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Reduzierung auf das Wesentliche ist die Antwort auf die ständige Informationsflut

In letzter Zeit beschäftigt mich wieder vermehrt die Idee vom Minimalismus. Sein Leben auf das zu reduzieren, was man wirklich in seinem Leben haben will. Weniger Besitz. Weniger Tun. Weniger Input. Dafür mehr Leben. Guter Deal.

 

Es ist sicherlich ein langsamer Prozess, den man meistens durchgeht. Sich erst mit der Idee anfreunden. Und dann kontinuierlich umsetzen. Nicht möglichst wenig. Stattdessen bewusst auf die schönen Dinge fokussieren und reduzieren.

 

Und teilweise ist es nicht einfach. So vieles ist genau dafür gemacht, dass du es in dein Leben lässt. Dass du es haben und benutzen willst. Dass du es konsumieren sollst. Social Media ist da wohl das Paradebeispiel.

 

In nächster Zeit möchte ich vor allem mit jeglichem Input sehr bewusst umgehen. Das bezieht sich vor allem auf Informationen sowie materielle Dinge.

 

In Bezug auf Informationen heißt das für mich, immer zuvor bewusst entscheiden, ob und was ich konsumieren möchte. Nur bestimmte Blogartikel, Bücher und Podcasts. Social Media so weit reduzieren, wie es geht. Möglichst nur noch als Messanger und zum Posten benutzen.

 

In materieller Hinsicht möchte ich meinen Input auch auf das Wesentliche reduzieren. Im Februar möchte ich daher nichts kaufen, was ich nicht unbedingt brauche. Das heißt vor allem nichts, was in meinem Leben bleibt. Essen usw. ist natürlich erlaubt. Aber halt keine Dinge. Falls etwas kaputt gehen sollte, was ich alltäglich benötige bzw. nicht missen möchte, wird es auch ersetzt. Aber keine neuen Anschaffungen.

 

Ich bin gespannt, wie das läuft. Hoffentlich deutlich entspannter. Fällt erst mal einiges weg, so kann man sich mehr auf andere Sachen fokussieren. Da es keine Option mehr ist, schafft es wieder Platz im Kopf. Man wird freier. Fühlt sich freier. Leichter. Und das einfach in dem man bewusst auf Sachen verzichtet. Fast schon zu einfach, oder?

Zeit mehr für mich und meine Gesundheit zu tun

Der erste Monat des Jahres ist schon fast um. Ich lasse kurz Revue passieren. Blicke zurück. Bin zufrieden. Mehr als zufrieden. Ein toller erster Monat.

 

Vieles, was ich vorangebracht habe. Selten habe ich so fokussiert gearbeitet. Doch ich muss mir eingestehen, dass ich etwas für mich sehr Bedeutendes schleifen gelassen habe. Meine Gesundheit.

 

Bevor ein falsches Bild entsteht: Es ist nicht so, dass ich mich hätte gehen lassen. Nicht auf mich geachtet hätte. So ist es nicht. Doch ich habe sicherlich weniger für mich getan — weniger gut auf mich geachtet —, als ich es gerne getan hätte.

 

Trotzdem bin ich völlig im Reinen damit. Es war eine bewusste Entscheidung. Manchmal fokussiert man sich halt mehr auf andere Dinge. Solange alles in Balance bleibt, ist es gut. Doch zukünftig möchte ich wieder aktiver werden. Mehr tun.

 

Nicht unbedingt viel mehr im Sinne von viel tun. Denn so oft sind es ja gerade die kleinen Dinge. Aber auch die ‘kosten’ Zeit. Doch bekommt man auch unglaublich viel dafür zurück.

 

In der nächsten Zeit möchte ich also versuchen, bewusst mehr für mich zu machen — ohne andere mir wichtige Dinge zu vernachlässigen. Mein Fokus liegt momentan hauptsächlich auf Perspektive Gesundheit. Gerade den Blog und Podcast habe ich zu sehr vernachlässigt. Doch das wird sich ändern.

 

Nichtsdestotrotz denke ich, dass ich einiges für mich machen kann. Dazu empfiehlt es sich regelmäßig zu schauen, was nicht so gut läuft. Darauf wo man noch Verbesserungspotenzial sieht. Natürlich aber auch darauf, was schon wunderbar funktioniert.

 

Denn es ist ja wie gesagt nicht so, als würde ich nichts machen. Ich habe in letzter Zeit sehr versucht, meinen Schlaf zu optimieren. Meine rein pflanzliche Ernährung hat in letzter Zeit einen immer größeren Rohkostanteil bekommen. Regelmäßiges Training gehört für mich immer dazu. Und so weiter.

 

Also, was möchte ich dann noch ‘verbessern’?

 

Ernährung

Ich möchte gerne meine Gemüseanteil noch erhöhen — vor allem mit grünes Blattgemüse. Evtl. bekomme ich es endlich hin, wieder mehr Sprossen und anderes Zeugs zu züchten.

 

Außerdem habe ich in letzter Zeit meinen Kombucha etwas vernachlässigt. Fermentierte Lebensmittel könnten ganz klar deutlich mehr integriert werden. Mal sehen, was sich da machen lässt. Momentan fehlt es mir da echt an ‘headspace’ mich damit ausgiebig zu beschäftigen. Kein Grund kein Kombucha anzusetzen. Schließlich geht schnell und ist ohne viel Aufwand erledigt.

 

Mehr Pilze und Algen sind der nächste Punkt. Beide sind unglaublich wertvolle Lebensmittelgruppen. Davon können wir wohl alle deutlich mehr essen.

 

Training

Auch wenn ich mehrmals die Woche trainiere, so kommt es gelegentlich vor, dass ich mal den ein oder anderen Tag ausfallen lasse. Idealerweise möchte ich fast jeden Tag wenigstens kurz trainieren. Etwas mobilisieren und dann ein kleines Workouts. Es muss ja nichts Großes sein.

 

Weiterhin würde ich mich sehr gerne mit Yoga beschäftigen. Das sage ich mir schon sehr lange. Wirklich passiert ist nichts. Auch hier mangelt es einfach daran, dass ich mir keine Zeit nehme bzw. mich nicht damit beschäftige.

 

Meditation

Auch wenn ich die meisten Tage morgens meditiere, so merke ich, dass es nicht mehr ansatzweise so effektiv ist wie früher. Auch wenn ich vor allem beim Meditieren nicht möglichst produktiv und effektiv sein möchte, so spüre ich einen verringerten Effekt. Irgendwie kann ich mich momentan nicht mehr so gut darauf einlassen.

 

Ich denke, wenn ich der Meditation einfach mehr Bedeutung schenke, wird sich schnell etwas ändern. Indem ich demnächst regelmäßig meditiere — ohne ein bestimmtes Ergebnis zu erwarten — und es als Priorität in meinen Tag einbaue, werde ich sicherlich ‘Fortschritte’ machen.

 

So genug reflektiert. Ich möchte mir absolut nicht zu viel vornehmen. Wenn ich in diesen 3 Bereichen — Ernährung, Bewegung, Ausgleich — nur kleine Verbesserungen bzw. etwas mehr mache, bin ich schon sehr zufrieden. Ich werde versuchen, regelmäßig zu reflektieren und zu schauen, wie es sich entwickelt. Also wirst du wohl immer mal wieder solche kleinen Beiträge zu lesen bekommen.

First half of 2017

The first half of the year is already over. This was 6 months of 2017.

 

I just have to ask: How are you near year resolutions going? Did your already accomplish them? Maybe it’s a good time to get back on track?

 

Thinking about this, I don’t even know if I had any New Year’s resolutions. Not really. I just wanted to be open for what would happen. However, there were a few things I wanted to make progress on. 

 

First, I wanted to go traveling. Doing that. Check. Went to Canada in March. Went back to Germany after a month. Went back to Canada after 7 weeks. Not what I imagined but who cares.

 

Besides traveling I wanted to focus on my blog and podcast. Even I didn’t expect writing in English and decided to start all over again, I’m satisfied with my blogging progress. 

 

Can’t say this about my podcast. There is nothing happening at all. I don’t feel capable of continuing my podcast in English. No one wants to hear bad English when there are many other really good alternatives out there. Continuing in German isn’t a real option neither. It just doesn’t feel good. Maybe I should do it anyway.The problem with this I’m always ending up at places with bad internet. Doing Skype interview is just not possible. I kind of gave up on this for the moment. Hoping to resume in English someday.

 

What is it I like to do the rest of the year?

 

Definitely focusing on blogging even more. I’d love to reach more people. Have conservation with them – with you. By the way, I really thankful for all people reading my blog. I don’t take it for granted. Especially, after I made the switch English. It’s always much more motivating to know that there are actually people reading your stuff — not just your parents and your best friend.

Let’s see what I can accomplish in the next 6 month. Just loving the progress right now.

 

What’s more, I kind of feel there is going to happen a lot of personal development. Not quite sure what this means. I’m going to find out.

 

For me, this year is not about setting any specific goals at all but go along with whatever happens. Becoming more open minded, more flexible and not analyzing, measuring and planning everything.

 

Making progress – June 2017

It’s the end of the month. A good time for a first ‘progress’ post.

 

Since this is the first one it might end up more like an inventory. I’m just going to reflect some different areas of my life. Areas which are important to me. Areas where I don’t mind sharing my thoughts.

 

Let’s take a quick look at my current situation.

 

Exercise

 

I don’t have any specific goals here. Just to stay fit and healthy. Since I’m traveling I’m not able to train the way I’d like to. However, this is my situation, therefore I have to deal with.

 

Still, haven’t create an exercise routine jet. Something I wanted to do for a long time. That’s definitely something I should do soon.

 

Here is what I do:

Average 5 times per week a short workout.
20-30 min mobility
20-30 min some sort of strength circle training

 

The mobility routine consists of different mobility/Yoga exercises I found helpful. Eventually, I’m going to write these down. These work great for me. Too bad I don’t have a foam roll anymore. I’d love to add more Yoga in it. Going to this soon.

 

The second part contains different strength exercises. For that, I have a TRX. This is really great for traveling and I can recommend it to everyone (don’t get a cheap one. The TRX is worth it). Beside the TRX I do bodyweight exercises.

 

As I already mentioned I don’t have a routine. What I like to do is a circle out of a push, a pull and a leg exercise. I won’t go into details here but this could look like this: push ups, some kind of row and lunges. Maybe I add a core exercise afterward. Really basic. Nothing fancy. This does its job for now.

 

Not quite sure how much I want to change here. It’s definitely no priority of mine right now. Eventually, I’m creating a flexible routine which always fits my current needs.

 

Often I found myself not training as intensive as I like to because I’m just doing some exercises. If I had a concrete plan it might be different.

 

At the moment I don’t struggle at all with it. Since it’s not the priority it’s just not as effective as it could be. I want to change this eventually but not necessary during the next month.

 

Until next month: nothing.

 

Mindfulness/meditation

 

This is the onliest thing I do every morning. I’d like to meditate at least 20 minutes. In my experience, I need at least this time to get deeper. Last week I wasn’t really consistent staying in meditation. Sometimes there were so much going on in my head, therefore I couldn’t focus at all.

 

This isn’t happing quite often, but when it does I’m giving up after some time. It’s just not really productive and I want to try it later again. I’m fully aware that this is not a good choice. Actually, it’s not about being productive, but staying with the uncomfortable and trying to focus anyway. However, I want to focus on deeper meditation much more.

 

I’m going to fix my morning meditation. Whatever happens, happens. I’m going to stay with it.

 

Anyway, I’m really consistent with this. Definitely, want to continue this way. Eventually, I’m trying to meditate even longer. I might do a long meditation session 1-2 week. I might just increase some sessions slowly.

 

In addition, I’m trying to become much more mindful during the day. Just having more and more conscious moments during the day.

 

Until next month: Stay with the morning meditation routine. Doing 20 min of meditation whatever happens inside me.

 

Nutrition

 

Nutrition can get really difficult during travel. I’m still vegan and trying to eat healthily. For me, this means a lot of veggies and fruits. Furthermore, as natural as possible.

 

This is actually going quite well here. I get groceries once a week. I typically eat rice, beans, some fresh veggies with peanut sauce daily. Some fruits and nuts as snacks.

 

Going to write a post about what I eat more in detail.

 

Until next month: nothing.

 

Blog

 

Only 6 weeks ago I started my new English blogging journey. So far it’s going pretty well. There are already 26 posts online. Since I have my journaling challenge running this number will continuously increase.

 

However, there are only 11 normal blog posts online. I noticed I haven’t written any new one since I started my journaling challenge. Yet my journaling should definitely not prevent me from writing other blog posts. This was not the idea and is something I want to fix. Guess I just have to spend more time writing. 

 

Anyway, writing in English is still not easy. Even I notice a slight increase. I’m expecting it’s going to get much better over time. When it does I will be able to write even more and much better stuff.

 

Until next month: Writing more normal blog posts. Don’t want to have a fixed number at this moment.

 

Is there anything left?

Something I’m struggling with?

 

Not really. Currently, I don’t have any real goals. Continue traveling, learning English, making experiences and continue my blog. That’s it for the moment.

 

Thinking about what I could do for the next month. Not quite sure. Do I want to concentrate more on experiences and my personal development or do I want to focus more on learning ad experience for my professional life? They go hand in hand anyway but there are different directions I could go.

 

Wie man sein Leben komplett ändert

Du willst also ein anderes Leben führen, als du gerade führst. Warum? Weil dich dein momentanes Leben nicht glücklich macht? Weil du denkst, dass du irgendwo anders die Dinge tun kannst, die du eigentlich gerne tun möchtest? Möchtest du endlich die Weltreise machen, nach der du dich schon so lange sehnst?

Ich denke, du bist nicht die einzige Person, der es so geht. Doch was genau hält dich davon ab? Wenn du das hier lesen kannst, sind die Chancen sehr gut, dass du dein Leben hier und jetzt komplett verändern kannst. Sicherlich kannst du jetzt nicht alles haben und tun, was du möchtest. Aber wirst du das jemals? Letztendlich ist dies doch vor allem eine Sache der Einstellung.

Ich kann dir keine Anleitung geben, wie du das Leben führen kannst, von dem du träumst. Wie auch? Letztendlich führe ich es selber nicht. Und vielleicht sind die Leben, Bedürfnisse, Träume usw. von uns Menschen auch einfach zu unterschiedlich, als das es eine Anleitung geben könnte. Vielleicht geht es auch gar nicht darum, dieses eine Leben nach deinen Vorstellung jemals zu leben.

Doch ich möchte dich dazu ermuntern – nein ermutigen, dich bitten! -, den Schritt zu wagen. Begnüge dich nicht mit einem Leben, welches dich nicht zufriedenstellt, vielleicht sogar unglücklich macht. Es gibt nichts Schlimmeres, als am Ende des eigenen Lebens zu denken: „Hätte ich nur …“. Du willst sicherlich nicht bereuen, dass du nicht den Mut hattest, es zu versuchen. Es müssen nicht einmal extreme Veränderungen sein. Jeder Schritt in Richtung deiner Träume, jeder Moment, in dem du mehr von dem tust, was dich erfüllt, bringt dich weiter. Hör auf zu leben, als hättest du anschließend einen weiteren Versuch. „Oh, dieses habe ich verkackt. Probiere ich es halt nochmal.“

 

Du hast zu wenig Leben, als dass du deine Tage mit Dingen verbringen könntest, die weder dich noch andere glücklich machen.

 

Ich möchte dich einladen, mich zu begleiten, wie ich mein Leben verändern werde. Hoffentlich hilft es dir weiter, auch dein Leben nach deinen Vorstellungen zu leben. Und vor allem glücklich zu werden. Denn letztendlich ist es das, worum es im Leben geht, oder? Glücklich werden.

Ob es nur darum geht oder nicht, belassen wir an dieser Stelle. Wir können uns jedoch sicherlich darauf einigen, dass es ein großer Punkt in unserem Leben ist — sein kann.

Also was tue ich, um mein Leben komplett zu ändern? Einen großen Schritt habe ich sicherlich schon getan. Ich bin nach Kanada gegangen. Nicht weil mir mein altes Leben nicht gefallen hat. Sondern weil ich gemerkt habe, dass es mich nicht glücklich macht.

Ich will mich verändern. Wachsen. Unnötigen Ballast hinter mir lassen. Darum habe ich mich von so vielen Dingen getrennt. Habe meine Wohnung aufgegeben. Bin den Schritt in eine völlig neue Umgebung gegangen, sodass ich mich von möglichst vielen Dingen lösen kann, was mir andernfalls vielleicht nicht gelungen wäre.

Doch einfach nur eine neue Umgebung reicht nicht aus. Reicht nie aus. Sicherlich kann es ein enorm befreiender Schritt sein, einfach irgendwo anders hinzugehen. In ein neues Setting. Weg von Dingen, die uns daran hindern, so zu sein und das zu tun, was wir eigentlich wollen.

Doch wirkliche Veränderung kommt von innen. Solange wir uns und unser Mindset nicht ändern, beschränken wir unsere Transformation.

 

DOCH WAS WILL ICH EIGENTLICH?

Mir ist bewusst, dass sich meine Bedürfnisse und Vorstellungen im Laufe der Zeit ändern werden. Doch irgendwo muss ich anfangen, mich zu transformieren. Ich muss erleben – erfahren -, um dann weiter gehen zu können.

Also was will ich? Ich will glücklich werden. Nicht einfach irgendein Leben führen, sondern ein Leben nach meinen Vorstellungen. Nicht nach den Vorstellungen anderer Personen. Ein Leben, welches mich erfüllt. Ohne Kompromisse, die ich eigentlich nie eingehen wollte. Mich nicht einfach den Geschehnissen hingeben bzw. ergeben, sondern selber aktiv gestalten. Denn wenn du dich nicht für dich selber einsetzt, wer soll es dann für dich tun? Ich möchte selber gestalten und entscheiden. Tun, was ich für richtig halte. Ich möchte Freiheit!

 

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.

— Jean-Jacques Rousseau

 

Doch was heißt es, frei zu sein? Ich weiß es nicht genau. Mir ist bewusst, wie viel Freiheit ich schon habe. Ich bin so unglaublich dankbar dafür. Wenn ich darüber nachdenke, gibt es wenig, was ich wirklich tun muss. Das gilt leider nicht für alle Menschen so.

Was mich wohl am meisten davon abhält, noch mehr Freiheit zu haben, bin ich selber. Es gibt wenig äußere Dinge, die noch anders sein könnten. Hauptsächlich liegt es einfach an mir. Ich stehe meiner Freiheit im Wege. Dies finde ich jedoch einen beruhigenden Gedanken. Denn daran kann ich arbeiten. Ich kann an mir arbeiten.

Schon seit Jahren mache ich mir Gedanken, wie ich mein Leben gestalten möchte. Wie ich leben möchte. Nachfolgend möchte ich einige meiner Gedanken mit dir teilen. Gedanken darüber, woran ich momentan arbeite. Vielleicht findet einiges Anklang bei dir.

 

Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden.

— Gabriel Laub

MEINE AUSSENWEL

Meine Umstände. Materielles. Von außen auf mich einwirkend.

 

Wie bereits gesagt, ist es mir momentan unglaublich wichtig, möglichst viel Freiheit zu erlangen. Das beinhaltet für mich mehrere Bereiche.

 

VERPFLICHTUNGEN

Ein riesiger Punkt ist, dass ich mir möglichst wenig Verpflichtungen auferlege. Ich will einfach möglichst flexibel sein. Alles, was mich möglicherweise von zukünftigen Vorhaben aufhalten könnte, möchte ich vermeiden. Das heißt nicht, dass ich nie irgendwelche Verpflichtungen eingehen möchte. Schließlich muss das nicht immer schlecht sein und hat auch gute Seiten.

Aber ich befinde mich momentan in einer Phase meines Lebens, wo ich nicht weiß, wo es hingehen soll. Daher möchte ich Verpflichtungen möglichst gering halten. Ganz vorne steht für mich dabei, keine Schulden zu machen. Geld, welches ich nicht habe, möchte ich nicht ausgeben. Ich will nicht irgendeinen Kredit abbezahlen müssen, der mich daran hindert, ein neues Kapitel in meinem Leben zu beginnen.

Genauso will ich möglichst wenig Verträge und Mitgliedschaften eingehen. Es ist natürlich nicht möglich bzw. nur sehr schwer, gar keine vertraglichen Beziehungen einzugehen. Aber ich überlege jedes Mal sehr genau, ob ich mich für längere Zeit auf etwas einlassen will. Vor allem wenn etwas an einen Ort bzw. Land gebunden ist.

Aber auch sonst überlege ich momentan sehr genau, was ich brauche bzw. mir leisten will und was nicht. Amazon Prime, Netflix usw. gehören da nicht dazu.

Ganz allgemein möchte ich einfach mein Leben sehr einfach gestalten. Alles, was mich stört, mich auf die Sachen zu konzentrieren, die mir wichtig sind, will ich möglichst eliminieren. Dabei gehe ich teilweise gerne auch sehr strikt vor.

 

MINIMALISMUS

Es ist die ganze Idee des Minimalismus, die mich extrem fasziniert. Das eigene Leben auf die wesentlichen Sachen — auf die Sachen, die einem helfen, glücklich zu werden — zu reduzieren.

Ich mag diese Erklärung von Minimalismus:

Minimalism is a tool that can assist you in finding freedom. Freedom from fear. Freedom from worry. Freedom from overwhelm. Freedom from guilt. Freedom from depression. Freedom from the trappings of the consumer culture we’ve built our lives around. Real freedom.

— theminimalists.com

 

Genau das, was ich will. Das beschränkt sich ganz und gar nicht darauf, wie viele Dinge ich besitze. Minimalismus zieht sich durch das ganz Leben. Falls du es noch nicht getan hast, empfehle ich dir unbedingt, dich mit der Idee von Minimalismus auseinanderzusetzen.

Wo waren wir? Möglichst wenig Verpflichtungen. Keine Schulden. Keine Verträge oder Mitgliedschaften. Weiterhin möchte ich möglichst wenig Zeit und Energie für Dinge aufwenden, die mir nicht wichtig sind. Ich möchte so viel Zeit und Energie für Dinge aufbringen, die mich erfüllen. Alles, was mich daran hindert, will ich reduzieren.

Das hört sich sehr bewertend an, oder? Und das ist es auch. Ich sage nicht, dass man nur noch drei Sachen machen soll und alles andere weglassen soll. Aber wir haben alle nur 24 Stunden am Tag. Wir haben alle nur begrenzte Energiereserven.

Ich mag die Idee, dass wir alle nur ein gewisses Maß an Entscheidungsenergie besitzen. Jedes Mal, wenn wir uns entscheiden, sinkt diese Entscheidungsenergie. Oder besser gesagt, die Fähigkeit gute Entscheidungen zu fällen. Irgendwann müssen wir unseren Akku dann wieder aufladen. Für mich ergibt es dann einfach Sinn, möglichst alle unnötigen Entscheidungen zu reduzieren. Alles, was mir nur unnötig Energie raubt — für schönere Dinge.

Wenn ich etwas mache, kann ich gleichzeitig nichts anderes machen. Ich kann es zumindest nicht und ich wette, du auch nicht. Wenn ich mich für etwas entscheide, entscheide ich mich in diesem Moment automatisch gegen alles andere.

Ich möchte meine Umgebung also so einfach und förderlich, wie möglich gestalten. Das ist natürlich alles andere als leicht. Vor allem wenn man bedenkt, dass einfach nicht unbedingt besser ist. Wächst der Mensch nicht am Widerstand? Daran Hindernisse zu überwinden? Aber erst mal muss ich eine Vorstellung haben. Wie ich das dann umsetze, kann ich immer noch schauen.

 

MATERIALISMUS

Woran viele beim Gedanken an Minimalismus sicherlich als erstes denken, ist der eigene materielle Besitz. All die vielen Dinge, die wir so besitzen — oder die so manchen besitzen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe so viele Sachen, die ich eigentlich gar nicht brauche. Sicherlich besitze ich auch noch so einiges, von dem ich gar nichts mehr weiß — in irgendwelche Kisten.

Ich habe inzwischen schon einiges aussortiert. Verkauft, verschenkt, weggeschmissen. Trotzdem habe ich immer noch das Gefühl, zu viel zu besitzen. Vor allem zu viel, was ich gar nicht brauche. 

Ich habe mir vorgenommen, schrittweise immer mehr Dinge — materiell und nicht materiell — aus meinem Leben zu eliminieren.

Das ist für mich alles andere als einfach. Schließlich könnte man so vieles doch irgendwann noch mal gebrauchen. Doch wann kommt dieses „irgendwann“? Und vor allem: Was ist bis dahin?

Ich will jetzt frei sein! Und alles, was mich daran hindert, muss weg!

 

MEINE INNENWELT

Ich. Persönlichkeit. Gewohnheiten. 

 

Alles ist eine Sache der Einstellung, richtig? Zumindest macht die richtige Einstellung einen riesigen Teil aus. Und ich weiß, ich stehe mir selber im Weg. Im Weg, die Dinge zu tun, die ich wirklich zu will. Frei zu sein. Glücklich zu sein. Wie so viele andere Menschen sich auch selber im Weg stehen.

Also lass uns etwas dagegen tun!

Es ist aber nicht nur unsere Einstellung. So viel mehr ist wichtig. Formt uns zu dem, was wir sind. Was wir tun. Was wir fühlen. Was wir denken. Was wir sagen. Was wir nicht sagen.

Unsere Gefühle, unsere Gedanken, unsere Handlungen beeinflussen sich alle gegenseitig. Meiner Meinung ist es wenig sinnvoll, sich nur auf einen dieser Bereiche zu konzentrieren. Viel sinnvoller ist es, in allen Bereichen zumindest kleine Veränderungen zu vollziehen. Und sich dann auf die mit dem größten Potenzial zu konzentrieren.

 

GESUNDHEIT UND FITNESS

Dass Gesundheit und Fitness wichtige Themen (für mich) sind, sollte wenig überraschen. Die eigene Gesundheit ist so eine wichtige Basis. Wenn die eigene Gesundheit nicht stimmt, ist alles andere einfach viel schwieriger. Eine gute Fitness, also völlig alltagstauglich zu sein, gehört für mich genauso dazu. Wenn mich meine physischen und psychischen Fähigkeiten davon abhalten, dass zu tun, was ich gerne tun möchte, ist das einfach doof.

 

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG UND SPIRITUALITÄT

Ich möchte mich verändern. Wachsen. Lernen. Es gibt so viele Bereiche, in denen ich mich noch entfalten möchte. Persönlichkeitsentwicklung ist so ein schwammiger Begriff. Mir geht es darum, mich mit vielen verschiedenen Ideen und Philosophien zu konfrontieren. Mich und meine Vorstellungen zu hinterfragen. Aufzunehmen, was ich als richtig wahrnehme und zu verwerfen, was sich für mich als falsch erweist.

Dabei will ich ganz und gar nicht nur theoretisch rangehen. Ich möchte und muss erfahren. Hinterfragen und testen, damit ich mir wirklich eine eigene Meinung bilden kann.

Vor allem die Philosophien des Buddhismus faszinieren mich schon seit Jahren. Nicht, dass sie eine Anleitung zum Glücklichwerden wären. Aber ich denke, sie zeigen einen Weg auf, glücklich zu werden. Doch gehen muss man ihn — wie immer — selber.

 

ACHTSAMKEIT UND MEDITATION

Achtsamkeit und Meditation sind wichtige Bestandteile des Buddhismus. Aber natürlich auch von anderen Philosophien. Mehr Achtsamkeit im Alltag zu entwickeln, ist ein Prozess, dem ich mich schon lange unterziehe. Und der mich sicherlich noch ein Leben lang begleiten wird. Für mich hat das Training der Achtsamkeit, ob im Rahmen einer Meditation oder nicht, einen enormen Stellenwert.

 

LEBENSPRINZIPIEN

Folgende Prinzipien möchte ich mehr verinnerlichen und leben. Das mag jetzt für den ein oder anderes komisch erscheinen. Ich mache mir eine Liste, wie ich sein möchte. Doch ich denke, es ist so sinnvoll, zu schauen, welche Werte man mehr entwickeln möchte. So kann ich mich darauf konzentrieren. Denn wir sind nicht einfach so, wie wir sind. Wir und auch unsere Persönlichkeit können sich ändern. Und wenn ich und meine Mitmenschen davon profitieren können, mache ich das gerne.

  • Authentisch sein. Leben, wie ich bin. Egal was andere Menschen von mir denken.
  • Ehrlich sein. Vor allem zu mir selbst. Zu sagen, was ich denke. Und nicht, was mein Gegenüber hören will oder gerade auch nicht hören will.
  • Freundlich sein. Es gibt keinen Grund, nicht freundlich zu sein.
  • Geduldig sein. Geduld ist so wichtig. Anderen gegenüber. Mir gegenüber.
  • Dankbar sein. Für all das, was ich habe. Für all diejenigen, die für mich da sind.
  • Mehr tun, was mir Angst macht. Mehr Fehler. Mehr aus meiner Komfortzone heraus gehen. Mehr wachsen.
  • Mir selber treu sein. So sein, wie ich bin. Mich nicht für etwas oder jemandem verkaufen oder verstellen. Für kein Geld. Für keine Frau.
  • Entschlussfreudig sein. Klare Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen.

Wenn ich etwas nicht tun will, dann tue ich es auch nicht. Außer es bringt mich einem langfristigen Ziel näher. Oder macht eine andere Person glücklich? Doch auch dann muss ich sie glücklich machen wollen!

 

ARBEIT UND SELBSTVERWIRKLICHUNG

 

Ja Arbeit ist auch ein Bestandteil meines Lebens. Von irgendetwas muss ich nun mal Leben. Und ohne Geld ist es schwer, am Leben unserer Gesellschaft teilzuhaben. Geld ist und bleibt — zumindest vorerst — unser Tauschgut.

Doch ich möchte nicht irgendetwas tun. Ich möchte mich verwirklichen. Etwas tun, was mich erfüllt. Etwas erschaffen. Etwas verändern. Nicht gleich die ganze Welt. Aber in meinen Möglichkeiten. Ich möchte mich verwirklichen und gleichzeitig Geld verdienen. Mein Blog und mein Podcast sind ein kleiner Schritt in diese Richtung. Mal sehen, wo ich lande.

 

SOZIALES LEBEN

Beziehungen. Familie. Mitmenschen.

 

Haben bei all dem Vorherigen überhaupt noch andere Menschen Platz in meinem Leben? Bin ich nicht zu sehr auf mich bezogen? Ich hoffe nicht. Viel eher ist genau das Gegenteil der Fall. Sicherlich möchte ich mich in nächster Zeit stark auf mich fokussieren. Doch wenn ich mit mir und meinem Leben unglücklich bin, gehe ich auch dementsprechend mit meinem Mitmenschen um. Wenn ich aber zu meinem vollen Potenzial lebe, dann kann ich dies auch bei anderen erwecken.

Ich sehe also keine wirkliche andere Möglichkeit, als zuerst bei sich zu beginnen und dann anderen Menschen zu helfen.

Aber natürlich sind andere Menschen — Beziehungen — unglaublich wichtig für die eigene Transformation. Vor allem eine Partnerbeziehung kann jemanden extrem zu Wachstum und Veränderung zwingen, wie kaum etwas anderes. Kinder stehen da aber wohl an erster Stelle.

 

Your are the average of the 5 person you spend the most time with.

— Jim Rohn

 

Vor allem möchte ich mich mit möglichst vielen Menschen umgeben, die mich inspirieren. Von und mit denen ich lernen kann. 

 

DAS WAR’S?

Natürlich nicht. Es ist ein andauernder Prozess. Ich will und werde mich unentwegt entwickeln und verändern. Ist das nicht etwas, was Leben ganz allgemein ausmacht? Ständige Veränderung.

Klar es gibt noch einige mehr Themen, denen ich mich widmen möchte. Doch irgendwo muss man anfangen. Und meistens ist es nicht hilfreich, sich zu viele Sachen vorzunehmen. Außerdem habe ich Hunger und will hier nicht Ewigkeiten an dem Artikel schreiben. Irgendwann muss man sich ja schließlich auch mal auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren, oder nicht?

Wie genau ich diese Themen und weitere ich mein Leben integriere, welche Transformation ich durchgehe, wird sich zeigen. Du kannst mich auf jeden Fall begleiten.

Jetzt gerade würde ich alles Geschriebene am liebsten komplett überarbeiten und noch so viel mehr hinzufügen. Fuck that! Manchmal muss man einfach anfangen und manchmal einfach loslassen.