Ich habe Angst

Ich habe Angst.

 

Ich habe Angst, nicht gut genug zu sein.

 

Ich habe Angst, die falschen Entscheidungen zu treffen.

 

Ich habe Angst, Fehler zu machen.

 

Ich habe Angst, die Liebe meines Lebens* verlassen zu haben.

 

Ich habe Angst, nie erfolgreich zu werden.

 

Ich habe Angst, dass andere Menschen mich nicht mögen.

 

Ich habe Angst, die Kontrolle zu verlieren.

 

Ich habe Angst, zu sterben.

 

Ich habe Angst, andere Menschen zu verletzen.

 

Ich habe Angst, selber verletzt zu werden.

 

Ich habe Angst, weil ich mich dafür entscheide.

 

Ich habe Angst, weil ich mich darauf konzentriere, was ich nicht habe und wer ich nicht bin, anstatt mich darauf zu konzentrieren, was ich habe und wer ich bin.

 

Ich habe Angst, weil mir die Meinungen anderer zu sehr wichtig sind.

 

Ich habe Angst, weil ich bestimmte Erwartungen habe.

 

Ich habe Angst, weil ich mich zu sehr auf das Gefühl Angst konzentriere, anstatt das Gefühl einfach nur wahrzunehmen und dann loszulassen.

 

Ich habe Angst und das ist völlig in Ordnung. Ich wehre mich nicht mehr dagegen, sondern nehme das Gewühl wahr und akzeptiere es. Angst in ein Teil zu mir.

 

Ich habe Angst und darum höre ich einfach auf, Angst zu haben.

 

Angst liegt nie in den Dingen selbst, sondern darin, wie man sie betrachtet.

— Anthony de Mello

*Ich mag das Wort “Liebe des Lebens” nicht wirklich , aber mir fällt gerade kein besseres ein.

26. April 2017

Die schwerste Entscheidung meines Lebens

ICH BIN ZURÜCK. IN BERLIN.

 

Nachdem ich mich Monate lang auf eine Weltreise eingerichtet habe, komme ich nach gut einem Monat Kanada zurück. So viel zu Weltreise. Warum?

Kurze Antwort: Es ist kompliziert.

Lange Antwort: Es ist verdammt kompliziert. Aber lass mich versuchen, dir einige meiner Beweggründe nahezulegen. Nicht alle. Aber ein paar.

 

ICH WOLLTE ZU VIELE DINGE GLEICHZEITIG

 

Kennst du das, wenn du mehrere Dinge gleichzeitig willst, die sich nicht wirklich vereinbaren lassen?

Von Anfang an stand für mich fest, dass ich meinen Blog und meinen Podcast weiterführen wollte. Einfach weil es mir Spaß macht. Weil ich eine Vision habe. Ich dachte mir: Blogartikel kann ich von überall schreiben. Interviews kann ich auch einfach über Skype machen. Alles was ich mache, ist ortsunabhängig. Dann kann ich auch dabei Reisen und andere Erfahrungen machen. Die Welt sehen.

Verstehe mich nicht falsch, ich will immer noch genau das! Doch ich wollte zu viel gleichzeitig und vor allem zu schnell. Denn so gut die Vorstellung auch ist, von irgendetwas muss man erstmal Leben. Noch verdiene ich einfach kein Geld mit dem, was ich so mache. Da ich keine Fremdfinanzierung erhalte, muss ich entweder von meinem Ersparten leben oder selber arbeiten.

Mir war das natürlich schon vorher bewusst. Ich dachte, es sei kein Problem, x Stunden jeden Tag zu arbeiten und dafür dann eine Unterkunft und Essen zu bekommen. In der restlichen Zeit kann ich dann ja die Dinge tun, die ich tun will. Also an meinen Projekten arbeiten.

Sicherlich habe ich das alles im Vorfeld ein wenig zu idealisiert gesehen. Klar ist es aufwendiger, an eigenen Projekten zu arbeiten, wenn man noch nebenbei arbeitet. Genauso wenn man einen Vollzeitjob hat und dann nebenbei noch an eigenen zeitintensiven Projekten arbeiten will. Und wenn dann noch Kinder dazu kommen…

Das war mir schon bewusst. Doch irgendwie habe ich unterschätzt, welch großen Einfluss die Umgebung darauf hat. Reisen ist schön. Doch in den meisten Fällen ist eine gleichmäßige und kontrollierbare Umgebung besser, um wirklich produktiv zu arbeiten. Das heißt nicht, dass es nicht anders geht und natürlich kann auch gelegentlich das Gegenteil der Fall sein. Mich hat die andere Umgebung zumindest eher daran gehindert, dass zu tun, was ich wollte. Ich musste mich fragen: Warum bin ich eigentlich hier? Was will ich hier?

Wie gesagt, mir gefällt die Vorstellung, ortsunabhängig in den verschiedensten Orten dieser Welt zu arbeiten immer noch. Doch noch stimmen bei mir die Voraussetzungen — Voraussetzungen, die durch meine Ansprüche entstehen — einfach nicht. Solange ich mir nicht geeignete Umstände schaffen kann, kann ich auch nicht meine Projekte wirklich voranbringen. Solange ich immer für jemand anderen arbeiten muss oder nicht an Orten sein kann, an dem es vernünftiges Internet gibt, wird es schwer. Nicht, dass es gar nicht geht. Aber einfach nicht in dem Maße, wie ich es momentan gerne hätte.

Manchmal will ich einfach zu viel auf einmal und zu schnell. Und vor allem ohne wirkliche Kompromisse bei den einzelnen Punkten machen zu wollen.

 

ICH WOLLTE NIE EIN WELTENBUMMLER SEIN

 

Bevor ich nach Kanada geflogen bin, wurde ich mehrfach als Weltenbummler beschrieben. Ich kann das verstehen. Schließlich war ich letztes Jahr 1 Monat auf den Azoren, 1 Monat auf Island und wollte dann für unbestimmte Zeit nach Kanada und sonst wo hin. Doch ich habe mich selber nie als Weltenbummler gefühlt. So bin ich nicht.

Ich habe nicht das innere Verlangen, ständig neue Dinge zu entdecken und die Welt zu bereisen. Nicht, dass ich dies nicht auch schön und erstrebenswert finde. Doch diese Dinge sind es nicht, die mich wirklich erfüllen. Bei anderen Menschen mag dies so sein. Zum Glück sind wir alle unterschiedlich.

 

MIR HABEN GLEICHGESINNTE GEFEHLT

 

Was ich völlig unterschätzt habe, ist die Tatsache, wie wichtig Menschen um einen herum sind, die einen unterstützen. Menschen, mit den man sich austauschen kann. Die genauso ticken, wie man selber. Die einen motivieren. Das richtige Umfeld von Menschen hat so einen riesigen Einfluss auf uns.

Dass ich dies in Kanada nicht wirklich hatte, war größtenteils auch meine Schuld. Denn solche Menschen findet man weltweit. Ich hätte also an andere Orte gehen können, wo sich Menschen aufhalten, die ich suche. Doch wo halten sich diese Menschen meisten auf? Eher in Städten.

Dass alle meine Projekte momentan komplett auf Deutsch sind, erschwert das Ganze nur noch mehr. Nicht, weil ich mich mit anderen nicht auch auf Englisch austauschen könnte. Aber ich möchte auch mit anderen Menschen Projekte zusammen verwirklichen. Ich grenze mich da einfach etwas selber aus.

 

ES WAR EINE FRAU IM SPIEL

 

Wenn Männer von ihrem geraden Weg abweichen, sind meistens weibliche Kurven die Ursache.

— Unbekannter Autor

 

Und das ist auch gut so! Was gibt es für schönere Dinge im Leben als Beziehungen – ob Liebesbeziehung oder freundschaftlich. Wofür loht es sich zu leben, wenn nicht für Liebe?

Doch dies birgt auch Risiken. Ich habe mich so sehr in etwas hineingestürzt, was ich so sehr wollte – so sehr will. Irgendwann gab es jedoch immer mehr Punkte, die ich so nicht wollte. Ich wusste gar nicht mehr, was ich selber eigentlich wirklich wollte und was wollte ich nur, weil ich diese Beziehung wollte.

Dabei meine ich nicht, dass ich nicht auf Reisen gehen wollte. Im Prinzip will ich es immer noch. Aber nur unter bestimmten Bedingungen.

Irgendwie hat es einfach nicht so wirklich geklappt – mit ihr und mir. Dies hat unzählige Ursachen. Und alleine wollte ich einfach nicht Reisen. Dafür hat es mir an dieser Stelle zu wenig gegeben. Zu zweit Reisen konnte ich jedoch nicht mehr.

 

MIR HAT DIE IDEE BESSER GEFALLEN ALS DIE REALITÄT

 

Kennst du das? Du willst etwas so sehr, doch sobald du es bekommst oder erreicht hast, merkst du, dass dir eigentlich nur die Idee gefallen hat? Es ist viel mehr die Idee, in die du dich verliebt hast, als wirklich die Sache an sich. Zumindest geht es mir so.

Sicherlich spielt auch eine Rolle, dass ich — wie wahrscheinlich die meisten Menschen — Dinge will, die ich nicht habe. Doch in diesem Fall war es eher so, dass ich eine romantisierte Vorstellung davon hatte, wie es sein würde.

 

ICH WAR EINFACH NICHT (MEHR) OFFEN FÜR ETWAS ANDERES

 

Ab einem gewissen Punkt musste ich ehrlich zu mir sein. Ich musste mir eingestehen, dass ich keine typische Weltreise wollte. Ich wollte arbeiten und nebenbei reisen. 

Ja klar habe ich die Natur genossen. Sie fehlt mir. Ich wollte Neues sehen und andere Erfahrungen machen. Meine Horizonte erweitern. Aber irgendwie war ich nicht wirklich offen dafür. Ich wollte das nebenbei. Aber auch nicht wirklich.

Ich bin nicht mit der Intention losgezogen, um mich zu verlieren und mich zu finden. Letztendlich weiß ich, was ich momentan tun möchte. Und bis ich diesen Punkt erreicht hatte, hat es wirklich sehr lange gedauert.

Irgendwie hat es einfach zeitlich nicht ganz gepasst. Und ich merke, wie ich anfange herumzueiern. Denn mir ist bewusst, dass es eine Chance war, mich zu entwickeln. Meine Komfortzone zu verlassen und zu wachsen. Ich habe mich dagegen entschieden. Ich habe mich für etwas anderes entschieden. Weil es sich richtig angefühlt hat. Und das ist, was zählt. Oder?

Ach ja. Mein Haare. Ich habe mir meine Haare abrasiert. Irgendwann konnte ich mich mit ihnen einfach nicht mehr identifizieren. Es hat sich für mich nicht mehr richtig angefühlt. Außerdem sind kurze Haare so unglaublich viel unkomplizierter. Alleine die Überlegung, ob ich beim Duschen meine Haare nass mache oder nicht, ist für mich eine Einschränkung, die ich momentan nicht in meinem Leben will. Außerdem ist das Gefühl von so kurzen Haaren einfach toll.

21. April 2017

Wie man sein Leben komplett ändert

Du willst also ein anderes Leben führen, als du gerade führst. Warum? Weil dich dein momentanes Leben nicht glücklich macht? Weil du denkst, dass du irgendwo anders die Dinge tun kannst, die du eigentlich gerne tun möchtest? Möchtest du endlich die Weltreise machen, nach der du dich schon so lange sehnst?

Ich denke, du bist nicht die einzige Person, der es so geht. Doch was genau hält dich davon ab? Wenn du das hier lesen kannst, sind die Chancen sehr gut, dass du dein Leben hier und jetzt komplett verändern kannst. Sicherlich kannst du jetzt nicht alles haben und tun, was du möchtest. Aber wirst du das jemals? Letztendlich ist dies doch vor allem eine Sache der Einstellung.

Ich kann dir keine Anleitung geben, wie du das Leben führen kannst, von dem du träumst. Wie auch? Letztendlich führe ich es selber nicht. Und vielleicht sind die Leben, Bedürfnisse, Träume usw. von uns Menschen auch einfach zu unterschiedlich, als das es eine Anleitung geben könnte. Vielleicht geht es auch gar nicht darum, dieses eine Leben nach deinen Vorstellung jemals zu leben.

Doch ich möchte dich dazu ermuntern – nein ermutigen, dich bitten! -, den Schritt zu wagen. Begnüge dich nicht mit einem Leben, welches dich nicht zufriedenstellt, vielleicht sogar unglücklich macht. Es gibt nichts Schlimmeres, als am Ende des eigenen Lebens zu denken: „Hätte ich nur …“. Du willst sicherlich nicht bereuen, dass du nicht den Mut hattest, es zu versuchen. Es müssen nicht einmal extreme Veränderungen sein. Jeder Schritt in Richtung deiner Träume, jeder Moment, in dem du mehr von dem tust, was dich erfüllt, bringt dich weiter. Hör auf zu leben, als hättest du anschließend einen weiteren Versuch. „Oh, dieses habe ich verkackt. Probiere ich es halt nochmal.“

 

Du hast zu wenig Leben, als dass du deine Tage mit Dingen verbringen könntest, die weder dich noch andere glücklich machen.

 

Ich möchte dich einladen, mich zu begleiten, wie ich mein Leben verändern werde. Hoffentlich hilft es dir weiter, auch dein Leben nach deinen Vorstellungen zu leben. Und vor allem glücklich zu werden. Denn letztendlich ist es das, worum es im Leben geht, oder? Glücklich werden.

Ob es nur darum geht oder nicht, belassen wir an dieser Stelle. Wir können uns jedoch sicherlich darauf einigen, dass es ein großer Punkt in unserem Leben ist — sein kann.

Also was tue ich, um mein Leben komplett zu ändern? Einen großen Schritt habe ich sicherlich schon getan. Ich bin nach Kanada gegangen. Nicht weil mir mein altes Leben nicht gefallen hat. Sondern weil ich gemerkt habe, dass es mich nicht glücklich macht.

Ich will mich verändern. Wachsen. Unnötigen Ballast hinter mir lassen. Darum habe ich mich von so vielen Dingen getrennt. Habe meine Wohnung aufgegeben. Bin den Schritt in eine völlig neue Umgebung gegangen, sodass ich mich von möglichst vielen Dingen lösen kann, was mir andernfalls vielleicht nicht gelungen wäre.

Doch einfach nur eine neue Umgebung reicht nicht aus. Reicht nie aus. Sicherlich kann es ein enorm befreiender Schritt sein, einfach irgendwo anders hinzugehen. In ein neues Setting. Weg von Dingen, die uns daran hindern, so zu sein und das zu tun, was wir eigentlich wollen.

Doch wirkliche Veränderung kommt von innen. Solange wir uns und unser Mindset nicht ändern, beschränken wir unsere Transformation.

 

DOCH WAS WILL ICH EIGENTLICH?

Mir ist bewusst, dass sich meine Bedürfnisse und Vorstellungen im Laufe der Zeit ändern werden. Doch irgendwo muss ich anfangen, mich zu transformieren. Ich muss erleben – erfahren -, um dann weiter gehen zu können.

Also was will ich? Ich will glücklich werden. Nicht einfach irgendein Leben führen, sondern ein Leben nach meinen Vorstellungen. Nicht nach den Vorstellungen anderer Personen. Ein Leben, welches mich erfüllt. Ohne Kompromisse, die ich eigentlich nie eingehen wollte. Mich nicht einfach den Geschehnissen hingeben bzw. ergeben, sondern selber aktiv gestalten. Denn wenn du dich nicht für dich selber einsetzt, wer soll es dann für dich tun? Ich möchte selber gestalten und entscheiden. Tun, was ich für richtig halte. Ich möchte Freiheit!

 

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.

— Jean-Jacques Rousseau

 

Doch was heißt es, frei zu sein? Ich weiß es nicht genau. Mir ist bewusst, wie viel Freiheit ich schon habe. Ich bin so unglaublich dankbar dafür. Wenn ich darüber nachdenke, gibt es wenig, was ich wirklich tun muss. Das gilt leider nicht für alle Menschen so.

Was mich wohl am meisten davon abhält, noch mehr Freiheit zu haben, bin ich selber. Es gibt wenig äußere Dinge, die noch anders sein könnten. Hauptsächlich liegt es einfach an mir. Ich stehe meiner Freiheit im Wege. Dies finde ich jedoch einen beruhigenden Gedanken. Denn daran kann ich arbeiten. Ich kann an mir arbeiten.

Schon seit Jahren mache ich mir Gedanken, wie ich mein Leben gestalten möchte. Wie ich leben möchte. Nachfolgend möchte ich einige meiner Gedanken mit dir teilen. Gedanken darüber, woran ich momentan arbeite. Vielleicht findet einiges Anklang bei dir.

 

Der Sklave will nicht frei werden. Er will Sklavenaufseher werden.

— Gabriel Laub

MEINE AUSSENWEL

Meine Umstände. Materielles. Von außen auf mich einwirkend.

 

Wie bereits gesagt, ist es mir momentan unglaublich wichtig, möglichst viel Freiheit zu erlangen. Das beinhaltet für mich mehrere Bereiche.

 

VERPFLICHTUNGEN

Ein riesiger Punkt ist, dass ich mir möglichst wenig Verpflichtungen auferlege. Ich will einfach möglichst flexibel sein. Alles, was mich möglicherweise von zukünftigen Vorhaben aufhalten könnte, möchte ich vermeiden. Das heißt nicht, dass ich nie irgendwelche Verpflichtungen eingehen möchte. Schließlich muss das nicht immer schlecht sein und hat auch gute Seiten.

Aber ich befinde mich momentan in einer Phase meines Lebens, wo ich nicht weiß, wo es hingehen soll. Daher möchte ich Verpflichtungen möglichst gering halten. Ganz vorne steht für mich dabei, keine Schulden zu machen. Geld, welches ich nicht habe, möchte ich nicht ausgeben. Ich will nicht irgendeinen Kredit abbezahlen müssen, der mich daran hindert, ein neues Kapitel in meinem Leben zu beginnen.

Genauso will ich möglichst wenig Verträge und Mitgliedschaften eingehen. Es ist natürlich nicht möglich bzw. nur sehr schwer, gar keine vertraglichen Beziehungen einzugehen. Aber ich überlege jedes Mal sehr genau, ob ich mich für längere Zeit auf etwas einlassen will. Vor allem wenn etwas an einen Ort bzw. Land gebunden ist.

Aber auch sonst überlege ich momentan sehr genau, was ich brauche bzw. mir leisten will und was nicht. Amazon Prime, Netflix usw. gehören da nicht dazu.

Ganz allgemein möchte ich einfach mein Leben sehr einfach gestalten. Alles, was mich stört, mich auf die Sachen zu konzentrieren, die mir wichtig sind, will ich möglichst eliminieren. Dabei gehe ich teilweise gerne auch sehr strikt vor.

 

MINIMALISMUS

Es ist die ganze Idee des Minimalismus, die mich extrem fasziniert. Das eigene Leben auf die wesentlichen Sachen — auf die Sachen, die einem helfen, glücklich zu werden — zu reduzieren.

Ich mag diese Erklärung von Minimalismus:

Minimalism is a tool that can assist you in finding freedom. Freedom from fear. Freedom from worry. Freedom from overwhelm. Freedom from guilt. Freedom from depression. Freedom from the trappings of the consumer culture we’ve built our lives around. Real freedom.

— theminimalists.com

 

Genau das, was ich will. Das beschränkt sich ganz und gar nicht darauf, wie viele Dinge ich besitze. Minimalismus zieht sich durch das ganz Leben. Falls du es noch nicht getan hast, empfehle ich dir unbedingt, dich mit der Idee von Minimalismus auseinanderzusetzen.

Wo waren wir? Möglichst wenig Verpflichtungen. Keine Schulden. Keine Verträge oder Mitgliedschaften. Weiterhin möchte ich möglichst wenig Zeit und Energie für Dinge aufwenden, die mir nicht wichtig sind. Ich möchte so viel Zeit und Energie für Dinge aufbringen, die mich erfüllen. Alles, was mich daran hindert, will ich reduzieren.

Das hört sich sehr bewertend an, oder? Und das ist es auch. Ich sage nicht, dass man nur noch drei Sachen machen soll und alles andere weglassen soll. Aber wir haben alle nur 24 Stunden am Tag. Wir haben alle nur begrenzte Energiereserven.

Ich mag die Idee, dass wir alle nur ein gewisses Maß an Entscheidungsenergie besitzen. Jedes Mal, wenn wir uns entscheiden, sinkt diese Entscheidungsenergie. Oder besser gesagt, die Fähigkeit gute Entscheidungen zu fällen. Irgendwann müssen wir unseren Akku dann wieder aufladen. Für mich ergibt es dann einfach Sinn, möglichst alle unnötigen Entscheidungen zu reduzieren. Alles, was mir nur unnötig Energie raubt — für schönere Dinge.

Wenn ich etwas mache, kann ich gleichzeitig nichts anderes machen. Ich kann es zumindest nicht und ich wette, du auch nicht. Wenn ich mich für etwas entscheide, entscheide ich mich in diesem Moment automatisch gegen alles andere.

Ich möchte meine Umgebung also so einfach und förderlich, wie möglich gestalten. Das ist natürlich alles andere als leicht. Vor allem wenn man bedenkt, dass einfach nicht unbedingt besser ist. Wächst der Mensch nicht am Widerstand? Daran Hindernisse zu überwinden? Aber erst mal muss ich eine Vorstellung haben. Wie ich das dann umsetze, kann ich immer noch schauen.

 

MATERIALISMUS

Woran viele beim Gedanken an Minimalismus sicherlich als erstes denken, ist der eigene materielle Besitz. All die vielen Dinge, die wir so besitzen — oder die so manchen besitzen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe so viele Sachen, die ich eigentlich gar nicht brauche. Sicherlich besitze ich auch noch so einiges, von dem ich gar nichts mehr weiß — in irgendwelche Kisten.

Ich habe inzwischen schon einiges aussortiert. Verkauft, verschenkt, weggeschmissen. Trotzdem habe ich immer noch das Gefühl, zu viel zu besitzen. Vor allem zu viel, was ich gar nicht brauche. 

Ich habe mir vorgenommen, schrittweise immer mehr Dinge — materiell und nicht materiell — aus meinem Leben zu eliminieren.

Das ist für mich alles andere als einfach. Schließlich könnte man so vieles doch irgendwann noch mal gebrauchen. Doch wann kommt dieses „irgendwann“? Und vor allem: Was ist bis dahin?

Ich will jetzt frei sein! Und alles, was mich daran hindert, muss weg!

 

MEINE INNENWELT

Ich. Persönlichkeit. Gewohnheiten. 

 

Alles ist eine Sache der Einstellung, richtig? Zumindest macht die richtige Einstellung einen riesigen Teil aus. Und ich weiß, ich stehe mir selber im Weg. Im Weg, die Dinge zu tun, die ich wirklich zu will. Frei zu sein. Glücklich zu sein. Wie so viele andere Menschen sich auch selber im Weg stehen.

Also lass uns etwas dagegen tun!

Es ist aber nicht nur unsere Einstellung. So viel mehr ist wichtig. Formt uns zu dem, was wir sind. Was wir tun. Was wir fühlen. Was wir denken. Was wir sagen. Was wir nicht sagen.

Unsere Gefühle, unsere Gedanken, unsere Handlungen beeinflussen sich alle gegenseitig. Meiner Meinung ist es wenig sinnvoll, sich nur auf einen dieser Bereiche zu konzentrieren. Viel sinnvoller ist es, in allen Bereichen zumindest kleine Veränderungen zu vollziehen. Und sich dann auf die mit dem größten Potenzial zu konzentrieren.

 

GESUNDHEIT UND FITNESS

Dass Gesundheit und Fitness wichtige Themen (für mich) sind, sollte wenig überraschen. Die eigene Gesundheit ist so eine wichtige Basis. Wenn die eigene Gesundheit nicht stimmt, ist alles andere einfach viel schwieriger. Eine gute Fitness, also völlig alltagstauglich zu sein, gehört für mich genauso dazu. Wenn mich meine physischen und psychischen Fähigkeiten davon abhalten, dass zu tun, was ich gerne tun möchte, ist das einfach doof.

 

PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG UND SPIRITUALITÄT

Ich möchte mich verändern. Wachsen. Lernen. Es gibt so viele Bereiche, in denen ich mich noch entfalten möchte. Persönlichkeitsentwicklung ist so ein schwammiger Begriff. Mir geht es darum, mich mit vielen verschiedenen Ideen und Philosophien zu konfrontieren. Mich und meine Vorstellungen zu hinterfragen. Aufzunehmen, was ich als richtig wahrnehme und zu verwerfen, was sich für mich als falsch erweist.

Dabei will ich ganz und gar nicht nur theoretisch rangehen. Ich möchte und muss erfahren. Hinterfragen und testen, damit ich mir wirklich eine eigene Meinung bilden kann.

Vor allem die Philosophien des Buddhismus faszinieren mich schon seit Jahren. Nicht, dass sie eine Anleitung zum Glücklichwerden wären. Aber ich denke, sie zeigen einen Weg auf, glücklich zu werden. Doch gehen muss man ihn — wie immer — selber.

 

ACHTSAMKEIT UND MEDITATION

Achtsamkeit und Meditation sind wichtige Bestandteile des Buddhismus. Aber natürlich auch von anderen Philosophien. Mehr Achtsamkeit im Alltag zu entwickeln, ist ein Prozess, dem ich mich schon lange unterziehe. Und der mich sicherlich noch ein Leben lang begleiten wird. Für mich hat das Training der Achtsamkeit, ob im Rahmen einer Meditation oder nicht, einen enormen Stellenwert.

 

LEBENSPRINZIPIEN

Folgende Prinzipien möchte ich mehr verinnerlichen und leben. Das mag jetzt für den ein oder anderes komisch erscheinen. Ich mache mir eine Liste, wie ich sein möchte. Doch ich denke, es ist so sinnvoll, zu schauen, welche Werte man mehr entwickeln möchte. So kann ich mich darauf konzentrieren. Denn wir sind nicht einfach so, wie wir sind. Wir und auch unsere Persönlichkeit können sich ändern. Und wenn ich und meine Mitmenschen davon profitieren können, mache ich das gerne.

  • Authentisch sein. Leben, wie ich bin. Egal was andere Menschen von mir denken.
  • Ehrlich sein. Vor allem zu mir selbst. Zu sagen, was ich denke. Und nicht, was mein Gegenüber hören will oder gerade auch nicht hören will.
  • Freundlich sein. Es gibt keinen Grund, nicht freundlich zu sein.
  • Geduldig sein. Geduld ist so wichtig. Anderen gegenüber. Mir gegenüber.
  • Dankbar sein. Für all das, was ich habe. Für all diejenigen, die für mich da sind.
  • Mehr tun, was mir Angst macht. Mehr Fehler. Mehr aus meiner Komfortzone heraus gehen. Mehr wachsen.
  • Mir selber treu sein. So sein, wie ich bin. Mich nicht für etwas oder jemandem verkaufen oder verstellen. Für kein Geld. Für keine Frau.
  • Entschlussfreudig sein. Klare Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen.

Wenn ich etwas nicht tun will, dann tue ich es auch nicht. Außer es bringt mich einem langfristigen Ziel näher. Oder macht eine andere Person glücklich? Doch auch dann muss ich sie glücklich machen wollen!

 

ARBEIT UND SELBSTVERWIRKLICHUNG

 

Ja Arbeit ist auch ein Bestandteil meines Lebens. Von irgendetwas muss ich nun mal Leben. Und ohne Geld ist es schwer, am Leben unserer Gesellschaft teilzuhaben. Geld ist und bleibt — zumindest vorerst — unser Tauschgut.

Doch ich möchte nicht irgendetwas tun. Ich möchte mich verwirklichen. Etwas tun, was mich erfüllt. Etwas erschaffen. Etwas verändern. Nicht gleich die ganze Welt. Aber in meinen Möglichkeiten. Ich möchte mich verwirklichen und gleichzeitig Geld verdienen. Mein Blog und mein Podcast sind ein kleiner Schritt in diese Richtung. Mal sehen, wo ich lande.

 

SOZIALES LEBEN

Beziehungen. Familie. Mitmenschen.

 

Haben bei all dem Vorherigen überhaupt noch andere Menschen Platz in meinem Leben? Bin ich nicht zu sehr auf mich bezogen? Ich hoffe nicht. Viel eher ist genau das Gegenteil der Fall. Sicherlich möchte ich mich in nächster Zeit stark auf mich fokussieren. Doch wenn ich mit mir und meinem Leben unglücklich bin, gehe ich auch dementsprechend mit meinem Mitmenschen um. Wenn ich aber zu meinem vollen Potenzial lebe, dann kann ich dies auch bei anderen erwecken.

Ich sehe also keine wirkliche andere Möglichkeit, als zuerst bei sich zu beginnen und dann anderen Menschen zu helfen.

Aber natürlich sind andere Menschen — Beziehungen — unglaublich wichtig für die eigene Transformation. Vor allem eine Partnerbeziehung kann jemanden extrem zu Wachstum und Veränderung zwingen, wie kaum etwas anderes. Kinder stehen da aber wohl an erster Stelle.

 

Your are the average of the 5 person you spend the most time with.

— Jim Rohn

 

Vor allem möchte ich mich mit möglichst vielen Menschen umgeben, die mich inspirieren. Von und mit denen ich lernen kann. 

 

DAS WAR’S?

Natürlich nicht. Es ist ein andauernder Prozess. Ich will und werde mich unentwegt entwickeln und verändern. Ist das nicht etwas, was Leben ganz allgemein ausmacht? Ständige Veränderung.

Klar es gibt noch einige mehr Themen, denen ich mich widmen möchte. Doch irgendwo muss man anfangen. Und meistens ist es nicht hilfreich, sich zu viele Sachen vorzunehmen. Außerdem habe ich Hunger und will hier nicht Ewigkeiten an dem Artikel schreiben. Irgendwann muss man sich ja schließlich auch mal auf die wichtigen Dinge im Leben konzentrieren, oder nicht?

Wie genau ich diese Themen und weitere ich mein Leben integriere, welche Transformation ich durchgehe, wird sich zeigen. Du kannst mich auf jeden Fall begleiten.

Jetzt gerade würde ich alles Geschriebene am liebsten komplett überarbeiten und noch so viel mehr hinzufügen. Fuck that! Manchmal muss man einfach anfangen und manchmal einfach loslassen.

3. April 2017

Sonne! Zeit für eine Kanutour

Es ist verrückt, wie viel ein paar mehr Sonnenstrahlen ausmachen. Heute war der erste richtige Frühlingstag. Die Sonne ist herausgekommen und hat die ganze Insel in einem völlig anderen Licht gezeigt. Nicht nur kalt und nass.

Wir haben die Gelegenheit genutzt und haben eine kleine Bootstour unternommen. Mit ein paar Bekannten von unserem Gastgeber Joe ging es auf die naheliegende Insel Russell Island. 2 Paddelboote, 1 Kanu und losging es.

Es ist nicht so, dass die Umgebung bombastisch wäre. Da gibt es sicherlich viele schönere Orte. Doch es muss nicht immer so speziell sein. Es war wunderbar, einfach mal etwas auf dem Wasser rumzuschleppen und dann an einer kleinen Insel anzulegen.

Auf einem kleinen Strand etwas entspannen. Etwas die Insel entdecken. Simpel. Trotzdem so schön.

Es müssen nicht immer besondere Ziele sein. Auch ganz einfache Orte können ihre Schönheit zeigen. Man muss nur offen dafür sein.

Ja ich gebe zu, ich habe leicht reden. Schließlich bin ich auf einer tollen Insel in British Columbia. Voller Natur, Bäume, Bäche und Meer.

Aber überall gibt es schöne Ecken. Man muss sich einfach nur mal aufraffen und ein paar Stunden raus in die Natur gehen. Nicht zu viel nachdenken und den Kopf frei kriegen. Einfach nur erleben.

Du weißt nie, was passiert. Auf einmal fangen die Leute um dich herum an, Algen aus dem Meer zu sammeln und zu essen. Kleiner Tipp: In der Sonne getrocknet schmecken sie besser.

Ich denke, du verstehst, was ich meine. Geh einfach mal raus und sei offen für deine Umgebung.

19. März 2017

Was bedeutet gute Arbeit?

Ein paar Nächte sind wir jetzt schon hier. Irgendwie ist es krass, wie schnell ich mich doch schon einlebe. Ich will nicht sagen, dass alles hier für mich alltäglich wäre. Aber trotzdem ist das Leben hier schon ein wenig normal geworden.

Aber halt nur ein wenig. Letztendlich bin ich immer noch dabei, mich zu orientieren. Irgendwie einen gewissen Tagesablauf zu finden. Mich in dieser unbekannten Umgebung zu entfalten. Irgendwie fällt mir dies vor allem nicht so leicht, da feststeht, dass wir nicht so lange bleiben werden.

Umso wichtiger ist, dass ich dies jetzt lerne. Aus einem Rucksack zu leben und trotzdem meine Routinen zu entwickeln. Nicht, dass es nötig wäre. Aber ich möchte es so.

Bis dahin wird mir auf jeden Fall nicht langweilig. Heute haben wir angefangen, ein kleines Gemüsefeld anzulegen. Das Gelände von unserem Gastgeber Joe ist recht größer und hat eine Lichtung umgeben voller Bäume. Dort hat er schon ein kleines Beet für Knoblauch angelegt.

Für uns hieß es, das Gras raus rupfen. Die Erde abschütteln. Wegwerfen. Anschließen die oberste Schicht Erde abnehmen und zur Seite schütten. Ach nein, das hatte ich irgendwie falsch verstanden. Naja jetzt haben wir einen Haufen Erde neben unserem Beet, den wir die Tage wieder verteilen können. Passiert.

Ich will sicherlich kein Feldarbeiter werden. Tagein tagaus auf einem Feld arbeiten zu müssen, würde mir nicht gefallen. Aber für so ein paar Stunden kann dies echt wertvoll und schön sein.

Mal wieder habe ich mich gefragt, was denn gute Arbeit ist. Woran bewerte ich, welche Arbeit gut oder wertvoll ist oder welche nicht. Für mich war jetzt schon sehr lange einer der wichtigsten Punkte, dass ich mich bei der Arbeit frei entfalten kann. Also nicht einfach nur stur etwas abarbeiten, sondern ich möchte mich frei einbringen können. Kreativ sein. Am besten ohne Vorgaben. Das ist auch immer noch so.

Aber ich muss auch immer wieder feststellen, dass es auch noch so viele andere Kriterien gibt. Letztendlich geht es erst einmal irgendwie darum, Geld zu verdienen. Also als erstes für Essen zu sorgen.

Aber trotzdem sollte Arbeit Spaß machen. Wir sollten uns dazu entscheiden. Sie wollen. Und nicht müssen.

Sicherlich ist das einfach gesagt. Vielleicht ist das eine zu idealisierte Sichtweise. Aber hey, besser so als anders herum.

Und ich meine auch nicht, dass immer alles Spaß machen muss und toll sein soll. So funktioniert das im Leben nicht. Und das ist auch völlig in Ordnung so. Die Kunst besteht viel mehr darin, sich immer mehr in die gewünschte Richtung zu bewegen. Mehr von dem zu machen, was wir wollen.

Bis dahin schaufel ich einfach etwas weiter im Gemüsefeld herum. Aber nicht zu lange. Ansonsten wird es für mich auch wieder belastend. Doch aus das würde einem wieder die Chance geben, an sich selber zu arbeiten. Selbst in völlig routinierten Tätigkeiten achtsam zu sein und das Leben zu genießen.

Also wie so oft kommt es einfach auf die eigene Einstellung drauf an.

17. März 2017

Was zum Teufel mache ich hier eigentlich?

Ich bin ans andere Ende der Welt geflogen. Ist hier alles besser? Ist es hier so toll, dass ich ewig hier bleiben möchte?

Nein natürlich nicht. Klar ist hier erstmal alles unbekannt. Voller neuer Eindrücke. Wenn man das mag, ist dies natürlich erstmal gut. Es ist schön hier. Es gibt viele Bäume und eine tolle Natur.

Doch es gibt auch andere Seiten. Inzwischen habe ich mir mehrmals kurz die Frage gestellt: Warum bin ich eigentlich hier? Warum mache ich das?

Ich war alles andere als unglücklich in Berlin. Wahrscheinlich brauche ich sogar viel weniger Abwechslung und Abenteuer als viele andere Menschen. Das heißt nicht, dass es mir egal ist, was ich tue und was um mich herum passiert. Aber ich komme sehr gut mit einer stabilen Umgebung zurecht.

Aber trotzdem lasse ich alles hinter mir und gehe irgendwo hin. Irgendwo, wo ich meine Umgebung nicht unter Kontrolle habe. Wobei mir sehr wohl bewusst ist, dass ich das sowieso nie habe. Aber hier halt noch viel weniger.

Wo wir untergekommen sind, ist es kind of abgefuckt. Es gibt keine richtige Toilette bzw. es gibt ein Plumpsklo. Draußen. Mit fairerweise 2,5 Wänden. Immerhin ein Dach. Ich will mich jetzt nicht darum streiten, ob dies eine richtige Toilette ist oder nicht. Einigen wir uns darauf, dass ich etwas anderes gewohnt bin.

Ansonsten setzt die Dusche auch nicht gerade höchste Maßstäbe. Nicht unbedingt sauber. Um warmes Wasser zu bekommen, muss man erstmal mit einer Rohrzange an einen kleinen Stift ziehen. Jasmin hatte heute eine riesige Schnecke auf dem Handtuch. Keine Ahnung, wie sie dahin gekommen ist. Aber immerhin war es keine riesige Spinne. So musste ich mir kein lautes Geschrei anhören.

In den Nächten ist es auch nicht gerade warm. So ein Wohnwagen ist nicht unbedingt gut isoliert. Zumindest nicht diese hier. Zum Glück haben wir unsere Schlafsäcke mit. Die haben wir gestern schon ausgepackt.

Alles nicht so schlimm. Ich bin ja sowieso nicht der Typ, der alles super toll braucht. Ach, das Internet ist langsam und auch nur teilweise verfügbar. Das wäre wohl das Erste, was ich ändern würde.

Es gibt ansonsten immer mal diese Momente, an denen ich mich frage, warum ich das mache. Warum mache ich hier einfach Gartenarbeit. Warum schnitze ich hier Ewigkeiten an kleinen Holzpaddel rum.

Wir haben uns heute eine Farm angeschaut und überlegt, ob wir dort nicht auch für einige Zeit mithelfen, Obst und Gemüse anzubauen. Wir würden sicherlich sehr viel lernen. Und trotzdem habe ich mich kurz gefragt, warum habe ich 3,5 Jahre studiert, um jetzt hier auf einer kleinen Farm zu arbeiten.

Ich will die Arbeit auf keinen Fall schlecht machen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, ich könnte so viel mehr machen. Mehr bewegen. Mehr gestalten. Anspruchsvollere Arbeit vollführen.

Aber wer will schon bewerten, was anspruchsvoller bzw. bedeutsamer ist? Und das ist genau mein Punkt. Ist das alles vielleicht nicht genau das, was ich brauche. Einfach mal aus meiner Komfortzone herausgehen. Andere Dinge tun. Solche Dinge lernen. (Er-)leben, wie solch ein Leben ist.

Es sind gerade mal ein paar Tage, die ich hier verbracht haben. Und trotzdem mache ich mir schon solche Gedanken. Aber ich sehe es positiv. Schließlich will ich ja genau das: Aus meiner Komfortzone heraus gehen.

Klar habe ich mein Leben vorher total gemocht. Und ja, ich möchte andere Dinge tun. Mich selber mehr verwirklichen. Aber davor ist es vielleicht ganz gut, wenn ich auch andere Erfahrungen mache.

Ich schaue einfach mal, was noch alles auf mich zukommt.

16. März 2017

Erstmal den Garten aufräumen

Die Tropfen prallen in regelmäßigen Abständen aufs Dach unseres Wohnwagens. Das Geräusch finde ich zutiefst entspannend und angenehm. Ich wache vom Regen auf.

Zumindest beim zweiten Mal. Mein Wecker hat schon 30 Minuten vorher geklingelt. Aber es war kalt, dunkel und regnerisch. Das lädt nicht unbedingt zum Aufstehen ein. Als es zumindest dämmert, fällt es mir schon deutlich leichter. Kurz meditieren und dann geht es raus. Ein kleiner Spaziergang im Wald.

Kaum öffne ich die Tür, blicken mir zwei Rehe entgegen. Es dämmert noch. Stille. Lediglich das Plätschern des Baches im Hintergrund.

Ich laufe nur ein paar Minuten durchs Gelände. Alleine dies ist schon so angenehm befreiend und erdend.

Überall stehen moosbedeckte Zedernbäume, die so bekannt für British Columbia sind. Ich muss sagen, sie sind deutlich eindrucksvoller als die Bäume, die ich aus Deutschland kenne. Irgendwie haben sie eine ganz andere Ausstrahlung. Vielleicht liegt es auch daran, dass es in Deutschland kaum wirklich alte Bäume gibt.

Ich frage mich, wie viele Menschen deutlich weniger gestresst wären, wenn sie jeden Morgen einen kleinen Spaziergang voller Achtsamkeit durch solch eine Natur unternehmen würden. Sicherlich sehr viele.

Joe hatte schon gestern angekündigt, dass er diese Woche kaum Zeit für uns haben würde. Wir sind also viel auf uns alleine gestellt. Der Garten könne etwas aufgeräumt und das Moos entfernt werden. So werkeln wir den Tag draußen rum. Sortieren Feuerholz in kleine Päckchen. Verbrennen ungeeignetes Holz. Räumen auf.

Mir kommt nicht einmal der Gedanke, warum ich ans andere Ende der Welt geflogen bin, um Gartenarbeit zu machen. Ich will mich öffnen. Vor allem muss nicht alles immer produktiv und effektiv sein. Das ist etwas, was ich lernen möchte.

Am Abend beschließen wir, doch in den anderen Wagen umzuziehen. Der eine ist zwar großer und direkt am Wasser. Aber der andere ist irgendwie etwas gemütlicher und es stehen weniger andere Dinge darin, sodass wir uns besser einrichten können.

Etwas Komfort und Häuslichkeit sind wohl nötig, wenn man ansonsten schon so aus seiner Komfortzone herausgeht. Dann möchte man es einfach etwas gemütlich und ordentlich haben. So geht es mir zumindest. Das habe ich auch schon auf meinen ganzen Trekkingtouren, in denen ich im Zelt geschlafen habe, erlebt.

13. März 2017

Hey Joe!

Um 3:00 wache ich auf. Etwas verwirrt und dann überrascht. Ich habe über 12 Stunden durchgeschlafen.

Gestern haben wir nicht weit vom Flughafen entfernt, in ein Hotel eingecheckt. Den Vormittag haben wir mehr oder weniger in der Lobby verbracht. Nur kurz sind wir dann etwas einkaufen gegangen und haben uns dann etwas zu essen gemacht.

Wie so oft ist es eine mittelschwere Herausforderung, sich im Hotel etwas Vernünftiges zuzubereiten, wenn einem auch nur ein Wasserkocher zur Verfügung steht.

Aber es gibt schlimmeres als eine Instant-Nudelsuppe. Und frischer Spinat und anderes Gemüse runden die Sache dann noch etwas ab.

Nach dem Essen sind wir dann gleich ins Koma gefallen.

Jetzt ist es also kurz nach 3:00. Es ist dunkel. Überall ruhig.

Erstmal noch eine Nudelsuppe mit dem Rest Gemüse machen. Gestern ist nicht viel rum gekommen. Dann schauen wir, wie wir überhaupt hier wegkommen bzw. wie wir zu unserem Ziel kommen. Wir sind gerade in Richmond. Unser Ziel ist die kleine Insel Salt Spring Island bei Vancouver Island.

Dann wird erstmal das Hotelfrühstück genauer unter die Lupe genommen. Ich habe von den letzten Tagen einiges nachzuholen. Nicht so überraschend: Es gibt wenig Veganes. Auf Nachfrage bekommen wir Sojamilch und vegane Bagels (Ich habe keine Ahnung, ob Bagels nicht immer vegan sind).

Schnell die alle Sachen zusammenpacken und zum nahe liegenden Busbahnhof laufen. Von dort wollen wir den Bus zur Fähre nehmen.

Ich komme mir etwas doof vor. Wir beiden mit unseren riesigen Rucksäcken auf dem Rücken und dann vorne noch ein Rucksack. Sonst habe ich immer andere Reisende komisch angeschaut, die so herumgelaufen sind. Habe mir immer gedacht, dass sie einfach nicht so viel mitnehmen sollten. Jetzt kann ich es irgendwie verstehen. Auch wenn ich wahrscheinlich selber zu viel Zeugs mitgenommen habe.

Zum Busbahnhof sind es nur ein paar Meter. Mit den beiden Rucksäcken will ich auch nicht wirklich mehr laufen. Als wir ankommen, kommt auch schon pünktlich der Bus. Im Bus müssen wir einen recht unbeholfenen Eindruck erwecken. Wir wissen nicht genau, wohin mit dem Gepäck und wie wir für den Bus bezahlen können. Schnell bieten mehrere Mitfahrer an, für unsere Fahrt zu bezahlen. Letztendlich gibt uns der Busfahrer selber einfach 2 Tickets.

Nach einer ansonsten unspektakulären kurzen Fahrt kommen wir bei der Fähre an. Sofort spricht uns ein Kanadier, der ebenfalls mit uns im Bus saß, an. Er lädt uns zu einem Kaffee und einem Keks ein. Natürlich vegan. Die Kanadier scheinen wirklich unglaublich nett zu sein. Das hatte ich schon mehreren Leuten gehört. Und British Columbia scheint auch für Veganer geeignet zu sein. Wir haben uns also den richtigen Ort ausgesucht.

Die Landschaft zieht langsam an uns vorbei. Ich komme nicht drum herum, an Skandinavien zu denken. Die Inseln, die Küste, allgemein die Vegetation erinnert mich stark an meine Kajaktour in Finnland. Irgendwie mag ich es. Auch wenn meist nicht unbedingt das beste Wetter ist. Und auch hier scheint es einen seichten andauernden Nieselregen zu geben. Vielleicht hätte ich doch gleich Gummistiefel mitnehmen sollen.

Am kleinen Hafen holt uns Joe ab. Bei ihm werden wir wohl die nächste Zeit unterkommen. Wie lange wissen wir noch nicht. Was wir dort alles machen, wissen wir auch noch nicht genau.

Schon von Weitem erkennen wir ihn. Mit seinem kurzen dunklen Bart, seiner Mütze und Lächeln im Gesicht. Rucksäcke packen wir hinten auf die Ladefläche und dann geht es weiter. Nach kurzer Zeit halten wir Ganges, dem größten Dorf auf Salt Spring Island. Joe lässt uns etwas durch das Dorf laufen, damit wir uns einen Überblick verschaffen können.

Jasmin und mich zieht es sofort in den Supermarkt. Klare Prioritäten. Wir schauen uns eine ganze Weile um, was es so alles hier gibt. Ich muss sagen, es gibt ein recht gutes Angebot – vor allem für eine so kleine Insel. Aber schließlich sind wir auch nicht weit von Vancouver entfernt. Aber vor allem das Gemüseangebot überrascht mich positiv. So viel verschiedenes leckeres Grünzeug und das meiste bio – natürlich zum entsprechenden Preis.

Wirklich viel mehr sehen wir von dem Dorf nicht. So groß ist es aber auch einfach nicht. Weiter geht es zu Joes Zuhause.

Es erwarten uns 3 Wohnwagen bzw. eher Anhänger und 1 kleines Holzhaus, welches sich noch im Bau befindet. Das ganze Areal voller Bäume. Ja eigentlich ein Wald. Ein kleiner Bach führt hindurch und man hört ständig das sanfte Plätschern des Wassers. Ich liebe das. Auf dem gesamten Gelände befinden sich viele kleine Haufen voller Baumaterial, Schrott oder sonstiges Zeug, was man vielleicht mal gebrauchen kann. Ich kenne das schon. Nicht unbedingt schön, aber auch nicht wirklich abschreckend.

Er führt uns überall herum. Zeigt uns, wo sich was befindet. Das Haus habe er über die letzten Jahre mehr oder weniger alleine gebaut. Fertig ist es jedoch noch lange nicht. Es ist jedoch schon beeindruckend, wenn sich jemand solch ein Haus komplett selber baut. Sicherlich ist es nicht mit den meisten Massivhäusern in Deutschland zu verglichen, aber zum Leben reicht es eigentlich. Joe schläft zumindest schon in dem Haus und das Bad funktioniert auch schon.

Wir können in einem der 2 Anhänger schlafen und entscheiden uns für den größeren am Bach. Joe kündigt jedoch schon an, dass wir in 1 Woche in den anderen umziehen müssen. Da dann auch noch jemand – auch ein Deutscher – herkommt, für den dieser reserviert ist.

Wir schauen uns noch etwas um. Reden etwas, Kochen und essen gemeinsam. Dann gehen wir auch schon schlafen. Irgendwie haben Jasmin und ich uns noch nicht wirklich an die neue Zeitzone gewöhnt. Aber dafür können wir ja am nächsten Tag früher aufstehen.

12. März 2017

Der schlimmste Flug meines Lebens

Wir dachten uns: Lass uns ruhig einen längeren Flug nehmen. So haben wir mehr Zeit, uns etwas auf Kanada einzulassen. Außerdem ist Reisen doch aufregend und voller neuer Eindrücke.

OK. Wir wollten einfach den günstigsten Flug nehmen. Zumindest ich. Jasmin wollte auch Abenteuer.

Und das haben wir auf jeden Fall bekommen. Wir sind von Berlin nach Stockholm (Schweden) geflogen. Hatten 13 Stunden Aufenthalt. Dann ging es weiter nach Oakland (USA) und anschließend nach Seattle (USA). Irgendwann sind wir dann endlich in Vancouver (Kanada) gelandet.

Ich bin schon öfters länger geflogen. Doch das toppt alles Vorherige.

Wir dachten uns, dass wir die über 36 Stunden gut nutzen können. Doch irgendwie hatten wir uns das Ganze etwas anders vorgestellt.

Gegen 22:00 ging es von Berlin los. Nicht viel mehr als 1 Stunde später laden wir schon wieder in Stockholm. Der Flughafen ist fast wie ausgestorben. Es sind kaum Menschen dort. Die Läden haben zu. In die Stadt zu fahren lohnt sich nicht. Am nächsten Morgen geht es ja schon weiter.

Also schauen wir uns ein bisschen am Flughafen um und suchen uns dann ein einigermaßen nettes Plätzchen. Die Sitzbänke von einem geschlossenen Café sind recht bequem. Dass die Stühle verkehrt herum auf den Tischen stehen, stört uns nicht. Ich denke mir noch, dass wir so recht gut schlafen und dann erholt weiterreisen können.

Doch die Nacht ist alles andere als erholsam. Ich kann nie wirklich tief einschlafen und wache ständig auf. Vielleicht liegt es daran, dass ich mir immer ein wenig Sorgen um unser Gepäck mache. Oder einfach nur daran, dass es kalt ist. Doch ich bin zu müde mir etwas anzuziehen. Dies rächt sich, als ich mit Halsschmerzen am Morgen aufwache.

Gepäck wieder einchecken und dann geht es auch schon Richtung USA. Es ist für mich das erste Mal, dass ich mich auf diesen Kontinent bewege. Bisher haben mich meine Reisen meistens in den Osten geführt.

Da wir anschließend einen Inlandsflug und dann auch noch mit einer völlig anderen Fluggesellschaft haben, müssen wir in die USA einreisen. Ich habe im Vorfeld schon viele Geschichten darüber gehört, wie schwer und umständlich sich dies gestalten kann. Und dann kann es in manchen Fällen sicherlich auch.

Wir müssen eine gefühlte Ewigkeit anstehen. Dann werden uns einige kurze Fragen gestellt und dann war es das. Dass wir gleich weiter nach Kanada wollen, hilft sicherlich.

Von den USA sehe ich nicht wirklich viel. Ein bisschen von den Flughäfen. San Francisco von oben. Aber zu diesem Zeitpunkt bin ich auch schon nicht mehr so richtig aufnahmefähig. Ich fühle mich krank und erschöpft.

Dass dann der letzte der 4 Flüge Verspätung hat, nehmen wir nur stillschweigend hin. Schließlich ist ansonsten alles recht gut gelaufen und wir haben alle Anschlussflüge bekommen.

Irgendwann nach 0:00 Ortszeit kommen wir dann in Kanada an. Auch dort gelangen wir recht problemlos durch den Zoll bzw. die Einwanderungsbehörde. Mit einem Visum für die nächsten 6 Monate in der Hand gehen wir nach draußen und atmen das erste Mal die Luft Kanadas ein.

Verdammt kalt. Und jetzt? Wir haben ein Hotel gebucht. In 12 Stunden können wir einchecken. Also wieder zurück in den Flughafen und eine Bank gesucht.

Zumindest habe ich von Stockholm gelernt und ziehe mir gleich etwas mehr an.

12. März 2017

Es geht los!

Dass der Tag irgendwann kommen würde, war klar. Aber jetzt, da es so weit ist, ist es ein komisches Gefühl. Für mich ist es nicht wirklich fassbar, was gerade passiert.

Der letzte Monat ist wie im Flug vergangen. Ich habe meine Wohnung aufgegeben. Jasmin beim Renovieren ihrer Wohnung geholfen. Und irgendwie probiert, mich auf die bevorstehende Reise vorzubereiten. Doch wie bereitet man sich vor allem geistig auf etwas vor, wenn man keine Ahnung hat, was passieren wird?

Gedanken darüber konnte ich mir jedenfalls nicht wirklich machen. Gefühlt 1000 Dinge standen ständig an.

Aber ich will gar nicht rumjammern! Schließlich gibt es deutlich schlimmere Dinge, als die eigene Weltreise vorzubereiten. Und wie immer kann nun mal nicht alles Spaß machen. Das ist in Ordnung.

Und irgendwie muss ich zukünftig mein Zeitmanagement doch nochmal überdenken. Es ist ja nicht so, dass ich erst vor Kurzem wusste, wann es losgeht. Aber irgendwie habe ich dann doch wieder erst am Tag des Abfluges richtig gepackt.

Aber wirklich einfach ist das Ganze auch nicht. Zumindest nicht für mich. Oder wie würde es dir gehen, wenn du einen Rucksack mit all deinen Sachen packen müsstest, die du brauchst. Für mehrere Jahre und am besten für immer. Unterwegs kann man sich zwar immer noch etwas holen. Aber ich habe großen Respekt vor allen, die mehrere Jahre mit nur einem Rucksack unterwegs sind. Und dann teilweise sogar nur mit Handgepäck.

Das muss ich ja zum Glück nicht. Und es hilft sicherlich auch nur in Länder zu gehen, in denen eigentlich eine Badehose und Flipflops reichen. Aber was rede ich. Mein Rucksack ist gepackt und es geht nach Kanada.

Wie es ist, sich endlich auf den Weg zu machen? Endlich loszugehen? Alles hinter sich zu lassen?

Komisch. Ich realisiere es einfach nicht. Es war komisch, mich von vielen Menschen und vor allem meiner Familie zu verabschieden. Auch wenn ich irgendwie weiß, dass ich sie jetzt lange Zeit nicht mehr sehen werde, begreife ich noch nicht ganz, was dies für mich bedeutet. Mal sehen, ob es irgendwann schlagartig kommt oder ganz einfach langsam zu einem normalen Gefühl wird.

Vielleicht muss ich es mir auch einfach noch ganz oft sagen: Es geht jetzt los. Es geht jetzt los. Jetzt geht es los.

Jedenfalls haben wir uns nicht unbedingt den kürzesten Flug ausgesucht. Über Stockholm, Oakland, Seattle und dann Vancouver. Mit 13 Stunden Aufenthalt in Stockholm. Aber der Weg ist das Ziel. Oder?

So dachten wir uns das jedenfalls.

11. März 2017