Das perfekte Ich

Es ist verrückt, wie wir stets versuchen, ein bestimmtes Bild von uns selbst aufrechtzuerhalten. Ein Bild von uns ohne Fehler. Ohne Ängste. Zweifel. Rückschläge. Doch wir wissen selbst, dass wir so nicht sind. Und das ist völlig in Ordnung.

Auch wenn wir uns unsere Fehler und „schlechte“ Seiten eingestehen, so wünschen wir uns meistens trotzdem diese nicht zu haben. Wir versuchen weiterhin dieses Idealbild aufrechtzuerhalten. Dabei merken wir nicht, wen wir damit am meisten zu täuschen versuchen. Uns selbst. Auch wenn uns das nie wirklich gelingen mag, so halten wir an diesem oberflächlichen Bild fest.

Die Folge: Wir werden diesem Bild nicht gerecht. Wir vergleichen unser Wunschbild ständig mit unserem Selbstbild. Fokussieren uns darauf, wie wir nicht sind. Denn wir sind nicht ohne Fehler. Setzen nicht alles perfekt um. Gefallen nicht immer jedem. So fühlen wir uns schnell „nicht genug“ oder sogar „falsch“. Ein sicherer Weg zum Unglücklichsein.

Der Ausweg? Zu leben, wie wir wirklich sind. Nicht versuchen ein Bild aufrechtzuerhalten. Fehler machen. Vor allem: sich Fehler auch eingestehen. Authentisch sein. Menschlich sein. Und überhaupt: sein.