Was bringen dir die Erkenntnisse aus der Ernährungslehre?

Was bringen dir die Erkenntnisse aus der Ernährungslehre?

Ernährung bzw. Ernährungslehre ist ein wichtiges und gleichzeitig viel umstrittenes Thema. Dabei kann es eigentlich so einfach sein.

Worum geht es bei der Ernährungslehre?

Unter Ernährungslehre versteht man laut Duden, die „Lehre von der physiologisch richtigen Ernährung“. Doch was bedeutet „physiologisch richtig”? Richtig wofür? Grundsätzlich geht es um den Zusammenhang zwischen Nahrung und Gesundheit.

Die Ernährungslehre entwickelte sich ursprünglich aus dem medizinischen Interesse heraus, die Entstehung von Krankheiten durch Mangelernährung besser zu verstehen. Dabei bedeutet Mangelernährung die Differenz zwischen der Nährstoffaufnahme und dem Nährstoffbedarf. Zusammenhänge zwischen der Ernährung und der Entwicklung von Krankheit sind allgemein nur schwer nachzuweisen. Das gilt insbesondere für komplexere und chronische Krankheiten wie Herzkrankheiten, Diabetes und Osteoporose. Je nachdem was man unter Gesundheit versteht, spielt die Ernährung jedoch eine Schlüsselrolle bei der Gesundheitsförderung.

Warum essen wir?

Bevor man sich intensiv mit der Ernährungslehre beschäftigt, lohnt es sich immer wieder fragen: Warum. Wozu gibt es eigentlich eine Ernährungslehre? Was ist Sinn und Zweck des Ganzen? Letztendlich geht es vor allem darum, dass wir Erkenntnisse erlangen und diese im Alltag umsetzen können.

Doch um Empfehlungen und Schlussfolgerungen für die Umsetzung zu machen, sollten wir uns zuvor Gedanken über die Funktion von Ernährung machen, also warum wir überhaupt essen. Wenn wir diese Überlegungen im Hinterkopf behalten, können wir vielleicht noch bessere Aussagen über physiologisch richtig Ernährung treffen. Lass uns damit beginnen, was wir allgemein unter Ernährung verstehen: Die Zufuhr von festen und flüssigen Lebensmitteln. Neben der Sauerstoffaufnahme sind Essen und Trinken für uns absolut lebensnotwendig. 

Unsere Stoffwechselvorgänge sind an die ständige Aufnahme und Abgabe von Nährstoffen gebunden. Das bedeutet für uns, dass wir Lebensmittel zum Aufbau und zur ständigen Erneuerung von Körpersubstanzen (z.B. Haare, Knochen, Haut, Blut und Hormone) sowie zur Energiegewinnung aufnehmen müssen. Die anfallenden Endprodukte scheiden wir aus.

Auch wenn die Ernährungslehre sich auf die „physiologisch richtige Ernährung“ fokussiert, so sollten wir immer bedenken, dass wir Menschen aus sehr unterschiedlichen Gründen essen. Uns mit benötigte Nährstoffen zu versorgen, ist nur einer davon.

Verschiedene Formen von Ernährungslehren

Es gibt nicht die eine Ernährungslehre. Letztendlich ist es eine Lehre und es ist auch nicht überraschend, dass es verschiedene Ansätze und Meinungen gibt. Insgesamt gibt es eine ganze Reihe von Ernährungsweisen bzw. Ernährungsphilosophien. Um nur einige zu nennen:

  • Vollwerternährung
  • Vegetarismus
  • Veganismus
  • Rohkost
  • Paleo
  • Makrobiotik
  • Trennkost
  • Ernährungslehre der Traditionelle chinesische Medizin (TCM)
  • Ernährungslehre nach Ayurveda
  • Ernährungslehre der Anthroposophie

Auch wenn es verschiedene Ernährungsweisen gibt, so kann man sich damit beschäftigen, woraus unsere Ernährung eigentlich besteht. Weiterhin kann man sich Gedanken machen, was Grundlagen einer gesunden Ernährung sein könnten.

Bestandteil der Ernährungslehre

In der Ernährungslehre wird unsere Nahrung in verschiedene Bestandteile unterteilt. Die Schwerpunkte sind vor allem Makronährstoffe, Mikronährstoffe sowie Wasser. Einteilung der Nährstoffe:

Weiterhin wird in der Ernährungslehre in essentielle und nicht essentielle Nährstoffe unterteilt. Essentiell bedeutet dabei, dass sie vom Körper nicht in ausreichender Menschen  hergestellt werden können. Daher müssen wir sie über unsere Nahrung aufnehmen, um einen einwandfreien Ablauf aller Körperfunktionen zu ermöglichen.

Essentielle Nährstoffe:

  • Wasser
  • 9 Aminosäuren
  • Omega-6-Fettsäure Linolsäure, die Omega-3-Fettsäuren alpha-Linolen- säure (ALA) oder direkt die Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaen- säure (DHA)
  • 13 Vitamine
  • zahlreiche Mineralstoffe

Nicht essentiell Nährstoffe:

  • Kohlenhydrate
  • gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren
  • 11 bzw. 12 Aminosäuren

Was fange ich damit jetzt an?

Was bringen dir die Erkenntnisse aus der Ernährungslehre im Alltag? Letztendlich geht es darum, dass du bessere Entscheidungen in Richtung einer gesunden Ernährung treffen kannst. Erstmal kann es sehr hilfreich sein, wenn du ein Verständnis darüber besitzt, woraus unsere Ernährung besteht. Dies ist vor allem sinnvoll, da ständig über Nährstoffe gesprochen wird.

Doch es wäre naiv, sich nur auf Nährwerte zu fokussieren. Letztendlich ernähren wir uns von Nahrungsmittel (im besten Fall sogar Lebensmittel). In der Praxis hilft es dir deutlich mehr, wenn du dich darauf fokussierst, welche Lebensmittel du zu dir nehmen solltest und welche lieber nicht. Das macht das ganze Thema Ernährung auch deutlich simpler.

Häufig wird in der Ernährungslehre eine rein materialistisches Sichtweise von Ernährung beibehalten und sich nur auf die Bestandteile fokussiert. So kann man schnell meinen, einfach alles mit Nahrungsergänzungsmittel ersetzen zu können. Doch so funktioniert es nicht. Natürliche Lebensmittel können nicht einfach durch künstliche Produkte ersetzt werden. Zumindest sind wir davon noch sehr weit entfernt.

Unsere Nahrung ist weit mehr als nur die Gesamtheit aller Bestandteile.

Weiterhin können die Referenzwerte die tägliche Zufuhr der einzelnen Nährstoffe eine gute Orientierung darstellen. Dabei solltest du immer beachten, dass die Referenzwerte der Ernährungslehre Durchschnittswerte sind und sich auf gesunde und normalgewichtige Personen beziehen. Also nicht für Menschen

  • mit Krankheiten,
  • mit Nährstoffmängel,
  • mit chronischem Konsum von Genussmitteln (z.B. Alkohol, Rauchen),
  • mit Verdauung- und Stoffwechselstörungen,
  • mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme (z.B. Pille),
  • mit erhöhtem Bedarf (z.B. durch Stress, Schwangerschaft, intensiver, sportlicher Belastung).

Es lässt sich festhalten, dass die Erkenntnisse aus der Ernährungslehre einen wichtigen Beitrag leisten, um unsere Ernährung sowie ihre Bedeutung für unsere Gesundheit besser zu verstehen. Nutze dieses Wissen und wende es an. Denn letztendlich ist für dich nur bedeutend, was du auch umsetzt.

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