Jetzt also doch wieder: Journaling

Damals — OK, vor ein paar Monaten — als ich ein Journal gestartet habe, ging es mir vor allem darum, mir einen Platz zu schaffen, in dem ich meine Gedanken frei laufen lassen kann. Es war, als ich das 2. Mal nach Kanada gegangen bin. Im Journal wollte ich Erlebtes, Erfahrung und Gedanken ‘einfangen’. Aufschreiben, was in und mit mir passiert.

 

Genau das möchte ich jetzt wieder aufnehmen. Ich habe ja immer wieder einfach Gedanken niedergeschrieben. Doch etwas aus meinem Leben kam dabei nicht so wirklich vor. Ich sehe das Ganze hier auch weder als Tagebuch noch als Blog oder sonst etwas. Belassen wir es einfach dabei, nicht zu definieren, was es genau ist.

 

Ich schreibe, worüber ich schreibe oder eben auch nicht.

 

Seine Gedanken einfach mal nieder zu schreiben. Ohne groß darauf zu achten, ob sie Sinn ergeben oder nicht. Ohne sich ständig zu fragen, ob es gut ist oder nicht. Kann sehr befreiend sein. Vor allem, wenn man einfach mal die Rechtschreibung nicht ganz so ernst nimmt.

 

Was ich aber meine: Seine Gedanken aufzuschreiben, hilft einem bei der Reflexion. Sich zu ordnen. Dinge besser zu verarbeiten. Viele teils sehr erfolgreiche Menschen integrieren Journaling in ihre tägliche Routine. In welcher Form genau kann jeder für sich selber ausprobieren.

 

Es gibt jedoch noch einen weiteren großen Grund, warum ich dieses Journal regelmäßiger führen möchte. Ich schreibe. Ganz simple. Wenn wir in etwas besser werden wollen, sollten wir es deutlich mehr tun. Wer regelmäßig, viel schreibt, wird sehr wahrscheinlich mit der Zeit besser.

 

Sicherlich gibt es noch einige andere Dinge, die einem helfen mögen, besser zu schreiben. Doch alleine dadurch, dass man sich angewöhnt, einfach zu schreiben — nicht ständig überlegt, was und wie, sondern es einfach tut —, fällt es einem insgesamt leichter. Die typische Schreibblockade wird immer unwahrscheinlicher.

 

Lustigerweise gehen einem ja nicht die Worte aus. Wer mehr schreibt, mehr sagt, der hat auch mehr zu sagen. Zumindest geht es mir so.

 

Ich sehe das Ganze hier mal wieder als kleines Experiment. Ohne genaues Ziel. Ohne genauen Weg. Einfach mal frei von Regeln und Zwängen. Einfach mal nur sein.

 

Naja und halt schreiben.