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Ein später Start ins neue Jahr

Wir haben bereits den 08.01. Die allermeisten sind schon wieder völlig im Alltag drin. Das Gefühl des neuen Jahres lässt schon so langsam wieder nach.

 

Auch mein Blick ist tendenziell eher nach vorne gerichtet. Pläne werden geschmiedet. Ideen gesammelt. Doch noch immer schwingt das letzte Jahr mit mir mit.

 

2017. Für mich ein verdammt interessantes Jahr. Meine Gefühle über das vergangene Jahr sind sehr gemischt. Es gab viele schöne Momente. Doch auch viele schmerzhafte Momente. Gefühlt war es ein Kampf.

 

Was ursprünglich als Weltreise beginnen sollte, entwickelte sich schnell anders. Oder wahrscheinlich hat es sich nie anders entwickelt, sondern ich musste nur das Bild fallen lassen, an das ich mich so sehr geklammert hatte. Was ich so sehr wollte.

 

Ich denke, der Verlauf spricht schon für sich. Mit meiner damaligen Freundin bin ich nach Kanada gestartet. Mit offenem Ende. Vielen Ideen und Träumen. Nach gut einem Monat bin ich dann wieder zurück nach Deutschland gekommen. Sicherlich neidergeschlagen und enttäuscht.

 

Viel länger als 1,5 Monate habe ich es dann hier nicht ausgehalten und bin wieder zurück. Ich wollte dem Ganzen noch eine Chance geben. Nein, eigentlich wollte ich nur der Beziehung eine Chance geben. Ich wollte dafür kämpfen, was mir wichtig ist. Zumindest wollte ich da sein. Offen sein. Möglichkeiten zur Entwicklung schaffen.

 

Naja auch dies hat nicht ganz so gut geklappt. Auch wenn es etwas länger gedauert hat, bin ich wieder zurück nach Deutschland gekommen. Musste einen Schlussstrich ziehen und mich auf andere Dinge konzentrieren.

 

Nach einigen Wochen des Grübelns und Pläne schmieden, habe ich mir eine Hand ans Herz gefasst. Freunde zusammengetrommelt. Einen kleinen Traum realisiert.

 

Es ist ein Netzwerk entstanden. Ein Zusammenschluss. Eine Plattform. Perspektive Gesundheit.

 

Auch wenn wir erst ganz am Anfang stehen, so habe ich ein unglaublich gutes Gefühl damit. Endlich wirklich mit anderen zusammenzuarbeiten. Menschen zusammenbringen. Was für eine wundervolle Erfahrung.

 

Eigentlich ganz unerwartet habe ich fast im gleichen Zuge einen neuen Menschen in mein Leben und Herz gelassen. Noch immer stehe ich etwas verwundert da. So anders. Ist dies die Belohnung für all die Mühen zuvor oder doch nur eine weitere Lektion, die ich zu lernen habe? Ich werde es rausfinden.

 

Sicherlich gibt es noch Dutzende andere Dinge, die letztes Jahr passiert sind. Doch ich möchte gar nicht zu sehr in der Vergangenheit schwelgen. Stattdessen möchte ich im Jetzt leben. Erleben. Vorangehen. In ein neues Jahr. 2018. Ein Jahr, in dem ich hoffentlich noch mehr die Verantwortung für mich und mein Leben übernehme. Selber aktiv werde und gestalte. Und trotzdem sein lasse. Lerne und los lasse. Wir werden sehen.

Gedanken übers Sterben

The fear of death follows from the fear of life. A man who lives fully is prepared to die at any time.

— Mark Twain

Über 26 Jahre hat es gedauert, bis ich wirklich Erfahrung mit dem Tod gemacht habe.

 

Zu erleben, wie eine Person plötzlich nicht mehr ist. Eine Person, die mein ganzes bisheriges Leben immer da war.

 

Zu sehen, wie schnell das Leben einem Körper entweichen kann. Wie der letzte Atemzug — der letzte Herzschlag — wirklich der letzte ist. Wie keiner mehr folgt. Alles ein Ende hat.

 

Doch was hat ein Ende? Und ist es wirklich ein Ende? Der Tod.

 

Ist es nicht verrückt, wie wir heutzutage mit dem Tod umgehen? Wie wir versuchen, ihn so gut es geht zu ignorieren?

 

Doch was ist es, was wir so sehr meiden wollen? Die Konfrontation mit unserer eigenen Sterblichkeit? Die Konfrontation mit der Einsicht, dass wir eigentlich absolut keine Kontrolle haben?

 

Ich meine, wir alle wissen, dass wir sterben werden. Darum gibt es kein herum. Das ist Teil des Ganzen. Teil vom Leben.

Life is like stepping onto a boat which is about to sail out to sea and sink.

— Shunryu Suzuki

Und trotzdem ist es so schwer, Sterben völlig anzunehmen. Woran halten wir fest? Ich weiß es nicht. Aber vielleicht ist die interessantere Frage: Wer oder was hält an der Illusion des Nicht-Sterbens fest?

 

Wir, also ‘ich’? Dann wäre wohl die Frage, wer dieses ‘ich’ denn ist. Eine Frage, die sicherlich einiger Beschäftigung wert ist.

 

Doch wir können auch ohne uns Fragen solcher Natur zu stellen, einen guten Umgang mit dem Tod finden. Vielleicht indem wir einen guten Umgang mit dem Leben haben? Indem wir uns völlig ergeben — dem, was ist. Nicht festhalten — an dem, was nicht ist.

 

Indem wir einfach sind. Bewusst sind. Bewusst leben.

 

So können wir die Angst einfach sein lassen. So wird sie vielleicht sogar ganz verschwinden.

 

Wenn wir nicht mehr versuchen, alles kontrollieren zu wollen. Unser Leben. Unsere Umwelt. Und sogar den Tod. Denn das konnten wir nie und werden wir nie können.

 

Doch was wir können, ist Einfluss nehmen. Aktiv werden. Aber auch passiv sein.

 

Wir können einen Stein ins Wasser werfen. Doch dann bleibt uns nichts anderes als zu schauen, was anschließend passiert.

 

Meine Erfahrungen vom Leben und vor allem vom Tod mögen recht spärlich sein. Doch wie so oft ist es nicht die Quantität, die zählt.

 

Was mich meine Erfahrung mit dem Tod gelehrt hat?

 

Erstmal, dass Sterben absolut nichts Schlimmes sein muss. Jedem, der sich nicht als rein isoliertes Individuum wahrnimmt, mag diese Vorstellung sicherlich leichter fallen anzunehmen.

 

Ansonsten vor allem eins: Leben ist kurz. Kostbar. Unglaublich wertvoll. Darum sollten wir jeden Moment nutzen. Leben. Erleben. Unser Leben mit Liebe und Glück füllen. Mit wunderbaren Menschen. Sinn und Werten. Dinge, für die es sich zu leben lohnt. Und für die wir auch sterben würden.

 

Das ist es, was mich der Tod bisher am meisten gelehrt hat: Sein Leben zu leben. Unserer menschliche Erfahrung als das zu sehen, was sie ist: Ein Geschenk. Ein Wunder. Genau wie jeder einzelne Tag. Jeder einzelne Moment.

Still lost

Wenn ich heute 6 Monate zurückschaue — Mitte Februar. Wie ich meine Sachen packe und mich auf meine Reise vorbereite —, hätte ich sicherlich nicht gedacht, dass ich hier heute so stehe. Sicherlich hätte ich es nicht ausgeschlossen, aber erwartet hätte ich es sicherlich nicht.

 

Es waren sehr interessante 6 Monate. Das kann ich wohl sagen. In der Zeit habe ich jetzt 4 mal die Strecke zwischen Deutschland und Kanada zurückgelegt. Ich habe versucht, meinen Gefühlen und Bedürfnissen zu folgen. Dabei habe ich Fehler gemacht. Aber auch gute Entscheidungen getroffen. Vor allem habe ich gelernt. Gelebt.

 

In den letzten Monaten wurden sämtliche Bereiche meines Lebens durcheinander gewürfelt. Gefühlt war es ein ständiges Hin und Her. Ein ständiges Ausloten was ich eigentlich will. Wie ich es angehe. In meinem Leben allgemein und auch nur momentan.

 

Zwischenzeitlich wollte ich mit meinem Blog komplett auf Englisch umsteigen. Falls du also wissen willst, was ich die letzten 3 Monate so gemacht habe und wie es mir ergangen ist, lies einfach die vorherigen Einträge 🙂

 

Eins kann ich dir versichern: Es war nicht leicht. Es gab sehr schwierige Momente. Momente, in denen ich stark gezweifelt habe, was ich überhaupt tue. Im Nachhinein bin ich dankbar dafür. Diese Momente sind es oft die einen besonders voranbringen. Von denen man besonders lernt.

 

Vor allem sind mir mal wieder 3 Dinge besonders bewusst geworden.

 

Erstens: Habe Gelassenheit. Es passiert sehr selten etwas wirklich Schlimmes, was man nicht rückgängig machen kann. Meistens fühlt es sich zwar so an, aber in den wenigsten Fällen ist es so. Alles wird gut. Manchmal müssen schwierigen und schmerzhafte Zeiten kommen, um deutlich besseren Zeiten den Weg zu bereiten.

 

Zweitens: Du kannst unglaublich schnell dein Leben ändern. Wenn du wirklich dazu bereit bist, kannst du dein Leben komplett umkrempeln und verändern. Alles was du dafür brauchst, ist etwas Mut. Oder viel Verzweiflung.

 

Drittens: Es gibt selten wirklich richtige oder falsche Entscheidungen. Jede Entscheidung bringt dich irgendwo hin. Dann liegt es an dir, was du daraus machst. Ob du dich dafür oder dagegen entscheidest, mag dein Leben dauerhaft signifikant verändern, doch dabei gibt es kein richtig oder falsch.

 

 

Es fühlt sich irgendwie nicht so an.

 

Doch ich glaube, es hat erneut ein neuer Abschnitt meines Lebens begonnen. Ich muss gestehen diese Vorstellung gefällt mir nicht. Nicht, dass ein neuer Abschnitt für mich beginnen könnte. Sondern ganz allgemein sein Leben in verschiedene Abschnitte zu unterteilen. Letztendlich durchleben wir ständig — jeden einzelnen Moment — einen Wandel. Wir und alles verändert sich kontinuierlich.

 

Von daher ist es kein neuer Abschnitt für mich. Viel eher eine Wendung.

 

Mal sehen, wie lange ich es diesmal in Deutschland aushalte.

 

PS: Ich bin wieder zurück in Berlin?! Ja… Warum? Mehr oder weniger sind es die gleichen Gründe, wie beim letzten Mal.

Leaving Savary Island

I can’t believe I been here for over 5 weeks now. Doesn’t feel like it. Looking back I enjoyed staying here in Savary Island. However, I’m looking forward to finally go to other places.

 

When I first arrived here it definitely didn’t felt like Canada. I mean there are sand beaches and even palm trees. There is a bit more air moisture, therefore, you could get the feeling of being in a tropical place.

 

I really enjoyed the silence here. When I arrived early June there weren’t many people on the Island. Most of the houses were still empty. I even had the beach just for me alone most of the time.

 

Since the Island isn’t really big there isn’t much to explore. Still, I love to go the little trails by bike. The trails through the forest are really great and peaceful. I never encountered a single person while tramping around.

 

Staying here was a great experience and I wouldn’t have any problem continuing my stay. However, over the time I’d like to have some more people around me. You know social contact. There are living some great people on the Island. Still, I missed some like-minded people to talk to.

 

Once more I realized I don’t want to stay at lonely places. I really enjoy it if it’s a beautiful place but over time it’s just not fulfilling me.

 

Anyway, it was a great experience. Still, looking forward to the next one.

 

 

First half of 2017

The first half of the year is already over. This was 6 months of 2017.

 

I just have to ask: How are you near year resolutions going? Did your already accomplish them? Maybe it’s a good time to get back on track?

 

Thinking about this, I don’t even know if I had any New Year’s resolutions. Not really. I just wanted to be open for what would happen. However, there were a few things I wanted to make progress on. 

 

First, I wanted to go traveling. Doing that. Check. Went to Canada in March. Went back to Germany after a month. Went back to Canada after 7 weeks. Not what I imagined but who cares.

 

Besides traveling I wanted to focus on my blog and podcast. Even I didn’t expect writing in English and decided to start all over again, I’m satisfied with my blogging progress. 

 

Can’t say this about my podcast. There is nothing happening at all. I don’t feel capable of continuing my podcast in English. No one wants to hear bad English when there are many other really good alternatives out there. Continuing in German isn’t a real option neither. It just doesn’t feel good. Maybe I should do it anyway.The problem with this I’m always ending up at places with bad internet. Doing Skype interview is just not possible. I kind of gave up on this for the moment. Hoping to resume in English someday.

 

What is it I like to do the rest of the year?

 

Definitely focusing on blogging even more. I’d love to reach more people. Have conservation with them – with you. By the way, I really thankful for all people reading my blog. I don’t take it for granted. Especially, after I made the switch English. It’s always much more motivating to know that there are actually people reading your stuff — not just your parents and your best friend.

Let’s see what I can accomplish in the next 6 month. Just loving the progress right now.

 

What’s more, I kind of feel there is going to happen a lot of personal development. Not quite sure what this means. I’m going to find out.

 

For me, this year is not about setting any specific goals at all but go along with whatever happens. Becoming more open minded, more flexible and not analyzing, measuring and planning everything.

 

Challenge: writing a blog post each day

I just was writing about how much time I have right now.

 

That left me thinking: What am I going to do? Actually, I’m not quite sure about this thought. Do we always have to do something? I mean do we always have to plan and do something productive? Because this is what the question is all about, isn’t it? What am I going to do — How can I use my time productive?

 

It’s not that I feel bored. Not at all! I never find myself thinking about what I could do. There is always stuff to do. Exploring. Exercising. Reading. Writing. There is so much stuff I’d love to dive deep into. Meditation. Yoga. Spirituality. Tantra. Buddhism. Ayurveda. Just to mention some. I could spend years just doing these things. I could just live. There is nothing wrong with that.

 

Anyway, I really want to evolve and grow personally and spiritually. For sure I could just continue doing all these things and would evolve and grow over time. However, I’m convinced there are ways of doing it better. More productive? Maybe, this is why I’m not quite sure about this. But in the end, there is nothing wrong trying to improve what you are doing. So how can I do this?

 

For me, it always comes down to doing more stuff that’s difficult for me. Stuff I’m not quite comfortable doing. Stuff that challenges me. You can always learn by doing new things you are still comfortable with doing. But it tends to take much longer and there are even things you can’t learn this way. Things which have to challenge you. Sometimes you even need a crisis.

 

Often times it doesn’t have to be uncomfortable. It might just take you effort and energy to pursue it. To become better you have to do it quite frequently. To become really good at something you have to practice it over and over again. Maybe you have to spend these 10.000 hours on it. Maybe not. However, it will demand much time and energy on a regular basis.

 

Knowing this, it should be obvious to spend a lot of time on this thing you want to become better with. You might even want to do it daily.

 

Right now I want to become better in writing. I really want to improve my language and my writing skills.

 

Therefore, I’m going to post 1 new article each day.

 

For me, that’s a statement. Something that’s going to challenge me a lot. Since it usually takes me some days until I finally finished a blog post. Not that it actually takes me that much time — it does take much time — but it’s not a priority of mine. Sometimes I’m just not in the mood to write, I’m tired, the words aren’t coming or I’m just lazy.

 

Rather than just writing if I want to in this moment I’m going to write anyway even I don’t want to. I’m going to force myself to write more.

 

That’s said, I don’t care how much I write. As long it’s a blog post. Maybe someday I’ll go up to 1000 words per day like Chris Guillebeau does. Right now, I just want to write. Creating a habit. Getting used to writing. Rewire my brain being able to express my thoughts.

 

What am I going to write about? I don’t care either. As long as I write. Two weeks ago I already started a ‘Journal’. A different blog where I can write whatever I want to. What I experience during travel. What I feel and think. Just random stuff. Most of the time I’m going to write my journal. Sometimes it might be just a few sentences. But as long I’m finishing a certain thought I’m good with that. 

 

By the way, I don’t care if I miss a day or even more days. This challenge isn’t supposed to keep me away from making awesome experiences. Moreover, while traveling it’s definitely not easy to stay on track with it. Somedays I might have no internet at all. Anyway, this doesn’t mean I don’t care if I post something or not. Then this challenge wouldn’t make any sense. I’m committing myself to this for at least the next 31 days. We’ll see how this is going to work out.

 

There is even a side effect: Since I always use my own photos for the blog posts I have to take photos on a regular basis. Over the last weeks, I didn’t feel like spending much time on photography. I really want to revive this passion of mine.

 

With challenges, it really comes back to what kind of person you are. For me, this ‘middle way’ is the best. To commit to something without having the feeling it’s going to restrict me. If it’s too strict I just don’t want to do it.

 

Thinking about this, I can’t remember if I ever did some kind of challenge like this. Maybe I did. Usually, I wouldn’t make a big deal out of it. But since I’m writing about it, it’s becoming a big deal to me.

 

Anyway, I’m just following a spontaneous idea here. Haven’t thought it through. Something I usually never do. Something I want to do more. Therefore, I close it here. Before all the questions like ‘What if…?’ or ‘Why…?’ are going to come up.

 

I’d love to encourage you to challenge yourself, too. Something you really want to improve or something where you want to evolve yourself. But since I have no idea if I’m going to complete my challenge I’m waiting with this. No, wait. That’s the whole point in doing a challenge like this. You might fail. You might be not able to complete it. It might get really difficult. No matter what, you try it anyway. No matter what, you learned a lot. You evolved. Therefore, I’m encouraging you to challenge yourself. Try it. Do it. It’s fun — at least when you are motivated and just getting started.

I lost it

Here we go.

 

I’m totally lost.

 

Not sure what to think. What to feel. Just wondering, how the fuck did I get to this point?

 

I’m not complaining. Not even wallow in self-pity. Just stunned. I really tried. That’s all I can say.

 

I went with my girlfriend to Canada. Had to broke up, because it wasn’t working. Even I still wanted it so much. Went back to Berlin. After a short while — with more clearance — I realized I wanted that girl so much. I told her. She felt similar — at least this is what she said. Next, I flying back to her.

It’s day 6. I’m stranded. She told me her feelings changed the moment I was sitting in the plain. She doesn’t know what she wants. There is more. There are fears, broken hearts, feelings, dreams and a bunch of other stuff behind this. I get it. Actually, I guess I don’t do.

 

What can I say? I lost it. I’m somewhere in a Country, where I don’t want to be. No that’s not true. I want to be here. I know what I want. I want her. I want to be here with her — travel with her. I still do. But not like this.

 

Damn, it hurts.

 

It’s just stunning, what can happen when you are following your heart. The most wonderful things. Or really painful and sad things.

 

But this is what life is about. Isn’t it? Love. Struggle. Efforts. Not quite sure, and hopefully not at merely.

 

I have no idea what I’m going to do right now. I guess, getting back up again and live. Try more.

I try to. Just let me whine for a moment.

Die schwerste Entscheidung meines Lebens

ICH BIN ZURÜCK. IN BERLIN.

 

Nachdem ich mich Monate lang auf eine Weltreise eingerichtet habe, komme ich nach gut einem Monat Kanada zurück. So viel zu Weltreise. Warum?

Kurze Antwort: Es ist kompliziert.

Lange Antwort: Es ist verdammt kompliziert. Aber lass mich versuchen, dir einige meiner Beweggründe nahezulegen. Nicht alle. Aber ein paar.

 

ICH WOLLTE ZU VIELE DINGE GLEICHZEITIG

 

Kennst du das, wenn du mehrere Dinge gleichzeitig willst, die sich nicht wirklich vereinbaren lassen?

Von Anfang an stand für mich fest, dass ich meinen Blog und meinen Podcast weiterführen wollte. Einfach weil es mir Spaß macht. Weil ich eine Vision habe. Ich dachte mir: Blogartikel kann ich von überall schreiben. Interviews kann ich auch einfach über Skype machen. Alles was ich mache, ist ortsunabhängig. Dann kann ich auch dabei Reisen und andere Erfahrungen machen. Die Welt sehen.

Verstehe mich nicht falsch, ich will immer noch genau das! Doch ich wollte zu viel gleichzeitig und vor allem zu schnell. Denn so gut die Vorstellung auch ist, von irgendetwas muss man erstmal Leben. Noch verdiene ich einfach kein Geld mit dem, was ich so mache. Da ich keine Fremdfinanzierung erhalte, muss ich entweder von meinem Ersparten leben oder selber arbeiten.

Mir war das natürlich schon vorher bewusst. Ich dachte, es sei kein Problem, x Stunden jeden Tag zu arbeiten und dafür dann eine Unterkunft und Essen zu bekommen. In der restlichen Zeit kann ich dann ja die Dinge tun, die ich tun will. Also an meinen Projekten arbeiten.

Sicherlich habe ich das alles im Vorfeld ein wenig zu idealisiert gesehen. Klar ist es aufwendiger, an eigenen Projekten zu arbeiten, wenn man noch nebenbei arbeitet. Genauso wenn man einen Vollzeitjob hat und dann nebenbei noch an eigenen zeitintensiven Projekten arbeiten will. Und wenn dann noch Kinder dazu kommen…

Das war mir schon bewusst. Doch irgendwie habe ich unterschätzt, welch großen Einfluss die Umgebung darauf hat. Reisen ist schön. Doch in den meisten Fällen ist eine gleichmäßige und kontrollierbare Umgebung besser, um wirklich produktiv zu arbeiten. Das heißt nicht, dass es nicht anders geht und natürlich kann auch gelegentlich das Gegenteil der Fall sein. Mich hat die andere Umgebung zumindest eher daran gehindert, dass zu tun, was ich wollte. Ich musste mich fragen: Warum bin ich eigentlich hier? Was will ich hier?

Wie gesagt, mir gefällt die Vorstellung, ortsunabhängig in den verschiedensten Orten dieser Welt zu arbeiten immer noch. Doch noch stimmen bei mir die Voraussetzungen — Voraussetzungen, die durch meine Ansprüche entstehen — einfach nicht. Solange ich mir nicht geeignete Umstände schaffen kann, kann ich auch nicht meine Projekte wirklich voranbringen. Solange ich immer für jemand anderen arbeiten muss oder nicht an Orten sein kann, an dem es vernünftiges Internet gibt, wird es schwer. Nicht, dass es gar nicht geht. Aber einfach nicht in dem Maße, wie ich es momentan gerne hätte.

Manchmal will ich einfach zu viel auf einmal und zu schnell. Und vor allem ohne wirkliche Kompromisse bei den einzelnen Punkten machen zu wollen.

 

ICH WOLLTE NIE EIN WELTENBUMMLER SEIN

 

Bevor ich nach Kanada geflogen bin, wurde ich mehrfach als Weltenbummler beschrieben. Ich kann das verstehen. Schließlich war ich letztes Jahr 1 Monat auf den Azoren, 1 Monat auf Island und wollte dann für unbestimmte Zeit nach Kanada und sonst wo hin. Doch ich habe mich selber nie als Weltenbummler gefühlt. So bin ich nicht.

Ich habe nicht das innere Verlangen, ständig neue Dinge zu entdecken und die Welt zu bereisen. Nicht, dass ich dies nicht auch schön und erstrebenswert finde. Doch diese Dinge sind es nicht, die mich wirklich erfüllen. Bei anderen Menschen mag dies so sein. Zum Glück sind wir alle unterschiedlich.

 

MIR HABEN GLEICHGESINNTE GEFEHLT

 

Was ich völlig unterschätzt habe, ist die Tatsache, wie wichtig Menschen um einen herum sind, die einen unterstützen. Menschen, mit den man sich austauschen kann. Die genauso ticken, wie man selber. Die einen motivieren. Das richtige Umfeld von Menschen hat so einen riesigen Einfluss auf uns.

Dass ich dies in Kanada nicht wirklich hatte, war größtenteils auch meine Schuld. Denn solche Menschen findet man weltweit. Ich hätte also an andere Orte gehen können, wo sich Menschen aufhalten, die ich suche. Doch wo halten sich diese Menschen meisten auf? Eher in Städten.

Dass alle meine Projekte momentan komplett auf Deutsch sind, erschwert das Ganze nur noch mehr. Nicht, weil ich mich mit anderen nicht auch auf Englisch austauschen könnte. Aber ich möchte auch mit anderen Menschen Projekte zusammen verwirklichen. Ich grenze mich da einfach etwas selber aus.

 

ES WAR EINE FRAU IM SPIEL

 

Wenn Männer von ihrem geraden Weg abweichen, sind meistens weibliche Kurven die Ursache.

— Unbekannter Autor

 

Und das ist auch gut so! Was gibt es für schönere Dinge im Leben als Beziehungen – ob Liebesbeziehung oder freundschaftlich. Wofür loht es sich zu leben, wenn nicht für Liebe?

Doch dies birgt auch Risiken. Ich habe mich so sehr in etwas hineingestürzt, was ich so sehr wollte – so sehr will. Irgendwann gab es jedoch immer mehr Punkte, die ich so nicht wollte. Ich wusste gar nicht mehr, was ich selber eigentlich wirklich wollte und was wollte ich nur, weil ich diese Beziehung wollte.

Dabei meine ich nicht, dass ich nicht auf Reisen gehen wollte. Im Prinzip will ich es immer noch. Aber nur unter bestimmten Bedingungen.

Irgendwie hat es einfach nicht so wirklich geklappt – mit ihr und mir. Dies hat unzählige Ursachen. Und alleine wollte ich einfach nicht Reisen. Dafür hat es mir an dieser Stelle zu wenig gegeben. Zu zweit Reisen konnte ich jedoch nicht mehr.

 

MIR HAT DIE IDEE BESSER GEFALLEN ALS DIE REALITÄT

 

Kennst du das? Du willst etwas so sehr, doch sobald du es bekommst oder erreicht hast, merkst du, dass dir eigentlich nur die Idee gefallen hat? Es ist viel mehr die Idee, in die du dich verliebt hast, als wirklich die Sache an sich. Zumindest geht es mir so.

Sicherlich spielt auch eine Rolle, dass ich — wie wahrscheinlich die meisten Menschen — Dinge will, die ich nicht habe. Doch in diesem Fall war es eher so, dass ich eine romantisierte Vorstellung davon hatte, wie es sein würde.

 

ICH WAR EINFACH NICHT (MEHR) OFFEN FÜR ETWAS ANDERES

 

Ab einem gewissen Punkt musste ich ehrlich zu mir sein. Ich musste mir eingestehen, dass ich keine typische Weltreise wollte. Ich wollte arbeiten und nebenbei reisen. 

Ja klar habe ich die Natur genossen. Sie fehlt mir. Ich wollte Neues sehen und andere Erfahrungen machen. Meine Horizonte erweitern. Aber irgendwie war ich nicht wirklich offen dafür. Ich wollte das nebenbei. Aber auch nicht wirklich.

Ich bin nicht mit der Intention losgezogen, um mich zu verlieren und mich zu finden. Letztendlich weiß ich, was ich momentan tun möchte. Und bis ich diesen Punkt erreicht hatte, hat es wirklich sehr lange gedauert.

Irgendwie hat es einfach zeitlich nicht ganz gepasst. Und ich merke, wie ich anfange herumzueiern. Denn mir ist bewusst, dass es eine Chance war, mich zu entwickeln. Meine Komfortzone zu verlassen und zu wachsen. Ich habe mich dagegen entschieden. Ich habe mich für etwas anderes entschieden. Weil es sich richtig angefühlt hat. Und das ist, was zählt. Oder?

Ach ja. Mein Haare. Ich habe mir meine Haare abrasiert. Irgendwann konnte ich mich mit ihnen einfach nicht mehr identifizieren. Es hat sich für mich nicht mehr richtig angefühlt. Außerdem sind kurze Haare so unglaublich viel unkomplizierter. Alleine die Überlegung, ob ich beim Duschen meine Haare nass mache oder nicht, ist für mich eine Einschränkung, die ich momentan nicht in meinem Leben will. Außerdem ist das Gefühl von so kurzen Haaren einfach toll.

(K)ein Jahresrückblick

2017.

 

Wieder ein Jahr rum.

Wieder ein einmal so schnell.

Dabei meine ich es nicht, wie man es so oft zu hören bekommt: “Die Zeit vergeht so verdammt schnell!” Gar nicht. Dieses … ähm letztes Jahr ist einfach so verdammt viel passiert.

 

Ich weiß noch genau, wie ich mich im Anfang März mit meiner Schwester auf den Weg zum Flughafen gemacht habe. Jeweils mit einem großen Wanderrucksack bepackt, haben wir uns für einen Monat auf die Azoren aufgemacht. Die erste Reise überhaupt mit meiner Schwester alleine. Die längste Zeit, die ich jemals unterwegs war.

 

Vor allem habe ich eins bei dieser Reise gelernt: Du weißt niemals, wie sich etwas entwickelt und wie etwas ist, bevor du es tust. Selbst deine Meinung, Einstellung und du selber verändern sich in Maßen, die du vorher nur schlecht vorhersehen kannst.

 

Anfang Mai habe ich dann dieses kleine Projekt hier – meinen Blog – gestartet.

 

Bin ich gerade dabei, einen mini Jahresrückblick zu schreiben? Schaut so aus. Ich dachte mir, ich nehme einen kleinen Fleck meiner Seite – Simons Welt – nur für mich und schreibe dort meine Gedanken auf. Was mich bewegt, durch den Kopf geht und ich gerade so mache. Whatever.

 

Anfang Mai ging mein Blog, meine Website online. Seitdem habe ich mehr oder weniger regelmäßig Blogartikel veröffentlicht. Doch so wirklich eine Gestalt – was das alles hier genau ist – hat es noch nicht. Genau wie ich bin ich momentan kontinuierlich im Wandel. Ständig dabei sich zu verändern und herauszufinden, wer ich eigentlich sein will. Was ich machen will.

 

Nicht ganz unschuldig dabei ist sicherlich auch meine Freundin Jasmin, die ich Anfang Mai kennengelernt habe. So stellt einen jede Beziehung immer wieder vor Herausforderungen und gibt einem die Chance – sofern man sich darauf einlässt -, selber zu wachsen und sich zu verändern.

 

Mit Jasmin ging es dann im August auch gleich für einen Monat nach Island. Wieder mit dem Zelt und ohne genauen Plan, was wir unternehmen. Wieder – nicht wirklich verwunderlich – hat die Reise so viel mit mir getan. Mir so viel gegeben.

 

Da fällt mir ein, im Januar war ich ja auch noch mit einem Freund in Venedig. Und meinen Podcast habe ich ja auch noch – relativ spontan – vor 2 Wochen begonnen. Aber ich will gar nicht mehr so viel über das vergangene Jahr – 2016 – nachdenken.

Viel mehr steht ein neues Jahr – 2017 – an. Und auch wenn es letztendlich nichts anderes ist, als eine andere Ziffer ganz am Ende des Datums. Nichts weiter als nur ein weiterer Wechsel von einem Tag zum nächsten. So wie an den restlichen 364 Tage. Und doch ist es ein guter Anlass kurz innezuhalten. Alles in sich aufzunehmen. Vieles abzugeben. Im alten Jahr zu lassen. Und voller Kraft und Freude ins neue Jahr zu starten.

 

Aber erst mal gehts um die wichtigen Dinge: Ich habe Hunger.

Ach ja. Frohes Neues!

MEIN 1. BLOGPOST

Endlich ist es so weit: Mein erster Blogeintrag. Und schon überkommen mich die ersten Zweifel, ob ich weiß, worauf ich mich hier einlasse. Bin ich bereit und fähig, regelmäßig neue Inhalte zu erstellen?! Wir werden sehen.

 

Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt.KONFUZIUS

 

Doch warum fange ich überhaupt an, einen Blog zu schreiben? Ich habe nie Blogs von anderen Leuten gelesen und Schreiben ist auch nicht mein geheimes Hobby, mit dem ich mich jeden Abend im Halbdunkeln verwirkliche. Ich war noch nie jemand, der wirklich gerne geschrieben hat. In der Schule habe ich mich immer kurz und knapp gehalten. Das hatte den Vorteil, dass ich nie lange gebraucht habe, um alle Wörter zu zählen. Selbst Lesen war nie wirklich eine Leidenschaft von mir. Eher Mittel zum Zweck, um an Informationen zu kommen. Und in der Uni hat sich das auch nicht geändert.

 

Und doch sitze ich jetzt hier und schreibe…

 

Schon seit längerem beschäftigt mich der Gedanke, etwas Eigenes zu kreieren. Etwas, über dessen Inhalt ich komplett selber bestimmen kann. Selbstverständlich soll es dabei nicht um irgendetwas gehen, sondern um etwas, für das ich brenne und mich täglich neu begeistern kann. Jeder, der mich ein bisschen kennt, wird kein bisschen überrascht sein, dass ich über Themen der Gesundheit schreiben möchte. Zu sehr sind die Themen Bestandteil meines Lebens. Zu oft erlebe ich, das Menschen damit auf dem Kriegsfuß stehen. Zu oft erzählen mir Menschen, was sie gerne alles ändern wollen, ohne es in die Tat umzusetzen. Zu oft ertappe ich mich bei dem Gedanken, dass ich eigentlich viel mehr über die verschiedensten Themen wissen möchte.

 

Denn dieser Blog — und alles, was daraus entstehen wird — ist vor allem für mich. Ich will mehr lernen. Ich will gesünder leben. Ich will leistungsfähiger werden. Ich will aber auch helfen und geben, mein Wissen teilen und andere an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

 

Es ist ein komisches Gefühl. Ich habe mich nun schon viele Jahre mit den Themen rund um Gesundheit und Leistungsfähigkeit auseinander gesetzt, habe viele Trainer-Lizenzen erworben und habe Gesundheitsmanagement studiert. Trotzdem fühlt es sich so an, als würde meine Reise erst beginnen. Es ist ein schönes und aufregendes Gefühl. Ich bin bereit, mein Leben zu verändern. Und du?

 

Bevor ich thematisch einsteige, möchte ich noch kurz erläutern, wie ich mir das Ganze hier so vorstelle. Und nein, ich bin noch nicht so weit, dass ich nicht mehr weiß, was ich schreiben soll und mir deswegen einfach irgendetwas zusammenreimen muss.

 

Da ich keinerlei Erfahrung mit Blogs habe, kann ich jetzt schon versprechen, dass sich anfangs einiges verändern wird.

 

Mir ist bewusst, dass es schon unzählige Seiten zum Thema Gesundheit und Co. gibt. Eine Seite mehr ist dabei nicht unbedingt hilfreich. Das nötige Wissen ist schon da draußen! Und trotzdem ist der allgemeine Gesundheitszustand alles andere als zufriedenstellend. Ich denke, dass ich teilweise eine neue Sichtweise auf die Themen geben kann. Ansonsten bin ich nur eine Stimme mehr, die dafür appelliert, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Und wenn nur eine einzige Person ihr Verhalten durch mich verändert, hat es sich gelohnt.

 

Mein Ziel ist es, einen möglichst großen Mehrwert zu schaffen. Mir geht es nicht darum, möglichst viele Posts zu schreiben. Lieber deutlich weniger (das heißt nicht unbedingt längere) und dafür umso hilfreicher. Insgesamt will ich eine gute Mischung aus Theorie und praktische Tipps für die Umsetzung liefern.

 

Konstruktives Feedback ist immer gerne gesehen! Ich bestimmte zwar was und wie ich es schreibe, aber ich möchte mich mit euch (meine noch nicht existierende Leserschaft) austauschen und weiterentwickeln. Also sagt mir, was ihr gut findet und was ihr wie anders machen würdet. Und vor allem stellt Fragen!