Wieder Mal kurz gefastet

Wenn wir über Gesundheit sprechen, geht oft darum, was wir alles tun. Was wir tun können. Was wir tun sollten. Doch genauso ist es wichtig, was wir nicht tun. Zum Beispiel zu fasten.

 

Nach meinem letzten kurzen Fastenversuch hatte ich mir vorgenommen, regelmäßig kurze Fastenintervalle einzulegen. 1 Mal im Monat 3 Tage. Das ist nicht zu lange, um den Körper irgendwie stark zu belastet. Trotzdem kann ich von einigen positiven Effekten profitieren. Zusätzlich zum täglichen intermittierendem Fasten natürlich.

 

Nach meiner letzten Erfahrung wollte ich unbedingt Saftfasten ausprobieren. Ich dachte mir, dass ich durch die täglichen Nährstoffe gefühlt deutlich mehr Energie haben müsste. Gedacht, getan. Und in der Tat war es auch so.

 

Eigentlich ist es ja nicht unbedingt Sinn der Sache zu schauen, wie man möglichst viel Energie beim Fasten hat. Schließlich soll man ja nicht einfach so weiter machen. Fasten auch mit einem Rückzug — einer Besinnung — zu verbinden, ist mehr als sinnvoll.

 

Ich muss gestehen, dass ich dies nur bedingt getan habe. Momentan bin ich in einer Phase meines Lebens, in der ich recht viel an mir und meinen Projekten arbeite. Ich in meiner Arbeit aufgehe. Da fällt es mir sehr schwer, mich für einige Tage komplett rauszunehmen. Damit lasse ich mir ein großes Potenzial des Fastens entgehen.

 

Dies habe ich auch gemerkt. Dies mag auch mit der Grund sein, warum ich diesmal nach dem 2. Tag beschlossen habe, frühzeitig das Fasten zu beenden. Also waren es doch nur 2 statt 3 Tage Fastenzeit.

 

Ich habe einfach gefühlt, dass ich mich nicht voll drauf einlassen kann. Ich vor allem am nächsten Tag wieder viel machen möchte. Also warum unbedingt am Vorhaben so starr festhalten. Ob 2 oder 3 Tage macht wahrscheinlich nicht den riesigen Unterschied. Vor allem war es auch keine Fastenkur oder Ähnliches.

 

Auf jeden Fall habe ich wieder einiges gelernt. Und es wird auf jeden fall ein nächstes Mal geben. Vor allem das Saftfasten hat mir sehr gut gefallen. Jeden Tag etwas frischen, selbst gepressten Saft — 250 – 400 ml — zu trinken, hat für mich einen großen Unterschied gemacht. Am besten möglichst viel Gemüse und nur einen kleinen Obstanteil.

 

Ich bin also wieder eine Erfahrung reicher. Nächstes Mal werde ich mich mental etwas besser darauf einstellen. Schließlich sind 3 Tage wirklich nicht viel. Und 3 Tage Besinnung, Regeneration, Reinigung im Monat schadet sicherlich niemandem.

Zeit mehr für mich und meine Gesundheit zu tun

Der erste Monat des Jahres ist schon fast um. Ich lasse kurz Revue passieren. Blicke zurück. Bin zufrieden. Mehr als zufrieden. Ein toller erster Monat.

 

Vieles, was ich vorangebracht habe. Selten habe ich so fokussiert gearbeitet. Doch ich muss mir eingestehen, dass ich etwas für mich sehr Bedeutendes schleifen gelassen habe. Meine Gesundheit.

 

Bevor ein falsches Bild entsteht: Es ist nicht so, dass ich mich hätte gehen lassen. Nicht auf mich geachtet hätte. So ist es nicht. Doch ich habe sicherlich weniger für mich getan — weniger gut auf mich geachtet —, als ich es gerne getan hätte.

 

Trotzdem bin ich völlig im Reinen damit. Es war eine bewusste Entscheidung. Manchmal fokussiert man sich halt mehr auf andere Dinge. Solange alles in Balance bleibt, ist es gut. Doch zukünftig möchte ich wieder aktiver werden. Mehr tun.

 

Nicht unbedingt viel mehr im Sinne von viel tun. Denn so oft sind es ja gerade die kleinen Dinge. Aber auch die ‘kosten’ Zeit. Doch bekommt man auch unglaublich viel dafür zurück.

 

In der nächsten Zeit möchte ich also versuchen, bewusst mehr für mich zu machen — ohne andere mir wichtige Dinge zu vernachlässigen. Mein Fokus liegt momentan hauptsächlich auf Perspektive Gesundheit. Gerade den Blog und Podcast habe ich zu sehr vernachlässigt. Doch das wird sich ändern.

 

Nichtsdestotrotz denke ich, dass ich einiges für mich machen kann. Dazu empfiehlt es sich regelmäßig zu schauen, was nicht so gut läuft. Darauf wo man noch Verbesserungspotenzial sieht. Natürlich aber auch darauf, was schon wunderbar funktioniert.

 

Denn es ist ja wie gesagt nicht so, als würde ich nichts machen. Ich habe in letzter Zeit sehr versucht, meinen Schlaf zu optimieren. Meine rein pflanzliche Ernährung hat in letzter Zeit einen immer größeren Rohkostanteil bekommen. Regelmäßiges Training gehört für mich immer dazu. Und so weiter.

 

Also, was möchte ich dann noch ‘verbessern’?

 

Ernährung

Ich möchte gerne meine Gemüseanteil noch erhöhen — vor allem mit grünes Blattgemüse. Evtl. bekomme ich es endlich hin, wieder mehr Sprossen und anderes Zeugs zu züchten.

 

Außerdem habe ich in letzter Zeit meinen Kombucha etwas vernachlässigt. Fermentierte Lebensmittel könnten ganz klar deutlich mehr integriert werden. Mal sehen, was sich da machen lässt. Momentan fehlt es mir da echt an ‘headspace’ mich damit ausgiebig zu beschäftigen. Kein Grund kein Kombucha anzusetzen. Schließlich geht schnell und ist ohne viel Aufwand erledigt.

 

Mehr Pilze und Algen sind der nächste Punkt. Beide sind unglaublich wertvolle Lebensmittelgruppen. Davon können wir wohl alle deutlich mehr essen.

 

Training

Auch wenn ich mehrmals die Woche trainiere, so kommt es gelegentlich vor, dass ich mal den ein oder anderen Tag ausfallen lasse. Idealerweise möchte ich fast jeden Tag wenigstens kurz trainieren. Etwas mobilisieren und dann ein kleines Workouts. Es muss ja nichts Großes sein.

 

Weiterhin würde ich mich sehr gerne mit Yoga beschäftigen. Das sage ich mir schon sehr lange. Wirklich passiert ist nichts. Auch hier mangelt es einfach daran, dass ich mir keine Zeit nehme bzw. mich nicht damit beschäftige.

 

Meditation

Auch wenn ich die meisten Tage morgens meditiere, so merke ich, dass es nicht mehr ansatzweise so effektiv ist wie früher. Auch wenn ich vor allem beim Meditieren nicht möglichst produktiv und effektiv sein möchte, so spüre ich einen verringerten Effekt. Irgendwie kann ich mich momentan nicht mehr so gut darauf einlassen.

 

Ich denke, wenn ich der Meditation einfach mehr Bedeutung schenke, wird sich schnell etwas ändern. Indem ich demnächst regelmäßig meditiere — ohne ein bestimmtes Ergebnis zu erwarten — und es als Priorität in meinen Tag einbaue, werde ich sicherlich ‘Fortschritte’ machen.

 

So genug reflektiert. Ich möchte mir absolut nicht zu viel vornehmen. Wenn ich in diesen 3 Bereichen — Ernährung, Bewegung, Ausgleich — nur kleine Verbesserungen bzw. etwas mehr mache, bin ich schon sehr zufrieden. Ich werde versuchen, regelmäßig zu reflektieren und zu schauen, wie es sich entwickelt. Also wirst du wohl immer mal wieder solche kleinen Beiträge zu lesen bekommen.

Sei dir nie zu sicher

Wir denken, wir wüssten. Wir nehmen an, wie Sachen laufen. Wir meinen, zu wissen, wie wir uns verhalten werden. Wie sich etwas entwickelt. Wie Menschen reagieren. Wie wir reagieren. Tun wir nicht.

 

Wahrscheinlich kommt es ganz anders. Eventuell stimmt es auch. Zumindest teilweise. Doch wir können uns sicher sein, dass es wahrscheinlich anders kommt. Dass wir nicht genau wissen, was passiert.

 

Wir meinen uns zu kennen. Doch oft müssen wir eine Erfahrung erst selber machen, um zu erfahren, wie wir reagieren. Zuvor können wir Vermutungen anstellen. Überlegen, wie es wohl sei. Doch wenn es so weit ist, kommt es doch anders. Ist es für uns doch anders.

 

Anstatt also voller Zuversicht und der Annahme — wir wüssten — durchs Leben zu gehen, wären mehr Zweifel angebracht. Wir sollten mehr fragend durchs Leben gehen. Nichts als Tatsache betrachten, sondern als Möglichkeit. Mit der Einstellung, dass es so kommen könnte, nicht muss.

 

Vor allem wenn wir meinen, uns zu kennen, sollten wir uns fragen: Tun wir das wirklich? Wie gut kennen wir uns? Was schlummert noch alles in unserem Unterbewusstsein? Welche unserer Seiten wollen wir nicht sehen noch annehmen?

 

Sei dir nie zu sicher. Was ist oder nicht ist. Wie deine Umgebung ist. Deine Zukunft. Deine Mitmenschen. Du.

Jeder ringt mit sich.

Gerade meinte eine Freundin zu mir, dass sie sich mit manchen Themen momentan sehr schwer tue. Bei anderen sehe es oft so einfach aus. Sie würden einfach machen und tun. Es sehe so leicht aus.

 

Sieht es jedoch nicht lediglich so aus? Ich denke, jeder ringt irgendwie mit sich. Wenn nicht mit den gleichen Themen wie du, dann wohl doch mit anderen. Was wir vor allem oft nicht sehen, ist all die Anstrengung und der Kampf davor. All die Tage, Wochen, Monate, Jahre in denen es absolut nicht leicht viel.

 

Meistens ist der Anfang schwer und ungemütlich. Doch das ist er für alle. Bleiben wir jedoch dran. Lernen. Werden besser. Dann wird es auch einfacher. Das sollten wir uns immer wieder bewusst machen.

 

Falls es sich nicht gerade um einen erleuchteten Mönch handelt — und da kann ich es einfach nicht einschätzen —, kannst du davon ausgehen: Jeder ringt mit sich. Irgendein Thema gibt es immer.

 

Also lass dich nicht von Gedanke, dass es anderen so viel leichter fallen würde, negativ beeinflussen. Sie haben andere Themen. Anderes, was dir vielleicht leichter fällt. Ansonsten nimm es als Gelegenheit zu lernen und dich selber zu verbessern.

Wer du bist und was du tust, sollte nicht von der Meinung anderer abhängig sein.

Wer bestimmt eigentlich, ob wir gut in etwas sind? Oder eben nicht? Wenn wir darüber nachdenken,  wir schnell klar, dass es hauptsächlich nicht unsere eigene Meinung ist.

 

Unsere Meinung von uns selber, unseren Fähigkeiten, worin wir gut sind oder auch nicht, ist überaus von anderen beeinflusst. Wahrscheinlich sogar maßgeblich beeinflusst.

 

Wir meinen in etwas gut zu sein. Meinen, bestimmte Dinge besser als andere zu können. Meinen, in bestimmten Dingen absolut nicht gut zu sein. Doch wie kommen wir überhaupt zu der Annahme? Doch eigentlich nur in dem wir uns mit anderen vergleichen und uns durch die Meinung anderer beeinflussen lassen.

 

Als kleines Kind tun wir einfach Dinge, weil wir sie tun wollen. Ohne bestimmte Intention. Besonders ohne die Intention, darin besonders gut zu sein. Wir tun es einfach. Ob wir darin vermeintlich gut oder schlecht sind, kümmert uns nicht.

 

Doch im Laufe der Zeit ändert sich das immer mehr. Von überall bekommen wir zu hören, was wir gut machen und was nicht. Es fängt mit ganz kleinen Dingen an. Kann sich jedoch bis auf unsere Person als Ganzes ausweiten. Dann sind wir — als Mensch — gut oder eben nicht gut.

 

Von unseren Eltern. Familie. Lehrer. Freunden. Partner. Arbeitskollegen. Kindern. Völlig Fremden. Alle scheinen eine Meinung darüber zu haben, was wir wie tun. Doch dabei bleibt es nicht. Wir bekommen sie zu hören und nehmen das Gesagte wichtig. Lassen uns davon beeinflussen.

 

Damit nicht genug, wir lassen uns nicht nur durch die Meinung anderer beeinflussen. Wir fangen auch noch an, ständig zu vergleichen. Es reicht nicht mehr, etwas für uns selber zu tun. Wir müssen uns auch vergleichen. Sind wir besser oder schlechter als andere in unserer Umgebung. Was ich besser als der andere? Bin ich in etwas nicht gut, spornt es mich an, mich zu verbessern oder aber ich lasse es lieber sein.

 

Aller spätestens mit dem Beginn der Schulzeit werden wir und unsere ‘Leistungen’ immer mehr verglichen und bewertet. Doch nach welchem Maßstab überhaupt? Oft natürlich mit anderen. Mit anderen, die uns viel gemeinsam haben wie Alter, Geschlecht, Interesse usw. Ansonsten auch gerne mit dem Durchschnitt. Der Norm. Lassen sich einige Dinge von Natur aus gut vergleichen, wie z.B. die benötigte Zeit für einen 100-Meter-Sprint, so versuchen wir anderen Dingen eine Form zu geben, damit wir sie vergleichen können. Doch ist das wirklich hilfreich?

 

Vor allem Dinge kreativer Natur lassen sich doch kaum vergleichen und noch schwerer bewerten. Damit wir diese Dinge doch vermeintlich gut bewerten können, erschaffen wir Dutzende Modelle und Theorien. Doch letztendlich kann von Objektivität keine Rede sein. Wie auch bei etwas so subjektivem wie z.B. Kunst.

 

Man sollte meinen, uns sei das alles eigentlich bewusst. Doch ist es das wirklich? Ist uns bewusst, wie sehr unsere Meinung von anderen beeinflusst ist. Meinen wir in etwas nicht gut zu sein, werden wir es wahrscheinlich nie wirklich ernsthaft tun. Sicherlich gibt es Ausnahmen. Doch die meisten tun lieber etwas anderes.

 

Viele Jahre über habe ich mich nie als kreativen Menschen gesehen. Vor allem nicht im künstlerischen Bereich. Warum? Wahrscheinlich, weil ich entsprechende Impulse aus meiner Umgebung bekommen habe. Meine gesamte Schulzeit und länger meinte ich nicht wirklich gut schreiben zu können.

 

Zwar konnte ich meine Gedanken recht gut artikulieren, doch trotzdem habe ich mich nie wirklich an irgendwelche Regeln gehalten. Das Plus hinter der 6 als Ergebnis für mein letztes Diktat hat dann auch nicht wirklich geholfen. Denke ich an die Zeit zurück, wird mir bewusst, wie sehr ich mich von der Meinung anderer — vor allem meiner Lehrer — abhängig gemacht habe. Sie sind Lehrer und sollten daher wissen, worin ich gut bin, oder?

 

Die ganze Zeit habe ich mich so sehr an ein Bild geklammert. An ein Bild, wie etwas sein sollte. Wie etwas auszusehen habe. Wie man schreiben sollte. Wie Kunst aussieht. Auch wenn ich absolut keine Ahnung von den Dingen hatte. Eigentlich gar keine Ahnung hatte, was denn wirklich gute Kunst, gutes Schreiben ist. Trotzdem habe ich mich selber eingeschränkt. Habe gedacht, ich könnte das nicht.

 

Nun möchte ich nicht sagen, dass ich unglaublich gut schreibe. Darum geht es mir gar nicht. Doch ist es nicht verrückt, wie sehr wir uns selber einschränken? Selbstverständlich kann es ratsam sein, auf die Meinung anderer zu hören. Sich mit anderen zu vergleichen. Doch sollte das nicht unbedingt unseren Maßstab so sehr bestimmen. Wir müssen nicht immer gut in den Augen anderer sein. Manchmal reicht es, wenn wir es selber gut finden. Wenn es uns einfach Spaß macht.

 

Tun wir Dinge, völlig losgelöst von anderen, so werden wir überrascht sein, wozu wir alles imstande sind. Was alles in uns steckt. Erlaube dir, einfach mal Dinge zu tun. Erlaube dir, einfach mal zu sein.

Fokussiere dich auf die wesentlichen Dinge

Es ist verrückt, womit wir unsere Zeit verbringen. Müssten wir uns täglich abends noch einmal komplett alles anschauen, was wir den ganzen Tag gemacht haben, wir würden nur kopfschüttelnd dasitzen.

 

Immer wieder ertappe ich mich, wie ich etwas tue, was eigentlich vollkommen unwichtig ist. Zumindest definitiv nicht wichtig. Wir sind einfach nicht gemacht für diese Welt. Für eine Welt, in der wir so unglaublich viele Möglichkeiten haben. Wir so viele verschiedene Dinge tun können.

 

Es ist so einfach, abgelenkt zu werden. Vor allem wenn wir digital unterwegs sind. Schließlich kämpft jeder um unsere Aufmerksamkeit. Doch nicht nur Inhalte, Werbung, Spiele usw. überschwemmen uns. Selbst wenn wir produktiv sein wollen. Unsere Projekte voranbringen wollen. Selbst dann kann es leicht passieren, dass man sich in all den Möglichkeiten, die sich einem bieten, verliert.

 

Was ist die Lösung? Wie können wir uns mehr auf das konzentrieren, was uns eigentlich wichtig ist? Erst mal sollten wir für uns klären, was uns denn wichtig ist. Was wir wirklich tun wollen. Dann könnten wir Zeiten festlegen, in denen wir nur dieser Tätigkeit nachgehen. Alles andere kann warten. Alles andere muss warten. Nur die eine Sache ist dann bedeutend. Uns fällt etwas Wichtiges ein? Schnell aufschreiben und später drum kümmern.

 

Ich denke, wir sollten uns ein System zurechtlegen, mit dem wir gut zurechtkommen. Das bedeutet nicht, dass wir alles genau planen müssen und alles immer effektiv sein muss. Ganz und gar nicht. Doch auch wenn völlig flexibel sein wollen. Spontan das machen, was wir gerade wollen. So sollten wir genauso dafür Raum schaffen. Das bedeutet Dinge, die uns daran hintern könnten, auf dem Weg zu räumen.

 

Jeder muss da sicherlich seinen eigenen Weg finden. Sein eigenes System schaffen. Doch womit wir uns so den Tag beschäftigen, hat vielleicht einen prüfenden Blick verdient. Ich für meinen Teil werde versuchen, unnötige Ablenkungen so gut es geht zu reduzieren. Sachen, Dinge, die mir nicht irgendwie guttun. Mit den ich eigentlich keine Zeit verbringen möchte. Können getrost besiegte geschoben werden. Mein Fokus soll auf den Wesentlichen, den schönen Dingen liegen. Deiner auch?

Nutze das Wertvollste, was du hast

Many people die with their music still in them. Why is this so? Too often it is because they are always getting ready to live. Before they know it, time runs out.

— Oliver Wendell Holmes

 

Zeit. Das wohl Wertvollste, was wir haben.

 

Doch eigentlich müssen wir uns eingestehen, dass dies gar nicht stimmt. Haben wir Zeit? Es ist ja nicht so, dass wir die Zeit irgendwie beeinflussen können. Sie ‘passiert’ einfach. Haben tun wir da gar nichts. Beeinflussen können wir eigentlich auch nichts.

 

Weiter, haben wir nicht eigentlich absolut nichts mit Zeit zu tun? Wir können weder gestern, weder die Vergangenheit, weder morgen, weder die Zukunft auch nur irgendwie erleben. Mit ihnen in Kontakt treten. Nicht mal mit heute. Alles, was wir haben, ist jetzt. Und jetzt als die Zeit zu bezeichnen, wäre wohl irgendwie nicht angemessen, oder?

 

Doch kommen wir wieder auf den Boden zurück. Zeit ist wohl das Wertvollste, was wir haben. Das liegt vor allem daran, da unsere eigene Zeit — unsere Zeit hier auf Erden — so stark begrenzt ist. Wir alle laufen mit einem Verfallsdatum rum. Wir alle werden sterben.

 

Sollte man nicht meinen, dass wir dann unsere Zeit so gut es nutzen sollten. Dass wir das allerbeste aus unserer begrenzten Zeit machen sollten. Was wäre, wenn du nur noch 1 Jahr zu leben hättest? Würdest du dich anders verhalten, als du es jetzt tust? Würdest du? Wenn ja, warum? Du weißt, dass du sterben musst. Wo ist der Unterschied, ob es 1 Jahr oder einige mehr sind?

 

Ist es nicht verblüffend, wie sehr wir unsere eigene Sterblichkeit verdrängen wollen. Woran liegt es? Etwas so Natürliches. Liegt es daran, dass wir uns so sehr mit unserem Ego identifizieren?  Vielleicht dass wir eigentlich so unzufrieden sind mit unserem Leben, dass wir es nicht wahrhaben wollen, wie wir mit unserer kostbaren Zeit umgehen?

 

Irgendwie ist es verrückt. So viele Menschen würden gerne ein anderes Leben führen. Sind unzufrieden mit der Situation. Doch sie ändern nichts. Sie sagen, sie würden gerne. Vielleicht bereiten sie sich auch schon darauf vor. Mache Pläne. Träumen davon. Doch den Schritt wagen sie nicht. So vergehen Tage. Wochen. Monate. Jahre. Jahrzehnte. Bevor wir wirklich begreifen, was passiert, ist es wirklich zu spät.

 

Also mach nicht den gleichen Fehler. Tu, was du wirklich tun willst. Tu es jetzt. Denn jetzt ist alles, was du hast. Je haben wirst.

Dieser Mensch …

Da ist dieses kleine Geheimnis, welches ich für mich behalten habe. Etwas, was in letzter Zeit unglaublich mein Leben beeinflusst hat. OK, ich habe es nicht verheimlicht, jedoch habe ich auch nichts darüber geschrieben.

 

Ein unglaublich toller Mensch ist in mein Leben getreten.

 

Kennst du das Gefühl? Du siehst jemanden zum ersten Mal. Sofort fühlst du dich zu der Person hingezogen. Dir wird ganz warm. Dieses Gefühl im Bauch zeigt auf. Manche sprechen von Schmetterlingen im Bauch. Du weißt gar nicht, was du sagen willst. Eigentlich willst du nur neben dieser Person stehen. Sie anschauen. Es ist wie Liebe auf den ersten Bli… So war es zumindest nicht.

 

Wie es stattdessen war? Das erzähle ich vielleicht ein anderes Mal. Doch nach fast 2 Monaten kann ich sagen, dass ich sie so unglaublich wertschätze. Sie als die Person liebe, die sie ist. Sie genau so annehme. Sie unterstützen möchte. Mich bei ihr wohlfühle.

 

Es ist verrückt, wie sehr uns unsere Beziehungen zu anderen Menschen prägen. Wobei eigentlich gar nicht. Und trotzdem hat es einen so riesigen Einfluss auf uns als Mensch. Wer wir sind. Wie wir uns entwickeln. Wie wir uns fühlen, wird so stark beeinflusst, mit wem wir zusammen sein. Zeit verbringen.

 

Ich wünsche mir, dass wir alle viele Menschen in unserem Leben haben, die uns guttun. Die uns aufbauen. Die unsere Entwicklung fördern. Die uns unterstützen. Die uns so lieben, wie wir sind. Denn das haben wir verdient. Jeder von uns. Das Gute dabei ist, wir haben Einfluss darauf. Einfluss, mit wem wir zusammen sind und viel wichtiger, wie wir durchs Leben gehen und mit unseren Mitmenschen umgehen.

Ein später Start ins neue Jahr

Wir haben bereits den 08.01. Die allermeisten sind schon wieder völlig im Alltag drin. Das Gefühl des neuen Jahres lässt schon so langsam wieder nach.

 

Auch mein Blick ist tendenziell eher nach vorne gerichtet. Pläne werden geschmiedet. Ideen gesammelt. Doch noch immer schwingt das letzte Jahr mit mir mit.

 

2017. Für mich ein verdammt interessantes Jahr. Meine Gefühle über das vergangene Jahr sind sehr gemischt. Es gab viele schöne Momente. Doch auch viele schmerzhafte Momente. Gefühlt war es ein Kampf.

 

Was ursprünglich als Weltreise beginnen sollte, entwickelte sich schnell anders. Oder wahrscheinlich hat es sich nie anders entwickelt, sondern ich musste nur das Bild fallen lassen, an das ich mich so sehr geklammert hatte. Was ich so sehr wollte.

 

Ich denke, der Verlauf spricht schon für sich. Mit meiner damaligen Freundin bin ich nach Kanada gestartet. Mit offenem Ende. Vielen Ideen und Träumen. Nach gut einem Monat bin ich dann wieder zurück nach Deutschland gekommen. Sicherlich neidergeschlagen und enttäuscht.

 

Viel länger als 1,5 Monate habe ich es dann hier nicht ausgehalten und bin wieder zurück. Ich wollte dem Ganzen noch eine Chance geben. Nein, eigentlich wollte ich nur der Beziehung eine Chance geben. Ich wollte dafür kämpfen, was mir wichtig ist. Zumindest wollte ich da sein. Offen sein. Möglichkeiten zur Entwicklung schaffen.

 

Naja auch dies hat nicht ganz so gut geklappt. Auch wenn es etwas länger gedauert hat, bin ich wieder zurück nach Deutschland gekommen. Musste einen Schlussstrich ziehen und mich auf andere Dinge konzentrieren.

 

Nach einigen Wochen des Grübelns und Pläne schmieden, habe ich mir eine Hand ans Herz gefasst. Freunde zusammengetrommelt. Einen kleinen Traum realisiert.

 

Es ist ein Netzwerk entstanden. Ein Zusammenschluss. Eine Plattform. Perspektive Gesundheit.

 

Auch wenn wir erst ganz am Anfang stehen, so habe ich ein unglaublich gutes Gefühl damit. Endlich wirklich mit anderen zusammenzuarbeiten. Menschen zusammenbringen. Was für eine wundervolle Erfahrung.

 

Eigentlich ganz unerwartet habe ich fast im gleichen Zuge einen neuen Menschen in mein Leben und Herz gelassen. Noch immer stehe ich etwas verwundert da. So anders. Ist dies die Belohnung für all die Mühen zuvor oder doch nur eine weitere Lektion, die ich zu lernen habe? Ich werde es rausfinden.

 

Sicherlich gibt es noch Dutzende andere Dinge, die letztes Jahr passiert sind. Doch ich möchte gar nicht zu sehr in der Vergangenheit schwelgen. Stattdessen möchte ich im Jetzt leben. Erleben. Vorangehen. In ein neues Jahr. 2018. Ein Jahr, in dem ich hoffentlich noch mehr die Verantwortung für mich und mein Leben übernehme. Selber aktiv werde und gestalte. Und trotzdem sein lasse. Lerne und los lasse. Wir werden sehen.

Alles, was ist, ist, wie es ist.

If your mind is empty, it is always ready for anything, it is open to everything. In the beginner’s mind there are many possibilities, but in the expert’s mind there are few.

— Shunryu Suzuki

Tatsächlich gibt es doch so unglaublich wenig, was wir wirklich wissen. Was können wir uns schon sicher sein? Was wissen wir wirklich? Nehmen es nicht nur einfach als gegeben an. Verdammt wenig.

 

Mir fällt eigentlich nur eine Sache ein. Mehr nicht. Doch dazu ein anderes Mal mehr. Mit dieser Einstellung. Mit dieser Lebensweise durchs Leben zu gehen, kann unglaublich befreiend sein. Ohne Annahmen, wie etwas zu sein hat. Ohne sich ständig fragen zu müssen, ob es so auch richtig ist. Es ist einfach.

 

Doch der Versuch komplett offen zu sein. Nichts als richtig oder falsch zu sehen. Alles zu hinterfragen. Lässt einen mit einem zurück: mit Fragen. Neben den Fragen aber vor allem mit Ruhe und Frieden. Mit dem Gefühl einfach nur sein zu können und zu lassen.

 

Nun mag dies in einer Welt, in der vor allem Antworten gesucht werden, auf Unverständnis stoßen. Wer nicht den Drang hat, etwas zu sagen, der sagt auch nichts. Doch hat er nichts zu sagen oder tut er es einfach nicht?

 

Gerade fühl ich mich, als hätte ich nichts zu sagen. Alles, was ist, ist, wie es ist. Wozu drüber reden oder denken. Einfach nur sein. Lasst uns das mehr tun. Einfach mal schweigen. Wahrnehmen. Leben. Fühlen. Und Sein.