Wann solltest du etwas weiterverfolgen und wann nicht?

Viele der wichtigen Dinge sind schwer und kosten viel Energie. Immer wieder aufs Neue müssen wir gegen den Widerstand ankämpfen. Doch es lohnt sich. Diese Dinge sind lohnenswert und bringen uns voran.

Gleichzeitig gibt es auch Dinge, die einfach nur Energie kosten. Die wir nicht gerne tun und die sich auch nicht wirklich lohnen. Solche Dinge sollten wir möglichst nicht tun und aus unserem Leben verbannen. Doch wie erkennen wir sie? Wie können wir sicher sein, dass es nicht etwas Wichtiges ist und wir nur eine rationale Ausrede finden, es nicht zu tun?

Zu identifizieren, was wirklich wichtig ist und was nicht, ist essentiell. Es ist absolut nicht banal und kann enorme Auswirkungen haben. Wenn wir jahrelang etwas verfolgen, wofür wir uns immer und immer wieder überwinden müssen, ohne dass es wichtig ist, sind das sehr viele verschenkte Ressourcen. Das wollen wir unbedingt vermeiden.

Wie kann du also den Unterschied ausmachen? Indem du einmal ganz ehrlich mit dir selbst bist. Möglichst nicht in dem Moment, in dem du die Sache tun müsstest. Dann frage dich, ob es etwas ist, was dich voranbringt. Ist es etwas, was du in 10 Jahren täglich gemacht haben möchtest? Bringt es dich deinen Zielen wirklich näher? Oder ist es eigentlich etwas, das gar nicht so wichtig ist?

Bücher sind wertvoll

Viele Bücher sind unglaublich wertvoll. Sie beinhalten Wissen, das unser Leben verändert kann. Ein Autor hat viele Monate damit verbracht dieses Buch zu schreiben. Wahrscheinlich viele Jahre, um in seinem Bereich wirklich gut zu werden. Und das für uns. Wir können davon profitieren. Uns seine Erfahrungen und sein Wissen zu Nutze machen.

Doch oft tun wir das nicht wirklich. So viele Menschen lesen keine Bücher für die eigene Entwicklung. Die wenigen, die es tun, lassen sich meist das größte Potenzial entgehen. Meistens lesen wir Bücher einfach nur – und dann das Nächste.

Selbst wenn wir ein wirklich Gutes gefunden haben, was mit uns resoniert und uns weiterhilft, beschäftigen wir uns kaum näher damit. Dabei sollten wir es studieren. Nicht einfach nur lesen, sondern damit arbeiten. So wie es viele Menschen mit der Bibel tun. Sie lesen, studieren, interpretieren, entdecken immer wieder neu. Würde es uns nicht viel mehr bringen, wenn wir auch nur im Ansatz so intensiv mit einigen ausgesuchten Büchern arbeiten würden? Nicht einfach von einem Buch zum Nächsten. Weniger, aber besser.

Suche nicht die Abkürzung

Sehr oft suchen wir nach Abkürzungen. Nach dem Hack, um möglichst schnell und einfach zum gewünschten Ergebnis zu bekommen. Es haben sich ganze Communities um diese Bewegung gebildet. Doch tust du dir damit einen Gefallen?

Oft geht es nicht nur um das Ergebnis. Es geht nicht nur darum, schnell ins Ziel zu gelangen. Der Weg ist oftmals genauso wichtig. Wenn du ihn nicht gehst, nimmst du dir selbst etwas. Oft geht es um die Erfahrungen, die du unterwegs machst. Ohne diese ist das Endergebnis nicht annähernd so entscheidend. Es geht darum, wer du während des Prozesses wirst.

Suchst du auch immer nach Abkürzungen? Warum? Wozu die Eile? Vielleicht entgeht dir so das Wichtigste. Wer eine Abkürzung zu Glück und Weisheit sucht, hat nicht verstanden, worum es geht. Suche nicht nach dem Hack. Wähle den Weg, der dich zu deinem Ziel führt und gehe ihn. Fokussiere dich nicht zu sehr aufs Ergebnis, sondern genieße die Reise. Genieße den Prozess.

Kannst du Schmerz wertschätzen?

Die allermeisten Menschen scheuen Schmerz. Das ist nur mehr als verständlich, schließlich ist er sehr unangenehm. Doch er hat auch seine guten Seiten. So kann Schmerz ein sehr guter Lehrer sein. Schmerz ist ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt.

Statt Schmerzen möglichst nur vermeiden und zu überkommen, können wir ihn nutzen. Es geht nicht darum, Schmerzen gut zu finden. Sondern den Wert schätzen zu lernen. Meistens ist es jedoch so, dass wir uns in Momenten des Schmerzes auf etwas anderes fokussieren. Wenn der Schmerz dann vorbei ist, wenden wir uns wieder anderen Dingen zu. Schließlich ist der Schmerz weg. Doch so nehmen wir uns selbst die Chance, davon zu lernen. Stattdessen können wir reflektieren. Warum ist der Schmerz da? Was bedeutet er? Was ist die Ursache? Was kann ich tun, damit der Schmerz nicht wiederkommt und die wahren Ursachen bearbeitet werden?

Wie gehst du mit Schmerz um? Sieht du ihn nur als etwas Schlechtes? Oder nutzt du ihn und siehst ihn als willkommenes Zeichen?

Was wäre, wenn du einfach mal all deine Erwartungen fallenlässt?

Wir gehen mit gewissen Vorstellungen und Erwartungen durch die Welt. Stets haben wir ein Bild davon, wie etwas zu sein hat. Wie etwas funktionieren sollte. Doch was wäre, wenn du diese Vorstellungen einfach mal fallenlässt?

Statt alles mit bestimmten Erwartungen anzugehen, könntest du auch einfach völlig offen sein. Klar kannst du Wünsche haben. Das Ergebnis soll dir nicht egal sein. Doch wie viel simpler wäre alles, wenn wir uns nicht immer so sehr an unsere Erwartungen klammern würden? Wir könnten uns den Meinungen anderer besser öffnen. Wäre offen für Sachen, die sich ergeben. Für mich hört sich das erstrebenswert an.

So viel Stress würde uns entgehen. Schließlich entsteht dieser meist, wenn etwas unseren Erwartungen nicht entspricht. Die meisten Sachen sind eh nicht so wichtig. Wozu also der Stress? In vielen Fällen können wir einfach unsere Erwartungen loslassen und entspannter durchs Leben gehen. Wieder einmal bewährt sich der Minimalismus.

Wenn du das nächste Mal große Erwartungen an etwas hast, frag dich: „Ist das momentan hilfreich?“ Falls nicht, lass sie einfach fallen und schau, was passiert.

Wovon machst du Erfolg oder Misserfolg abhängig?

Nicht alles im Leben läuft immer so, wie wir es uns wünschen. Manchmal haben wir Erfolg. Manchmal nicht. Das ist Teil des Lebens. Doch wovon machst du abhängig, ob etwas ein Erfolg oder ein Misserfolg ist? Vom Ergebnis?

„Wovon sonst?“, werden die meisten Menschen denken. Denn die allermeisten fokussieren auf das Ergebnis. Wenn das gewünschte Ergebnis eintritt, ist es ein Erfolg. Wenn nicht, ein Misserfolg. Doch diese Denkweise ist in vielen Fällen nicht förderlich. Es kann sogar sehr problematisch werden, wenn wir aufgrund unserer Ergebnisse auf unser zukünftiges Handeln schließen.

Denkweisen wie „wenn ich damit kein Erfolg hatte, muss ich etwas anderes ausprobieren“ sind gefährlich. Ob wir Erfolg haben oder nicht, hängt letztendlich nicht nur von uns selbst ab. Es spielen noch viele weitere Faktoren eine Rolle. Genauso könnten wir dann meinen, dass es völlig in Ordnung wäre, über Rote Ampeln zu fahren. Schließlich hat es beim letzten Mal gut geklappt. Doch nur weil du mit etwas Erfolg hattest, heißt es nicht, dass die zugrundeliegende Handlung bzw. Strategie gut war – und umgekehrt.

Was ist die Alternative? Stattdessen können wir unsere Handlungen vom Ergebnis trennen. Natürlich ist das Ergebnis nicht unwichtig und sollte nicht ignoriert werden. Doch wir können uns auf den Prozess und unsere Entscheidungen fokussieren. Diese sind meistens deutlich wichtiger. Unabhängig vom Ergebnis sollten wir uns fragen, ob wir die richtigen Entscheidungen getroffen haben und unser Handeln erstrebenswert war. So können wir uns auf den übergeordneten Prozess fokussieren. Lernen, uns zu verbessern. Statt dich zukünftig auf das Ergebnis zu fokussieren, schaue lieber auf deine Entscheidungen, Handlungen und den Weg, der dich dahin geführt hat.

Brauchst du Zuschauer?

Warum tust du was du tust? Bist du dir dessen bewusst? Einfach weil es dir Spaß macht? Weil man das so macht? Oder geht es dir um etwas Höheres? Etwas, was dich selbst übersteigt. Die meisten Menschen machen sich ihre wahren Beweggründe nicht bewusst. Sie beschäftigen sich nicht damit. Dabei ist dies elementar für langfristige Motivation und Erfolg.

Die Motivation vieler Menschen zu tun, was sie tun, ist oft sehr primitiv. Es geht um Anerkennung, Status und Zugehörigkeit. Primitiv ist dabei absolut nicht abwertend gemeint. Die Handlungen werden lediglich von tiefverankerten Bedürfnissen geleitet. Doch leisten uns diese Bedürfnisse und resultierende Handlungen oft keine guten Dienste. In vielen Fällen sind sie auf kurzfristige Erfolgserlebnisse aus. Es geht nicht wirklich darum, nach Bedeutung und Höherem zu streben. Ob dieses Vorgehen erstrebenswert ist, muss jeder für sich entscheiden. Schließlich sind wir dem nicht einfach ausgeliefert.

Wenn du herausfinden möchtest, worum es dir bei etwas wirklich geht, kannst du dir eine Reihe hilfreicher Fragen stellen. Frage dich vor allem: Für wen tust du es? Für wen tust du, was du tust? Was erhoffst du dir davon? Würdest du es auch tun, wenn du nichts dafür erhältst? Wenn es keiner sieht? Gerade für kreativ aktive Menschen wie Künstler und Designer aber für jeden anderen auch ist diese Frage höchst interessant:

Würdest du es auch tun, wenn du der einzige Mensch auf Erden wärst?

Nutze die richtigen Tools richtig

Jeder von uns muss ständig viele Aufgaben bearbeiten und wird mit einer enormen Menge an Informationen konfrontiert. Noch nie zuvor war es so wichtig, dass jeder sich selbst gut managen kann. Selbstmanagement ist kein Wunsch sondern eine Vorraussetzung.

Doch viele sind absolut nicht gut darin. Dabei gibt es immer mehr Tools die uns dabei unterstützen können. Diese Tools kommen in verschiedener Form – zumeist als Software. Eine erste Herausforderung ist die richtigen Tools für unsere Anforderungen auszuwählen und in unseren Alltag zu integrieren. Nutzen wir diese Tools richtig, können wir unser Produktivität deutlich steigern.

Es fängt damit an, dass wir die richtigen Tools nutzen. Doch wir müssen diese Tools auch richtig nutzen.

Tools können unsere Produktivität multiplizieren. Leider nicht nur steigern, sondern auch senken. Für mich ist es immer wieder erschreckend, wenn ich sehe, wie Menschen mit ihren Tools umgehen – oder auch nicht umgehen können. Schließlich sind die Tools dafür gemacht, uns zu unterstützen und produktiver zu machen. Doch oft können Menschen ihre Tools nicht richtig nutzen. Das fängt mit den grundlegenden Funktionen eines Computers an. Der Umgang mit alltäglichen Tools wird zum Kampf: E-Mail-Programme, Textverarbeitungsprogramme, Dokumentationssoftware usw.

Wie kann man das einfach so hinnehmen? Kann das ein zufriedenstellender Zustand sein? Als Einzelperson sowie für Unternehmen? Wäre es nicht sinnvoll, einmal ausreichend Zeit und Energie zu investieren? Den Umgang mit diesen Tools zu lernen? Tu dir bitte selbst einen Gefallen und mach genau das.

Entscheidest du dich wirklich?

Jeden Tag begegnen uns unzählige Optionen. Ständig müssen wir zwischen ihnen auswählen. Schließlich können wir nicht alles machen. Ständig müssen wir Entscheidungen treffen. Doch tun wir das wirklich? Treffen wir wirklich Entscheidungen?

Auf den ersten Blick ist das eine triviale Frage. Natürlich tun wir das. Letztendlich entscheiden wir uns ja für oder gegen Dinge. Doch lass uns einen Schritt zurück gehen. Was sind eigentlich Entscheidungen? Im Prinzip die Auswahl aus einer Menge verfügbarer Optionen. Schauen wir uns das Wort jedoch genauer an, können wir tiefer gehen: Ent–scheidung. Es geht um Trennung. Genauso wie wir uns für eine oder mehrere Optionen entscheiden, so entscheiden wir uns gleichzeitig gegen alle anderen Optionen – zumindest vorerst. Damit trennen wir uns von ihnen. Und genau das machen wir oft nicht.

Wenn wir uns scheinbar für oder gegen etwas entscheiden, so denken wir oft später noch darüber nach. Der Akt der Entscheidung ist für uns nicht abgeschlossen und wir wiederholen ihn immer und immer wieder. Wir treffen keine wirklich Entscheidung. Schließen sie nicht ab. Trennen uns nicht von bestimmten Optionen. Oft aus Angst, dass wir dadurch etwas verpassen.

Doch damit nehmen wir uns selbst die große Kraft von Entscheidungen. Denn wenn wir uns wirklich für oder gegen etwas entscheiden, befreit uns das. Unser Fokus steht fest. Wir müssen keine Zeit und Energie mehr mit den anderen Sachen verbringen. Schließlich haben wir uns gegen sie entschieden – uns von ihnen getrennt.

Richtig Entscheidungen zu treffen, ist eine hohe Kunst und essentiell in unserem Leben. Dabei geht es nicht nur darum, wie wir Entscheidungen treffen, sondern auch was für Entscheidungen wir treffen. Das Ziel: Entscheidungen zu treffen, die 1000 andere Entscheidungen überflüssig machen.

Was ist mit dir? Triffst du Entscheidungen? Oder wählst du einfach nur aus? Nur um im nächsten Moment wieder vor der gleichen Frage zu stehen.

Wählst du deine Kämpfe bewusst?

Die allermeisten von uns wünschen sich in ihrem Leben viel zu verändern. Bestimmte Umstände sowie bestimmte Verhaltensweisen. Doch natürlich können wir nicht alles auf einmal ändern. Schließlich haben wir nur sehr begrenzte Ressourcen zur Verfügung.

Zu oft versuchen wir jedoch genau das. Möglichst viel, möglichst schnell zu ändern. Spätestens nach einigen gescheiterten Versuchen sollte es einleuchtend sein, dass dies keine gute Strategie ist. Und trotzdem tun wir es weiterhin.

Was ist die Alternative? Sich nur auf wenige Sachen zu fokussieren. Erstmal nur wenig verändern zu wollen. Andere Sachen erstmal zu ignorieren. Es fängt damit an, dass wir uns der Situation bewusst werden. Dann, dass wir sie akzeptieren. Wir können nicht alles verändern. Wahrscheinlich nie.

Wenn du dir der Situation bewusst bist und sie akzeptierst, kannst du gezielt einzelne Sachen verändern. Das bedeutet gleichzeitig, dass du akzeptierst, dass andere Sachen erstmal weiterhin so bleiben.

Versuchen wir alles auf einmal zu verändern, geht es sehr oft nach hinten los. Die Themen holen uns ein. Schnell sabotieren wir uns dann selbst. Stattdessen könnten wir auch nicht förderliche Verhaltensweisen annehmen. Sie nicht gut finden, jedoch annehmen. Sie sind Teil der Reise.

Statt viel Energie auf alle ’schlechte‘ Verhaltensweisen zu legen, können wir uns fokussieren und gezielt einzelne Sachen verändern. Das setzt natürlich voraus, dass wir uns damit auseinandersetzen, was wir verändern wollen. Dass wir reflektieren und Prioritäten setzen. Das ist natürlich nicht einfach. Doch das sind Veränderungen selten.

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