Nicht gegen die Krankheit. Mit der Krankheit.

Die letzten Tage habe ich mich mühevoll von Bett zur Couch geschleppt. Viel mehr war kaum möglich.

Nach langer Zeit hat es mich mal wieder erwischt. Fieber. Schüttelfrost. Alles, was so richtig Spaß macht. Ja, auch Gesundheitscoaches werden selber krank.

Oft darf ich mir dann anhören: ‘Da machst du schon deinen Gesundheitskram und wirst trotzdem krank. Bringt’s halt doch nicht.’ Oder: ‘Da siehste mal, wohin das ganze Grünzeug so führt’.

Natürlich ist es ein willkommenes Fressen. Und das ist auch völlig in Ordnung so. Ja auch ich und andere ‘Gesundheitsjunkies’ werden krank. Doch ist das wirklich negativ?

Von Rüdiger können wir lernen. Krankheit als Symbol. Als Weg. Als Chance. Als Sprache. Also Krankheit definitiv nicht nur als etwas Negatives. Wir sollten nur versuchen uns der Bedeutung bewusst zu werden.

Auch wenn es sicherlich erstrebenswert sein mag, nie krank zu werden. Also dem Auftreten präventiv entgegenzuwirken. So sollte es wohl nicht das Ziel sein, nie krank zu sein. Auch wenn das auf den ersten Blick gleich erscheinen mag, so ist es das nicht.

Was ich damit meine: Sobald die ersten Zeichen eines Infekts o.ä. auftreten, versuchen wir die Symptome sofort zu bekämpfen. Bloß nicht krank sein. Doch ist das wirklich die richtige Strategie? 

Unterdrücken wir den Erreger, die Krankheit damit nicht nur? Provozieren wir damit wohlmöglich chronische Erkrankungen? Bekämpfen wir wirklich nur die Krankheit? Geht es überhaupt darum, die Krankheit zu bekämpfen? Ist die Krankheit vielleicht einfach ein Zeichen für ein Ungleichgewicht, für eine Störung?

Natürlich will keiner krank sein. Ich doch auch nicht. Doch vielleicht sollten wir unsere Meinung, unseren Umgang bezüglich Krankheit ein wenig überdenken?

Ich zumindest bin ruhig ab und zu mal krank. Liege flach. Lasse mein Immunsystem mal wieder richtig arbeiten. Sich anpassen. Das ist mir jedenfalls lieber, als alles sofort bekämpfen zu wollen. Aber darin nicht wir Menschen ja besonders gut.

Bist du dir bewusst, was dir wirklich wichtig ist?

Momentan bin ich dabei für Perspektive Gesundheit und ein anderes Projekt Wege für eine bessere Orientierung zu schaffen. So kann man dann je nach eigener Zielsetzung schneller für sich relevante Inhalte ausmachen.

 

Es wird wohl 3 Lifestyle-Pfade geben: Vitalität, Leistung und Transformation. Je nachdem welcher dieser Wege momentan bei einem vorherrscht, sind verschiedene Themen vorrangig wichtig.

 

Bei der Zusammenstellung kam ich natürlich nicht umher, mich selber zu fragen, welcher Weg bei mir denn vorrangig sei.

 

Weiterentwicklung, Wandlung, Transformation sind immer Themen bei mir. Doch momentan definitiv nicht bestimmend. Dafür haben diese Themen momentan zu wenig Bedeutung bei mir. Dafür räume ich ihnen zu wenig Zeit ein.

 

Es ist naheliegend, dass Gesundheit, Lebenskraft, Lebensfreude, ja Vitalität ein großes Thema für mich ist. Ist es auch definitiv. Doch irgendwie habe ich immer das Bild von mir gehabt, dass ich auch im Bereich Leistung sehr aktiv bin. Ich möchte fit, stark, leistungsfähig sein.

 

Wenn ich mich nun aber wirklich Frage, ob ich den Weg der Leistung gehe — vor allem gehen möchte —, muss ich mir eingestehen, dass dem nicht so ist. Leistung steht für mich definitiv nicht im Vordergrund.

 

Auch wenn mir das davor schon irgendwie bewusst war, war es trotzdem eine besondere Erkenntnis. Als wäre mir der Fakt zwar bewusst gewesen, jedoch völlig zusammenhangslos. Völlig losgelöst vom Rest. Ohne große Auswirkungen auf mein Verhalten.

 

Natürlich möchte ich mich weiterhin fit halten. Doch irgendwie kann ich jetzt alles lockerer sehen. Mir muss es jetzt nicht mehr darum gehen, Fortschritte zu machen. Besser werden zu wollen. Stattdessen kann ich mich voll und ganz auf den Prozess konzentrieren.

 

Einfach auf das Training. Nicht damit ich besser werde. Sondern damit es mir besser geht. Jetzt und zukünftig.

 

Das mag sich fast banal anhören. Doch für mich ist es das nicht. Für mich ist es Erleichterung. Weniger Druck (wobei Druck ja erst mal nichts Negatives ist). Für mich bedeutet es, mir wieder einmal mehr bewusst zu sein, was mir momentan wichtig ist. Wo meine Prioritäten liegen. Etwas, was wir alle immer wieder herausfinden sollten.

Stimmt dein Schlaf, stimmt schon mal verdammt viel in deinem Leben.

Seit einigen Monaten versuche ich nun meinen Schlaf zu optimieren. Mehr zu einem natürlichen Schlafrhythmus zu kommen. Ein großer Schritt war auch meinen Wecker zu verzichten. Wann immer es geht, von alleine aufzuwachen.

 

Vor ein paar Tagen dann meinte ich doch wieder mit Wecker aufstehen zu wollen. Lieber wieder früher. Einfach mehr Zeit am frühen Morgen zu haben.

 

Ich habe meine Meinung wieder geändert. Gestern habe ich bei der Recherche für einen Artikel wieder mehr über Schlaf gelesen. Wie bedeutend er für uns ist.

 

Wir lernen erst wirklich im Schlaf. Bauen Abfallprodukte von Stoffwechselprozessen ab. Regenerieren uns. Bekämpfen Entzündungen. Um es auf den Punkt zu bringen: Schlaf ist für uns überlebenswichtig. Ohne würden wir früher oder später sterben.

 

Es war also keine wirklich schwere Entscheidung. Produktivität oder Gesundheit? Letzte Nacht also wieder ohne Wecker. Um 7:29 bin ich aufgewacht. Nach ca. 8,5 Stunden Schlaf. Anscheinend brauche ich momentan so viel. Morgen vielleicht weniger. Oder auch mehr.

Man kann sich ja mal was gönnen?

Man kann sich ja mal was gönnen. Wurde dieser Satz auch öfters in deiner Kindheit gesagt? Sagst du ihn vielleicht selber gelegentlich? Ich mag diese Aussage absolut nicht. Was soll das heißen, man könne sich mal etwas gönnen?

 

Gönnst du dir sonst nie etwas? Impliziert die Aussage nicht genau das? Dass man sich sonst immer zurückhält und verzichtet?

 

Meistens wird es im Zusammenhang mit etwas Süßem verwendet. Etwas Leckerem. Man begeht eine kleine ‘Sünde’. Oder man gönnt sich etwas besonders. Kauft etwas Teureres. Mach vielleicht auch etwas Unvernünftiges.

 

Es spricht absolut nichts dagegen, sich etwas Gutes zu tun. Dinge zu tun, die einem guttun. Doch diese Aussage lässt eher eine ungesunde bzw. nicht unbedingt gewünschte Beziehung zu der ganzen Thematik erahnen.

 

Wenn wir uns etwas gönnen, sollte es uns wohl guttun, oder? Aber wenn uns etwas wirklich guttut, warum sollten wir das dann nur gelegentlich oder selten tun? Tun uns diese Sachen, wenn wir sie nur selten tun sollten, wirklich gut?

 

Wäre es nicht angebrachter, uns das zu geben, was wir wirklich brauchen und wollen. Was uns mit Energie versorgt, uns glücklich macht, aufgehen lässt, mit Liebe erfüllt usw.

 

Statt ständig verzichten zu müssen und sich nur gelegentlich etwas zu gönnen, könnten wir doch uns einfach auf die Sachen konzentrieren, die uns immer gut tun. Die wir ständig tun können. Uns bewegen. Wertvolle nährstoffreiche Nahrung zu uns nehmen. Lachen. Lieben. Dankbar sein. Warum damit warten?

 

Ist es nicht eine traurige Haltung zu meinen, man könne sich nur selten etwas gönnen? Das Leben würde die meiste Zeit daraus bestehen, dass man auf diese Dinge verzichten müsse. Das erscheint mir nicht wünschenswert. Aber auch absolut nicht verständlich.

 

Fokussiere ich mich auf all die Dinge, die mir wirklich gut tun. Die mich gesund und glücklich machen. Dann muss ich mir nicht mal was gönnen. Ich habe absolut nicht das Verlangen danach. Denn ich habe ja ständig genau das, was ich möchte. Ich gönne mir ein wunderbares Leben — mit viel Gesundheit, Lebensfreude und Liebe. Und zwar immer.

Bin ich bescheiden?

Ich rede nicht viel über meine Resultate oder sogar was ich alles so mache. Doch woran liegt das? Bin ich nicht stolz auf das, was ich tue? Warum teile ich so wenig, was ich getan habe und tue?

 

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Es ist jedoch interessant zu beobachten. Vielleicht denke ich innerlich, dass ich es immer noch viel besser machen könnte. Dass es nicht erzählenswert sei. Es nicht gut genug sei. Vielleicht bin ich mit meinen Ergebnissen selber nicht zufrieden. Bin ich zu selbstkritisch?

 

Denn eigentlich weiß ich, dass ich vieles sehr gut mache. Ich gebe mir Mühe. Investiere viel Zeit und Energie in meine Taten. Bekomme gutes Feedback. Sehe, dass ich Menschen unterstütze.

 

Vielleicht bin ich auch einfach nur zurückhalten. Möchte nicht mit meinen Taten posaunen. Wer sich dafür interessiert, kann sie sich selber anschauen. Gut verpacken tue ich jedenfalls nicht viel. Ja verkaufen tu ich mich wohl eher schlecht. Doch das ist in Ordnung.

 

Doch ist es das? Enthalte ich vielen Menschen nicht einiges vor? Schließlich könnte es ihnen weiterhelfen. So zum Beispiel mein Buch: ‘Gesund in der Komfortzone – 50 Gewohnheiten für ein außergewöhnliches Leben’. So wirklich dafür geworben habe ich nicht. Auch wenn ich denke, dass es viele Menschen weiterbringen würde. Ich bin überzeugt, dass es vielen eine Unterstützung sein würde.

 

Was fange ich nun mit der Erkenntnis an? Ich sollte tief in mich gehen. Schauen, was mich davon abhält, mich zu ‘verkaufen’. Warum ich nicht so gerne über meine Projekte spreche. Es einfach mehr tun. Von mir auch mehr darüber sprechen. Keinem etwas aufschwatzen wollen. Stattdessen erzählen, was mich begeistert.

 

So oft halten uns verschiedene Dinge davon ab, etwas zu tun. Meistens läuft es unbewusst ab. Wir können erkunden, was dahinter liegt. Warum wir so agieren. Wir können aber auch einfach bewusst ins Handeln kommen. Nicht wissen warum. Nicht zu viel überlegen. Einfach tun. Beides in Verbindung ist wohl eine gute Strategie.

Lerne. Tu Neues. Entwickle dich. Täglich!

Es ist erstaunend, wie wenig Erwachsene lernen. Als wären wir angekommen. Könnten schon alles ausreichend. Müssten nichts mehr dazu lernen. Eine absurde Vorstellung.

 

Eigentlich jedem müsste bewusst sein, dass es noch so viel zu lernen gibt. Dass wir uns noch weiter entwickeln können. Wir mehr üben oder trainieren können. Absolut nichts ist abgeschlossen.

 

Ist es nicht einleuchtend, dass eine der besten Investitionen, die wir tätigen können, wir selbst sind? Wollen wir vorwärtskommen. Etwas verändern. So sollten wir in uns investieren. Unsere Kompetenzen erweitern. Lernen.

 

Doch stattdessen stehen so viele Menschen still. Bleiben auf der Stelle. Lernen über Jahre hinweg kaum etwas Neues. Solange es ihre Umstände nicht zwingen erfordern, müssen sie es ja auch nicht. Doch so werden sie immer das Leben führen, welches sie führen. Der Mensch bleiben, der sie sind. Ewig so weiter machen.

 

Natürlich nicht komplett. Wir verändern uns immer. Aber wir können über Jahrzehnte hinweg immer die gleichen Gewohnheiten aufrechterhalten. Immer das Gleiche tun. Meistens wollen wir das jedoch nicht. Wir wollen etwas verändern. Ein scheinbar ‘besseres’ Leben führen. Wie auch immer das aussehen mag.

 

Wichtig ist doch aber, dass wir anfangen uns zu verändern. Wir sollten unseren Horizont erweitern. Erfahrungen machen. Neues Wissen erlangen. Heutzutage stehen uns dafür so viele Möglichkeiten zur Verfügung. So viel Wissen. So viele Chancen.

 

Nutze sie. Werde aktiv. Nicht nur gelegentlich. Wenn es mal passt. Sondern ständig. Jeden Tag. Jeden Tag ein bisschen. Versuche dich täglich zu verändern. Zu verbessern. Nur 1% besser als gestern.

 

1%. Das ist nichts. Doch über die Zeit ist es eine Menge. Also tu jeden Tag etwas für deine Entwicklung. Lies. Schreibe. Übe. Mach etwas. Hauptsache etwas weiter. Einfach einen kleinen Schritt. Morgen dann den nächsten Kleinen. Genau so kommst du vorwärts!

Wie schaffen wir es, unsere Vorhaben auch wirklich umzusetzen?

Im Laufe unseres Lebens nehmen wir uns unzählige Dinge vor. Doch wie viele setzen wir davon wirklich um? Wir nehmen uns vor, etwas regelmäßig zu tun. Doch meistens verwirklichen wir unsere Gedanken nicht. Am Ende schaffen wir es nicht, unser Verhalten zu ändern. Denn daran liegt es doch meistens: die Umsetzung. Wir tun es einfach nicht.

 

Doch woran liegt das? Mangelnde Motivation? Auf den ersten Blick mag dies so wirken. Steckt nicht noch etwas anderes dahinter? Es ist müßig nur einen Faktor — einen ‘Schuldigen’ — finden zu wollen. Sicherlich spielt jedoch das richtige Mindset eine große Rolle. Wir sollten anfangen, mit dem richtigen Mindset der Welt zu begegnen.

 

Unsere Glaubenssätze und Einstellungen beeinflussen in großem Maße wie wir Denken. Das wiederum beeinflusst was wir tun. Daher sollten wir auch dort ansetzen. Zu oft meinen wir, es fehle uns an Motivation. Oder es fehle uns an Willenskraft und Disziplin. Doch das ist nur eine Illusion. So einfach ist es nicht.

 

Will nun jemand sein Verhalten ändern, ohne vorerst sich selber zu ändern, wie sollte er dann anfangen? Ein guter Anfang wäre wohl bei dem ‘Warum’. Warum möchte ich das? Was ist mein Wunsch und was erwarte ich davon? Worum geht es mir wirklich?

 

Dann könnte ich schauen, was mich davon abhält. Was könnte mich möglicherweise davon abhalten, mein Vorhaben umzusetzen? Sicherlich einiges. Dann sollte ich mir Pläne machen, wie ich diesen Herausforderungen begegne. Wenn es erst mal so weit ist, ist es meistens zu spät.

 

Dann hilft keine Willenskraft mehr. Ich muss mich vorher vorbereiten. Einen Plan machen. Wenn ___, dann ___. So fällt es deutlich leichter, auch wirklich das Vorgenommene umzusetzen. Nicht erst warten bis es zu spät ist.

 

Bereiten wir uns vor. Gehen ins Detail. Lassen es nicht einfach auf uns zu kommen. Sondern begegnen dem Problem, der Herausforderung, bevor sie überhaupt eintritt, so wird es uns deutlich leichter fallen, unser Verhalten zu ändern.

Gibst du dich zu schnell zufrieden?

Kann es sein, dass wir uns oft zu schnell mit etwas zufriedengeben? Vor allem mit Antworten. Antworten, die wir von anderen bekommen. Antworten, die wir uns selber geben.

 

Bloß nicht noch mal hinterfragen. Doch genau das sollten wir vielleicht mehr tun. Uns nicht so schnell zufriedengeben. Nachfragen. Hinterfragen.

 

Meistens geht es darum eine Lösung zu finden. Möglichst schnell. Hauptsache eine Lösung. Wir verstehen etwas nicht und fragen nach. Schnell meinen wir es verstanden zu haben. Doch in den allermeisten Fällen haben wir höchstens eine Idee bekommen. Wirklich verstanden haben wir nichts.

 

Nimm dir die Zeit, Sachen wirklich zu verstehen. Insbesondere dich. Wir mögen uns Fragen stellen wie: Was will ich? Worum geht es mir? Was treibt mich an? Doch zu schnell tun wir uns mit einer Antwort ab. Wir haben ja eine Antwort ‘gefunden’, also warum noch weiter damit beschäftigen?

 

Werde dir bewusst, worum es wirklich geht. Was steckt dahinter? Geh tiefer. Hinterfrage. Die wenigsten Dinge lassen sich ganz schnell abtun. Unzählige Philosophen haben ihr Leben damit verbracht einzelne Fragen tiergehend zu beleuchten. Kein Schicksal, welches du teilen musst. Doch ein bisschen mehr Tiefe — mehr Hinterfragen und Reflektieren — schadet sicherlich nicht.

Reduzierung auf das Wesentliche ist die Antwort auf die ständige Informationsflut

In letzter Zeit beschäftigt mich wieder vermehrt die Idee vom Minimalismus. Sein Leben auf das zu reduzieren, was man wirklich in seinem Leben haben will. Weniger Besitz. Weniger Tun. Weniger Input. Dafür mehr Leben. Guter Deal.

 

Es ist sicherlich ein langsamer Prozess, den man meistens durchgeht. Sich erst mit der Idee anfreunden. Und dann kontinuierlich umsetzen. Nicht möglichst wenig. Stattdessen bewusst auf die schönen Dinge fokussieren und reduzieren.

 

Und teilweise ist es nicht einfach. So vieles ist genau dafür gemacht, dass du es in dein Leben lässt. Dass du es haben und benutzen willst. Dass du es konsumieren sollst. Social Media ist da wohl das Paradebeispiel.

 

In nächster Zeit möchte ich vor allem mit jeglichem Input sehr bewusst umgehen. Das bezieht sich vor allem auf Informationen sowie materielle Dinge.

 

In Bezug auf Informationen heißt das für mich, immer zuvor bewusst entscheiden, ob und was ich konsumieren möchte. Nur bestimmte Blogartikel, Bücher und Podcasts. Social Media so weit reduzieren, wie es geht. Möglichst nur noch als Messanger und zum Posten benutzen.

 

In materieller Hinsicht möchte ich meinen Input auch auf das Wesentliche reduzieren. Im Februar möchte ich daher nichts kaufen, was ich nicht unbedingt brauche. Das heißt vor allem nichts, was in meinem Leben bleibt. Essen usw. ist natürlich erlaubt. Aber halt keine Dinge. Falls etwas kaputt gehen sollte, was ich alltäglich benötige bzw. nicht missen möchte, wird es auch ersetzt. Aber keine neuen Anschaffungen.

 

Ich bin gespannt, wie das läuft. Hoffentlich deutlich entspannter. Fällt erst mal einiges weg, so kann man sich mehr auf andere Sachen fokussieren. Da es keine Option mehr ist, schafft es wieder Platz im Kopf. Man wird freier. Fühlt sich freier. Leichter. Und das einfach in dem man bewusst auf Sachen verzichtet. Fast schon zu einfach, oder?

2 Monate ohne Wecker leben

Kannst du dir eine Welt ohne Wecker vorstellen? Eine Welt, in der du jeden Morgen nicht unsanft geweckt wirst, sondern einfach von alleine aufwachst? Eine Welt, in der du so lange schläfst, wie dein Körper gerade schlafen will — vielleicht sogar muss?

 

Genau das habe ich getan. Über 2 Monate habe ich meinen Wecker nicht mehr benutzt. Dabei habe ich schon einen Lichtwecker. Was sind meine Erfahrungen? Eigentlich unglaublich Gute! Es ist natürlich ein Luxus, sich nicht den Wecker stellen zu müssen.

 

Doch ich war neugierig, wie ich mich langfristig fühlen würde. Nicht nur mal am Wochenende länger zu schlafen, sondern einfach immer so lange ich möchte. Ich denke, das Ganze funktioniert nur gut, wenn man schon einen guten Schlafrhythmus hat. Schläft man chronisch zu wenig oder hat mit dem typischen Wochenend-Jetlag zu kämpfen, braucht es sicherlich eine längere Umstellungsphase. Der Körper holt sich endlich seine Regeneration.

 

Eigentlich bin ich immer zwischen gegen 8:00 aufgewacht. Im Winter kein Wunder. Da ist es meist noch Dunkel. Insgesamt habe ich oft über 9 Stunden geschlafen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, auch so viel zu brauchen. Mich würde es natürlich brennend interessieren, wie es im Sommer aussieht. Sicherlich würde ich insgesamt weniger und auch nicht so lange schlafen. Das scheint mir nur natürlich.

 

Gibt es etwas zu beachten, wenn du es auch mal probieren willst? Probier es einfach aus. Mach deine eigenen Erfahrungen. Ich rate dir, fang schon vorher an, einen regelmäßigen Schlafrhythmus zu bekommen.

 

Ich meinerseits werde nun wieder versuchen mit Wecker aufzustehen. Werde wieder früher aufstehen. Dafür nutze ich die für mich so wertvollen Stunden am Morgen zu gerne. Für den ein oder anderen mag dies eventuell verrückt klingen, freiwillig so früh aufzustehen. Jeder wie er es mag. Sicherlich ist es auch viel Gewohnheit.

 

Doch auch das ist wieder nur ein Test. Mal sehen, wie es mir damit so geht. Merke ich, dass es sich körperlich doch nicht so gut anfühlt. Er mir signalisiert, doch länger zu schlafen. Werde ich auf ihn hören. Im Sommer — wenn es wieder früh hell wird — ergibt sich das dann schon von alleine. Mal sehen, wie es bis dahin ist.