den verschiedensten Gründen. Wieder andere werden nie wirklich sesshaft. Ständig auf dem Sprung. Sich möglichst nie wirklich binden oder festlegen.

Sicherlich gibt es noch viele andere. Zum Beispiel Leute, die, obwohl es ihnen schwerfällt, über ihren Schatten springen und sich wagen.

Ich würde mich auch eher zu den Menschen zählen, die gerne wissen, was auf sie zukommt. Ich habe eigentlich ein recht großes Sicherheitsbedürfnis. Außerdem mag ich auch eine gewohnte Umgebung. Letztendlich mag ich die Kontrolle über alles behalten. Geht es nicht eigentlich darum?

Doch diese Kontrolle haben wir eigentlich nie wirklich. Ich habe für mich herausgefunden, dass mich diese Dinge nicht wirklich glücklich machen. Auch wenn ich es immer wieder denke. Und genau dies ist auch ein Grund, warum ich nach Kanada gehe.

Manchmal müssen wir Dinge tun, gegen die wir uns sträuben. Die vielleicht nicht einmal unserer Natur entsprechen.

Oft bringen uns diese Dinge langfristig am weitesten. Denn sie lassen uns wachsen.

Doch gerade bin ich mir wieder gar nicht bewusst, was auf mich zukommt. Wahrscheinlich, weil ich zu sehr damit beschäftigt bin, alles vorzubereiten. Ich bin gespannt, wie ich mich fühle, wenn ich im Flugzeug sitze. Denn spätestens dann wird es den meisten ja bewusst.