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Eine 60+-Stunden-Woche ist nicht gesund. Bis du selber so viel arbeitest.

Ich habe mich immer gewundert, warum Menschen so viel arbeiten. Einige davon haben ambitionierte Ziele. Einige mögen ihre Arbeit so sehr, dass es ihnen gar nicht als Arbeit vorkommt. Andere wissen wahrscheinlich einfach nichts besseres mit ihrer Zeit anzufangen.

 

Viel Arbeit schön und gut. Doch 60 Stunden und mehr pro Woche? Wo bleibt da der Ausgleich? Meistens auf der Strecke.

 

Ich verstehe, wieso es Menschen gibt, so viel arbeiten. Die Motive sind vielfältig. Doch irgendwie konnte ich mir nie vorstellen, selber so viel zu arbeiten. Schließlich gibt es zu viele andere schöne Dinge im Leben.

 

Bis jetzt. Diese Woche habe ich wohl über 70 Stunden gearbeitet. 8 Stunden schlafen. Morgens 30 min für mich. Zwischendurch mal etwas essen. Kurz raus, Sonne und frische Luft genießen. Wenn es gut lief auch noch ein wenig Sport. Die restliche Zeit arbeiten. Dann ab ins Bett.

 

Für mich ist dies definitiv kein Dauerzustand. Für gesund halte ich es definitiv nicht. Mir fehlt in vielen Punkten der Ausgleich. Einiges bleibt auf der Strecke. Und doch mache ich es freiwillig. Ich stehe morgens mit einem Lächeln auf und freue mich weiter an meinem Projekt arbeiten zu können.

 

Momentan lebe ich dieses Projekt. Viel mehr gibt es nicht. Woran ich arbeite? Perspektive Gesundheit wird ausgebaut. Wir schaffen eine Möglichkeit, um Menschen auch wirklich nachhaltig zu unterstützen: Die Akademie Perspektive Gesundheit.

 

Es ist definitiv eine neue Erfahrung für mich, so viel zu arbeiten. Und wieder mal kann ich selber erfahren, wie groß der Unterschied ist, mit welcher Einstellung wir etwas machen. Unser Mindset macht meistens den Unterschied.

 

Im Prinzip war dies immer ein Ziel von mir. Arbeit sollte sich nicht wie Arbeit anfühlen. Wenn ich darüber nachdenke, kann ich sagen: Ich habe mein Ziel erreicht. All das würde ich auch machen, wenn ich kein Geld dafür bekommen würde.

 

Ich glaube an Perspektive Gesundheit. Das Netzwerk. Ich glaube daran, dass wir etwas verändern können. So viele Menschen unterstützen können. Unterstützen können ein gesünderes, selbstbestimmteres und glücklicheres Leben zu führen.

 

Jeden Tag gehen wir einen kleinen Schritt weiter in diese Richtung.

Nicht gegen die Krankheit. Mit der Krankheit.

Die letzten Tage habe ich mich mühevoll von Bett zur Couch geschleppt. Viel mehr war kaum möglich.

Nach langer Zeit hat es mich mal wieder erwischt. Fieber. Schüttelfrost. Alles, was so richtig Spaß macht. Ja, auch Gesundheitscoaches werden selber krank.

Oft darf ich mir dann anhören: ‘Da machst du schon deinen Gesundheitskram und wirst trotzdem krank. Bringt’s halt doch nicht.’ Oder: ‘Da siehste mal, wohin das ganze Grünzeug so führt’.

Natürlich ist es ein willkommenes Fressen. Und das ist auch völlig in Ordnung so. Ja auch ich und andere ‘Gesundheitsjunkies’ werden krank. Doch ist das wirklich negativ?

Von Rüdiger können wir lernen. Krankheit als Symbol. Als Weg. Als Chance. Als Sprache. Also Krankheit definitiv nicht nur als etwas Negatives. Wir sollten nur versuchen uns der Bedeutung bewusst zu werden.

Auch wenn es sicherlich erstrebenswert sein mag, nie krank zu werden. Also dem Auftreten präventiv entgegenzuwirken. So sollte es wohl nicht das Ziel sein, nie krank zu sein. Auch wenn das auf den ersten Blick gleich erscheinen mag, so ist es das nicht.

Was ich damit meine: Sobald die ersten Zeichen eines Infekts o.ä. auftreten, versuchen wir die Symptome sofort zu bekämpfen. Bloß nicht krank sein. Doch ist das wirklich die richtige Strategie? 

Unterdrücken wir den Erreger, die Krankheit damit nicht nur? Provozieren wir damit wohlmöglich chronische Erkrankungen? Bekämpfen wir wirklich nur die Krankheit? Geht es überhaupt darum, die Krankheit zu bekämpfen? Ist die Krankheit vielleicht einfach ein Zeichen für ein Ungleichgewicht, für eine Störung?

Natürlich will keiner krank sein. Ich doch auch nicht. Doch vielleicht sollten wir unsere Meinung, unseren Umgang bezüglich Krankheit ein wenig überdenken?

Ich zumindest bin ruhig ab und zu mal krank. Liege flach. Lasse mein Immunsystem mal wieder richtig arbeiten. Sich anpassen. Das ist mir jedenfalls lieber, als alles sofort bekämpfen zu wollen. Aber darin nicht wir Menschen ja besonders gut.

Bist du dir bewusst, was dir wirklich wichtig ist?

Momentan bin ich dabei für Perspektive Gesundheit und ein anderes Projekt Wege für eine bessere Orientierung zu schaffen. So kann man dann je nach eigener Zielsetzung schneller für sich relevante Inhalte ausmachen.

 

Es wird wohl 3 Lifestyle-Pfade geben: Vitalität, Leistung und Transformation. Je nachdem welcher dieser Wege momentan bei einem vorherrscht, sind verschiedene Themen vorrangig wichtig.

 

Bei der Zusammenstellung kam ich natürlich nicht umher, mich selber zu fragen, welcher Weg bei mir denn vorrangig sei.

 

Weiterentwicklung, Wandlung, Transformation sind immer Themen bei mir. Doch momentan definitiv nicht bestimmend. Dafür haben diese Themen momentan zu wenig Bedeutung bei mir. Dafür räume ich ihnen zu wenig Zeit ein.

 

Es ist naheliegend, dass Gesundheit, Lebenskraft, Lebensfreude, ja Vitalität ein großes Thema für mich ist. Ist es auch definitiv. Doch irgendwie habe ich immer das Bild von mir gehabt, dass ich auch im Bereich Leistung sehr aktiv bin. Ich möchte fit, stark, leistungsfähig sein.

 

Wenn ich mich nun aber wirklich Frage, ob ich den Weg der Leistung gehe — vor allem gehen möchte —, muss ich mir eingestehen, dass dem nicht so ist. Leistung steht für mich definitiv nicht im Vordergrund.

 

Auch wenn mir das davor schon irgendwie bewusst war, war es trotzdem eine besondere Erkenntnis. Als wäre mir der Fakt zwar bewusst gewesen, jedoch völlig zusammenhangslos. Völlig losgelöst vom Rest. Ohne große Auswirkungen auf mein Verhalten.

 

Natürlich möchte ich mich weiterhin fit halten. Doch irgendwie kann ich jetzt alles lockerer sehen. Mir muss es jetzt nicht mehr darum gehen, Fortschritte zu machen. Besser werden zu wollen. Stattdessen kann ich mich voll und ganz auf den Prozess konzentrieren.

 

Einfach auf das Training. Nicht damit ich besser werde. Sondern damit es mir besser geht. Jetzt und zukünftig.

 

Das mag sich fast banal anhören. Doch für mich ist es das nicht. Für mich ist es Erleichterung. Weniger Druck (wobei Druck ja erst mal nichts Negatives ist). Für mich bedeutet es, mir wieder einmal mehr bewusst zu sein, was mir momentan wichtig ist. Wo meine Prioritäten liegen. Etwas, was wir alle immer wieder herausfinden sollten.

Stimmt dein Schlaf, stimmt schon mal verdammt viel in deinem Leben.

Seit einigen Monaten versuche ich nun meinen Schlaf zu optimieren. Mehr zu einem natürlichen Schlafrhythmus zu kommen. Ein großer Schritt war auch meinen Wecker zu verzichten. Wann immer es geht, von alleine aufzuwachen.

 

Vor ein paar Tagen dann meinte ich doch wieder mit Wecker aufstehen zu wollen. Lieber wieder früher. Einfach mehr Zeit am frühen Morgen zu haben.

 

Ich habe meine Meinung wieder geändert. Gestern habe ich bei der Recherche für einen Artikel wieder mehr über Schlaf gelesen. Wie bedeutend er für uns ist.

 

Wir lernen erst wirklich im Schlaf. Bauen Abfallprodukte von Stoffwechselprozessen ab. Regenerieren uns. Bekämpfen Entzündungen. Um es auf den Punkt zu bringen: Schlaf ist für uns überlebenswichtig. Ohne würden wir früher oder später sterben.

 

Es war also keine wirklich schwere Entscheidung. Produktivität oder Gesundheit? Letzte Nacht also wieder ohne Wecker. Um 7:29 bin ich aufgewacht. Nach ca. 8,5 Stunden Schlaf. Anscheinend brauche ich momentan so viel. Morgen vielleicht weniger. Oder auch mehr.

Bin ich bescheiden?

Ich rede nicht viel über meine Resultate oder sogar was ich alles so mache. Doch woran liegt das? Bin ich nicht stolz auf das, was ich tue? Warum teile ich so wenig, was ich getan habe und tue?

 

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Es ist jedoch interessant zu beobachten. Vielleicht denke ich innerlich, dass ich es immer noch viel besser machen könnte. Dass es nicht erzählenswert sei. Es nicht gut genug sei. Vielleicht bin ich mit meinen Ergebnissen selber nicht zufrieden. Bin ich zu selbstkritisch?

 

Denn eigentlich weiß ich, dass ich vieles sehr gut mache. Ich gebe mir Mühe. Investiere viel Zeit und Energie in meine Taten. Bekomme gutes Feedback. Sehe, dass ich Menschen unterstütze.

 

Vielleicht bin ich auch einfach nur zurückhalten. Möchte nicht mit meinen Taten posaunen. Wer sich dafür interessiert, kann sie sich selber anschauen. Gut verpacken tue ich jedenfalls nicht viel. Ja verkaufen tu ich mich wohl eher schlecht. Doch das ist in Ordnung.

 

Doch ist es das? Enthalte ich vielen Menschen nicht einiges vor? Schließlich könnte es ihnen weiterhelfen. So zum Beispiel mein Buch: ‘Gesund in der Komfortzone – 50 Gewohnheiten für ein außergewöhnliches Leben’. So wirklich dafür geworben habe ich nicht. Auch wenn ich denke, dass es viele Menschen weiterbringen würde. Ich bin überzeugt, dass es vielen eine Unterstützung sein würde.

 

Was fange ich nun mit der Erkenntnis an? Ich sollte tief in mich gehen. Schauen, was mich davon abhält, mich zu ‘verkaufen’. Warum ich nicht so gerne über meine Projekte spreche. Es einfach mehr tun. Von mir auch mehr darüber sprechen. Keinem etwas aufschwatzen wollen. Stattdessen erzählen, was mich begeistert.

 

So oft halten uns verschiedene Dinge davon ab, etwas zu tun. Meistens läuft es unbewusst ab. Wir können erkunden, was dahinter liegt. Warum wir so agieren. Wir können aber auch einfach bewusst ins Handeln kommen. Nicht wissen warum. Nicht zu viel überlegen. Einfach tun. Beides in Verbindung ist wohl eine gute Strategie.

2 Monate ohne Wecker leben

Kannst du dir eine Welt ohne Wecker vorstellen? Eine Welt, in der du jeden Morgen nicht unsanft geweckt wirst, sondern einfach von alleine aufwachst? Eine Welt, in der du so lange schläfst, wie dein Körper gerade schlafen will — vielleicht sogar muss?

 

Genau das habe ich getan. Über 2 Monate habe ich meinen Wecker nicht mehr benutzt. Dabei habe ich schon einen Lichtwecker. Was sind meine Erfahrungen? Eigentlich unglaublich Gute! Es ist natürlich ein Luxus, sich nicht den Wecker stellen zu müssen.

 

Doch ich war neugierig, wie ich mich langfristig fühlen würde. Nicht nur mal am Wochenende länger zu schlafen, sondern einfach immer so lange ich möchte. Ich denke, das Ganze funktioniert nur gut, wenn man schon einen guten Schlafrhythmus hat. Schläft man chronisch zu wenig oder hat mit dem typischen Wochenend-Jetlag zu kämpfen, braucht es sicherlich eine längere Umstellungsphase. Der Körper holt sich endlich seine Regeneration.

 

Eigentlich bin ich immer zwischen gegen 8:00 aufgewacht. Im Winter kein Wunder. Da ist es meist noch Dunkel. Insgesamt habe ich oft über 9 Stunden geschlafen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, auch so viel zu brauchen. Mich würde es natürlich brennend interessieren, wie es im Sommer aussieht. Sicherlich würde ich insgesamt weniger und auch nicht so lange schlafen. Das scheint mir nur natürlich.

 

Gibt es etwas zu beachten, wenn du es auch mal probieren willst? Probier es einfach aus. Mach deine eigenen Erfahrungen. Ich rate dir, fang schon vorher an, einen regelmäßigen Schlafrhythmus zu bekommen.

 

Ich meinerseits werde nun wieder versuchen mit Wecker aufzustehen. Werde wieder früher aufstehen. Dafür nutze ich die für mich so wertvollen Stunden am Morgen zu gerne. Für den ein oder anderen mag dies eventuell verrückt klingen, freiwillig so früh aufzustehen. Jeder wie er es mag. Sicherlich ist es auch viel Gewohnheit.

 

Doch auch das ist wieder nur ein Test. Mal sehen, wie es mir damit so geht. Merke ich, dass es sich körperlich doch nicht so gut anfühlt. Er mir signalisiert, doch länger zu schlafen. Werde ich auf ihn hören. Im Sommer — wenn es wieder früh hell wird — ergibt sich das dann schon von alleine. Mal sehen, wie es bis dahin ist.

Wieder Mal kurz gefastet

Wenn wir über Gesundheit sprechen, geht oft darum, was wir alles tun. Was wir tun können. Was wir tun sollten. Doch genauso ist es wichtig, was wir nicht tun. Zum Beispiel zu fasten.

 

Nach meinem letzten kurzen Fastenversuch hatte ich mir vorgenommen, regelmäßig kurze Fastenintervalle einzulegen. 1 Mal im Monat 3 Tage. Das ist nicht zu lange, um den Körper irgendwie stark zu belastet. Trotzdem kann ich von einigen positiven Effekten profitieren. Zusätzlich zum täglichen intermittierendem Fasten natürlich.

 

Nach meiner letzten Erfahrung wollte ich unbedingt Saftfasten ausprobieren. Ich dachte mir, dass ich durch die täglichen Nährstoffe gefühlt deutlich mehr Energie haben müsste. Gedacht, getan. Und in der Tat war es auch so.

 

Eigentlich ist es ja nicht unbedingt Sinn der Sache zu schauen, wie man möglichst viel Energie beim Fasten hat. Schließlich soll man ja nicht einfach so weiter machen. Fasten auch mit einem Rückzug — einer Besinnung — zu verbinden, ist mehr als sinnvoll.

 

Ich muss gestehen, dass ich dies nur bedingt getan habe. Momentan bin ich in einer Phase meines Lebens, in der ich recht viel an mir und meinen Projekten arbeite. Ich in meiner Arbeit aufgehe. Da fällt es mir sehr schwer, mich für einige Tage komplett rauszunehmen. Damit lasse ich mir ein großes Potenzial des Fastens entgehen.

 

Dies habe ich auch gemerkt. Dies mag auch mit der Grund sein, warum ich diesmal nach dem 2. Tag beschlossen habe, frühzeitig das Fasten zu beenden. Also waren es doch nur 2 statt 3 Tage Fastenzeit.

 

Ich habe einfach gefühlt, dass ich mich nicht voll drauf einlassen kann. Ich vor allem am nächsten Tag wieder viel machen möchte. Also warum unbedingt am Vorhaben so starr festhalten. Ob 2 oder 3 Tage macht wahrscheinlich nicht den riesigen Unterschied. Vor allem war es auch keine Fastenkur oder Ähnliches.

 

Auf jeden Fall habe ich wieder einiges gelernt. Und es wird auf jeden fall ein nächstes Mal geben. Vor allem das Saftfasten hat mir sehr gut gefallen. Jeden Tag etwas frischen, selbst gepressten Saft — 250 – 400 ml — zu trinken, hat für mich einen großen Unterschied gemacht. Am besten möglichst viel Gemüse und nur einen kleinen Obstanteil.

 

Ich bin also wieder eine Erfahrung reicher. Nächstes Mal werde ich mich mental etwas besser darauf einstellen. Schließlich sind 3 Tage wirklich nicht viel. Und 3 Tage Besinnung, Regeneration, Reinigung im Monat schadet sicherlich niemandem.

Dieser Mensch …

Da ist dieses kleine Geheimnis, welches ich für mich behalten habe. Etwas, was in letzter Zeit unglaublich mein Leben beeinflusst hat. OK, ich habe es nicht verheimlicht, jedoch habe ich auch nichts darüber geschrieben.

 

Ein unglaublich toller Mensch ist in mein Leben getreten.

 

Kennst du das Gefühl? Du siehst jemanden zum ersten Mal. Sofort fühlst du dich zu der Person hingezogen. Dir wird ganz warm. Dieses Gefühl im Bauch zeigt auf. Manche sprechen von Schmetterlingen im Bauch. Du weißt gar nicht, was du sagen willst. Eigentlich willst du nur neben dieser Person stehen. Sie anschauen. Es ist wie Liebe auf den ersten Bli… So war es zumindest nicht.

 

Wie es stattdessen war? Das erzähle ich vielleicht ein anderes Mal. Doch nach fast 2 Monaten kann ich sagen, dass ich sie so unglaublich wertschätze. Sie als die Person liebe, die sie ist. Sie genau so annehme. Sie unterstützen möchte. Mich bei ihr wohlfühle.

 

Es ist verrückt, wie sehr uns unsere Beziehungen zu anderen Menschen prägen. Wobei eigentlich gar nicht. Und trotzdem hat es einen so riesigen Einfluss auf uns als Mensch. Wer wir sind. Wie wir uns entwickeln. Wie wir uns fühlen, wird so stark beeinflusst, mit wem wir zusammen sein. Zeit verbringen.

 

Ich wünsche mir, dass wir alle viele Menschen in unserem Leben haben, die uns guttun. Die uns aufbauen. Die unsere Entwicklung fördern. Die uns unterstützen. Die uns so lieben, wie wir sind. Denn das haben wir verdient. Jeder von uns. Das Gute dabei ist, wir haben Einfluss darauf. Einfluss, mit wem wir zusammen sind und viel wichtiger, wie wir durchs Leben gehen und mit unseren Mitmenschen umgehen.

Endlich ohne Wecker aufstehen

I love sleep. My life has the tendency to fall apart when I’m awake, you know?

— Ernest Hemingway

 

Ich habe dieses Experiment gestartet. Etwas, was ich schon immer mal tun wollte. Vor allem in der Schule habe ich mich immer mal wieder gefragt, wie es wohl wäre. Wie wäre es, einfach mal nie einen Wecker zu stellen.

 

Das ist nun über 2 Monate her. Über 2 Monate wurde ich von keinem Wecker geweckt. Bin ganz von alleine aufgewacht. Naja zumindest gelegentlich.

 

Ich denke, es Bedarf absolut keiner Erklärung, warum man so etwas mal versuchen möchte. Lass mich dir gleich eine Illusion nehmen: Ich habe nicht bis sonst wann ausgeschlafen. Meistens bin ich zwischen 7:00 und 8:00 aufgewacht. Lediglich 2 mal habe ich etwas länger geschlafen. Logischerweise an Tagen, an denen ich zuvor später in Bett gegangen bin.

 

Doch das soll nicht heißen, dass ich nicht viel geschlafen hätte. Ganz im Gegenteil. Meistens habe ich die 9 Stunden locker geschafft. Anfangs dachte ich noch, dass sich das mit der Zeit gibt. Das ich wohl etwas nachzuholen hätte.

 

Inzwischen glaube ich nicht mehr so richtig daran. Wahrscheinlich im Sommer wieder. Wenn die Tage länger werden und die Nächte kürzer. Ist es nicht sowie viel natürlicher im Winter — wenn es kalt und ungemütlich ist — deutlich länger zu schlafen. Im Sommer dann halt wieder weniger.

 

Ich muss sagen, es hat sich gut angefühlt. Ich habe mich gut gefühlt. Anscheinend brauche ich zu dieser Jahreszeit wohl wirklich mehr Schlaf. Den will ich mir gerne gönnen — soweit es halt geht. Interessanterweise bin ich jedoch immer zu einer ähnlichen Zeit aufgewacht. Ob ich nun gegen 22:00 oder 23:00 ins Bett gegangen bin, hat irgendwie keinen großen Unterschied gemacht. Anscheinend bin ich wohl einfach doch kein Frühaufsteher — ja auch das liegt im Auge des Betrachters.

 

Aber kein Selbsttest ohne Gegentest. Nun also wieder mal mit Wecker. Gerne dann auch früher. Ich bin gespannt, wie ich mich dann fühle. Ob ich überhaupt einen Unterschied spüre? Doch was wenn nicht? Gibt es dann keinen Unterschied oder kann ich nur keinen wahrnehmen? Denn auch eine schlechte Schlafqualität soll wohl erstmal nicht unbedingt spürbar sein. Sich indirekt jedoch schon bemerkbar machen.

 

Also jeden Morgen erstmal schnell ein paar Rechenaufgaben. Oder Sudoku. Oder lieber nicht. Schließlich will ich nicht zu weit treiben. Wobei ein Schlaftracker wohl auch nicht schlecht wäre … Naja letztendlich ist es ja nur Schlaf, richtig?

 

Für mich zumindest nicht. Denn das habe ich auf jeden Fall in den letzten Monaten gemerkt: Ich liebe Schlafen. Nicht unbedingt, weil ich es liebe zu schlafen. Viel mehr, weil ich mir dessen Bedeutung bewusst bin. Über die unglaublich wichtige Bedeutung, die unser Schlaf für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden hat. Ich hoffe bei dir auch.

Jetzt also doch wieder: Journaling

Damals — OK, vor ein paar Monaten — als ich ein Journal gestartet habe, ging es mir vor allem darum, mir einen Platz zu schaffen, in dem ich meine Gedanken frei laufen lassen kann. Es war, als ich das 2. Mal nach Kanada gegangen bin. Im Journal wollte ich Erlebtes, Erfahrung und Gedanken ‘einfangen’. Aufschreiben, was in und mit mir passiert.

 

Genau das möchte ich jetzt wieder aufnehmen. Ich habe ja immer wieder einfach Gedanken niedergeschrieben. Doch etwas aus meinem Leben kam dabei nicht so wirklich vor. Ich sehe das Ganze hier auch weder als Tagebuch noch als Blog oder sonst etwas. Belassen wir es einfach dabei, nicht zu definieren, was es genau ist.

 

Ich schreibe, worüber ich schreibe oder eben auch nicht.

 

Seine Gedanken einfach mal nieder zu schreiben. Ohne groß darauf zu achten, ob sie Sinn ergeben oder nicht. Ohne sich ständig zu fragen, ob es gut ist oder nicht. Kann sehr befreiend sein. Vor allem, wenn man einfach mal die Rechtschreibung nicht ganz so ernst nimmt.

 

Was ich aber meine: Seine Gedanken aufzuschreiben, hilft einem bei der Reflexion. Sich zu ordnen. Dinge besser zu verarbeiten. Viele teils sehr erfolgreiche Menschen integrieren Journaling in ihre tägliche Routine. In welcher Form genau kann jeder für sich selber ausprobieren.

 

Es gibt jedoch noch einen weiteren großen Grund, warum ich dieses Journal regelmäßiger führen möchte. Ich schreibe. Ganz simple. Wenn wir in etwas besser werden wollen, sollten wir es deutlich mehr tun. Wer regelmäßig, viel schreibt, wird sehr wahrscheinlich mit der Zeit besser.

 

Sicherlich gibt es noch einige andere Dinge, die einem helfen mögen, besser zu schreiben. Doch alleine dadurch, dass man sich angewöhnt, einfach zu schreiben — nicht ständig überlegt, was und wie, sondern es einfach tut —, fällt es einem insgesamt leichter. Die typische Schreibblockade wird immer unwahrscheinlicher.

 

Lustigerweise gehen einem ja nicht die Worte aus. Wer mehr schreibt, mehr sagt, der hat auch mehr zu sagen. Zumindest geht es mir so.

 

Ich sehe das Ganze hier mal wieder als kleines Experiment. Ohne genaues Ziel. Ohne genauen Weg. Einfach mal frei von Regeln und Zwängen. Einfach mal nur sein.

 

Naja und halt schreiben.

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