Warum tust du, was du tust?

Hast du dir schon mal die Frage gestellt? Warum tust du all die Dinge, die du tust?

 

Weil es einfach ist? Weil alles andere dir Angst macht? Weil jemand es so erwartet? Weil du es selber so erwartest? Weil es sich einfach so ergeben hat?

 

Weil du nicht weißt, was du sonst tun solltest?

 

Ich glaube, bis wir eine einfache Antwort auf diese Frage finden, müssen wir oft Fragen. Weit gehen. Viele Antworten ausschließen.

 

Es mag ein mühsamer Weg sein. Doch es lohnt sich, ihn zu gehen. Nicht um anzukommen. Sondern um ihn zu gehen.

 

Jahrelang wusste ich nicht, was ich will. Sicherlich bin ich noch weit davon entfernt, es wirklich zu begreifen. Doch ich habe mich auf die Reise begeben. Bleibe nicht mehr stehen. Fragend. Wartend.

 

Ich denke, es kann uns ungemein helfen, herauszufinden warum wir Dinge tun. Was ist unsere wahre Intension? Das ist gar nicht so einfach herauszufinden. Wenn wir uns das selber fragen, bekommen wir meistens keine ehrliche Antwort.

 

Wie so oft sind wir mit uns selber am wenigsten ehrlich. Weil die wahre Antwort zu schmerzhaft wäre?

 

Ich erinnere mich noch an einen dieser Momente, an denen die eigene Illusion verblasst.

 

Es ist noch nicht lange her. Diesen Sommer in Kanada. Nach über 12 Stunden Busfahrt bin ich in irgendeiner kleinen Stadt angekommen. In einigen Stunden würde ich für weitere 12 Stunden mit dem Bus unterwegs sein.

 

In unmittelbarer Umgebung gab es einen Berg. Oben alles ganz flach. Ein schöner Park. Grüner Rasen. Sonne. Bäume die Schatten spenden. Unglaublich friedlich.

 

Ich liege. Schaue über die Stadt hinweg in die Ferne.

 

Nicht weit von mir, werden Hochzeitsfotos gemacht. Ein ganz frisch verheiratetes Ehepaar hat wohl beschlossen, ihren glücklichen Tag hier an diesem friedvollen Ort festhalten zu lassen. Ich schaue dem Treiben aus einigem Abstand interessiert zu.

 

Es war diese eine Frage, die tief in mich hinein drang. Eine Frage die Steven Pressfield in ‘the war of art’ stellt:

 

Was würdest du tun, wenn du der einzige Mensch auf Erden wärst?

 

Bei dieser Frage musste ich innehalten.

 

Ich habe mir schon viele solcher Fragen gestellt. Doch irgendwie war diese Frage in dem Moment enorm kraftvoll.

 

Was würde ich tun?

 

Sicherlich, erstmal würde ich mich enorm einsam fühlen. Mir einen — überhaupt irgendeinen — Menschen wünschen. Nicht allein sein wollen.

 

Doch was würde ich tun? Würde ich das tun, was ich jetzt tue?

 

Wahrscheinlich nicht.

 

Wahrscheinlich würde ich … ja, was würde?

 

Was würdest du tun?

 

Was würdest du tun, wenn du der einzige Mensch auf Erden wärst?

 

Und wenn du es nicht schon jetzt tust: Warum tust du es nicht?

8. November 2017

Perspektive

Die Perspektive ändert alles.

 

Es ist verrückt, wie wir durchs Leben gehen.

 

Ständig vergleichen wir uns mit allem und jedem.

 

Schauen, was wir nicht haben. Nicht tun können. Nicht sind.

 

Und ich kann es niemandem verübeln. Ist es nicht das, was wir Menschen tun? Vergleichen.

 

Doch ist es nicht auch das, was uns Menschen unglücklich macht?

 

Und wir wissen es. Und trotzdem tun wir es.

 

Also lasst uns damit einfach aufhören.

 

Denn Perspektiven ändern alles.

 

Reicher Mann und armer Mann standen da und sah`n sich an.
Da sagt der Arme bleich:
’Wär ich nicht arm,
wärst du nicht reich.’

— Berthold Brecht

 

 

Wo fangen wir an? Na dort, wo wir aufhören. Bei unserem Leben.

 

Wir fangen an, zu reflektieren. Zu hinterfragen. Dinge in Perspektive zu setzen.

 

Was ist es wirklich, was wir wollen? Was ist es wirklich, was wir brauchen? Was ist es wirklich, womit wir unsere wenige Zeit verbringen möchten?

 

Ist es nicht verrückt, was wir alles als selbstverständlich ansehen? Deren Wert uns erst bewusst wird, sobald wir es missen. Gehört es zur Natur des Menschen, — als Kollektiv — diese Fehler immer und immer wieder zu machen?

 

Wollen wir uns wirklich unserer eigener Gesundheit berauben? Unserer eigenen Lebensqualität? Für … ja für was eigentlich?

 

Sollten wir nicht dankbar sein, was wir bereits haben? Es wertschätzen und wertschätzend damit umgehen? Wenn schon nicht für andere dann vielleicht für uns selber?

 

Ich wünsche mir, wir würden öfter andere Perspektiven betrachten. Uns fragen, wie wir wohl mit 70 über unser jetziges Verhalten denken würden. Uns fragen, wie es unserem Gegenüber wohl geht. Uns fragen: Warum eigentlich und warum nicht?

7. November 2017

Nahrungsergänzungen sind Ergänzungen und sollten nicht die Basis einer Ernährung darstellen!

Bist du dir unsicher, ob du Nahrungsergänzungsmittel zu dir nehmen solltest? Kannst du deinen Bedarf an Nährstoffen über eine gesunde Ernährung decken? Das sind wichtige Fragen, zu denen es keine klare Antwort gibt. Prinzipiell ist es möglich, seinen Bedarf über eine natürliche Ernährung zu decken. Doch tust du es? In manchen Fällen kann ein bedachter Einsatz von Supplements sinnvoll sein. Wichtig ist vor allem, sich nicht einfach leichtfertig irgendwelche Supplements reinzuhauen!

 

Vor allem bei isolierten Stoffen ist Vorsicht geboten. Hier kann man schnell sehr hohe Dosen konsumieren. Daher ist ein Bluttest ratsam, um zu schauen, ob ein Mangel besteht. Dann kann man diesem mithilfe von Supplements entgegenwirken.

 

Es kann jedoch keinen Zweifel geben: Die Basis unserer Ernährung sollte aus LEBENSmitteln bestehen. Vor allem unverarbeitetes, regionales, saisonales, biologisch angebautes Obst und Gemüse. Frische, natürlich gewachsene Pflanzen sind lebendige Nahrung. Pillen sind das im Gegensatz sicherlich nicht. Daher is mehr Lebensmittel und es wird sich auf deine Vitalität positiv auswirken!

 

Ähnliches gilt für Superfoods: Sie sind toll. Wunderbar. Vor allem frisch und lebend. Pulver — also meist getrocknete Formen — sind auch nicht schlecht. Aber nicht das Gleiche. Vor allem, wenn sie in der Verpackung schon ewig rumstanden.

 

Wie gehst du mit Supplements und Superfoods um? Ich integriere Sie gerne in meine alltägliche Ernährung. Jedoch immer mit dem Gedanken, dass sie frische Nahrungsmittel nicht ersetzen sollten.

30. Oktober 2017

Verliere dich nicht in Details

Welche Fette sind gesünder?

Ausdauertraining oder doch Krafttraining?

Am Abend Kohlenhydrate essen oder lieber nicht?

Welches Obst im am gesündesten?

Was ist denn nun besser, Paleo oder vegan?

Wie viel Protein braucht man?

 

All diese Fragen …

 

Dinge zu hinterfragen, ist immer gut. Keine Frage.

 

Doch wenn das ganze Hinterfragen, Analysieren und Denken dich davon abhält, etwas umzusetzen, ist niemandem geholfen.

 

Es ist immer wieder erstaunlich zu beobachten, wie schnell man sich in Details verlieren kann. Ob Brokkoli gesünder als Grünkohl ist? Who gives a fuck? Iss beides! Oder einfach das, was du lieber magst.

 

Bevor wir uns Gedanken machen, wie man ‘noch’ gesünder leben kann. Alles noch weiter optimieren kann. Was denn nun wirklich das beste ist, sollten wir einfach erstmal mit den grundlegenden Dingen anfangen.

 

Doch ist es nicht so viel einfacher, sich einfach nur theoretisch mit all dem zu beschäftigen?

 

Letztendlich bringt es dich aber nicht wirklich weiter …

 

Also bevor du dich in irgendwelchen Details verlierst, schau erstmal: Wie schaut es bei dir mit den grundlegenden Dingen aus?

 

Isst du möglichst viele unverarbeitete Produkte? Hat deine Ernährung einen hohen Gemüse- und Obstanteil?

Bewegst du dich täglich genügend? Egal was oder wie, einfach überhaupt Bewegung?

Schläfst du ausreichend?

Hast du ausreichend Ausgleich? Entspannung in welcher Form auch immer?

 

Erst, wenn wir solche Fragen mit ‘Ja’ beantworten können, ergibt es wirklich Sinn sich mit spezifischeren Fragen auseinanderzusetzen.

 

Es ist, als würde man beim Dach anfangen, ein Haus zu bauen. Wahrscheinlich geht es irgendwie. Doch wirklich empfehlenswert ist es wohl nicht.

 

Also bitte starte bei den Basics. Das macht das Ganze auch noch viel einfacher

27. Oktober 2017

Du musst nicht alles können.

Kennst du diese Momente? Wenn plötzlich die Erkenntnis kommt. Ein Gedanke tief aus deinem Unterbewusstsein aufsteigt.

 

Auf einmal wirkt es so naheliegend. So offensichtlich. So als hätte es nie eine andere Option gegeben.

 

Solch einen Moment hatte ich gestern. Als ich gleich 2 Mal ein wundervolles Feedback auf meine letzte Nachricht bekam.

 

Mir wurde bewusst, dass ich nicht alles so machen muss, wie ich denke, dass es gemacht werden muss. So habe ich zum Beispiel immer gedacht, bei Instagram Bilder zu posten müssen. Schließlich lebt die Plattform davon. Doch genau das hat mich davon abgehalten, überhaupt zu posten.

 

Ist das nicht schade? Warum lassen wir uns von solchen Dingen einschränken?

 

Ich spreche gar nicht mal davon, was wir denken, was andere Menschen von uns und über unser Tun denken. Viel mehr meine ich, dass wir uns selber einschränken, indem wir annehmen, etwas müsste auf eine bestimmte Weise getan werden.

 

In vielen Fällen werden wir es so nicht gut können. Schließlich können wir nicht in allem gut sein. Nun können wir probieren, darin besser zu werden, es ganz sein zu lassen oder aber wir entledigen uns unser eigenen Erwartungen und machen uns auf unsere Art.

 

In vielen Bereichen wie Kunst und Fashion ist das schon selbstverständlich. Aber in vielen Bereichen unseres Alltags nicht.

 

Wenn du nächstes Mal etwas tun sollst oder willst, worin du nicht gut bist, frag dich: Musst du es wirklich auf diese Art machen? Gibt es nicht vielleicht eine andere Möglichkeit, die für dich natürlicher und authentischer ist?

 

Und ja, es gibt Gründe, warum unzählige Menschen es auf diese eine Art und Weise tun. Vielleicht funktioniert es so am besten? Doch das heißt nicht, dass du es auch so tun musst. Vielleicht funktioniert es so einfach nicht für dich. Dann wirst du daran halt nicht der oder die Beste. Das ist ok.

 

Es wird so oft gesagt, du sollst die beste Version von dir werden. Doch solltest du es dann nicht auf deine Art und Weise versuchen?

 

Letztendlich geht es doch erstmal darum, ob es dir so gefällt. Ob du Spaß daran hast. Dann kannst du schauen, ob es noch andere Menschen gibt, die sich damit identifizieren können. Und auf einmal seit ihr eine ganze Gruppe, die es anders — und trotzdem gut — macht. Oder halt auch nicht. Schließlich können wir nicht in allem gut sein.

26. Oktober 2017

Gib, so wird dir gegeben.

Ich wurde mal gefragt: „Simon, warum machst du das? Mit deinem Podcast stellst du doch eher die anderen ins Rampenlicht, aber von dir selber zeigst du eher kaum etwas.“

 

Und da ist einiges dran. Doch ich glaube daran, dass man manchmal erst geben muss, bevor man selber erhalten kann. Das dies auch so in der Bibel und wahrscheinlich jeder anderen religion so vorkommt, muss ich nicht erwähnen, oder?

 

Gestern las ich dann folgende Nachricht:

 

„… ich finde das klingt alles ganz wunderbar und ich habe in jedem Fall Lust dabei zu sein ;o) Danke für dein Vertrauen und deine Anfrage. Und herzlichen Glückwunsch für die schöne Idee und deine Tatkraft!!

Übrigens bekomme ich immer wieder positives Feedback zum Podcast aus verschiedenen Ecken…ich staune immer wieder, wie das doch vereinzelte erreicht. Einen neuen Klienten habe ich durch den Podcast auch bekommen. Ich danke dir! …“

 

Es ist ein schönes Gefühl, dass mein Podcast nicht nur den Zuhörern hilft, sondern auch meinen Gesprächspartnern selbst.

 

Dass Geben und Nehmen zusammengehört, ’weiß’ eigentlich jeder. Doch handelt auch jeder so?

 

Ich zumindest habe gelegentlich noch Schwierigkeiten, einfach zu geben. Vor allem ohne Bedingungen. Ohne Erwartungen, dass etwas zurückkommt. Dabei ist es eigentlich so simple. Vor allem: so wichtig. So bereichernd.

 

Ich übe mich daran. In meinem Tempo. Auf meine Art. Vielleicht ist es sogar eine (Lebens-) Aufgabe von mir.

 

Letztendlich gilt es auch diesem Lebensprinzip gerecht zu werden. Wir haben also mal wieder selber die Wahl. Nicht ‚ob‘ sondern ‚wie‘. Freiwillig oder unfreiwillig. Anders ausgedrückt: ‚Gebe oder dir wird genommen’.

 

Dies führt uns weiter zu einem anderen wichtigen Aspekt: Wie viel gibst du dir selber? Verausgabst du dich und gibst alles von dir fort — um anderen zu helfen? Meinst du, es ist sinnvoll sein letztes Korn wegzugeben, ohne Reserven für die nächste Ernte zu haben?

 

Gib. Nur nicht alles, sonst gibt es nichts mehr zu geben.

Oder was geben kann.

 

Ich lass dich mit folgender Frage alleine:

 

Welche 1 Sache kannst du heute tun, damit es dir besser geht und was kannst du tun, damit es einer anderen Person besser geht? Tue es.

25. Oktober 2017

Bist du ein Stachelschwein?

Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich, an einem kalten Wintertage, recht nahe zusammen, um, durch die gegenseitige Wärme, sich vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln; welches sie dann wieder von einander entfernte. Wann nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher brachte, wiederholte sich jenes zweite Übel; so daß sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten. – So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zu einander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder von einander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehn kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: keep your distance! [Wahren Sie den Abstand!] – Vermöge derselben wird zwar das Bedürfnis gegenseitiger Erwärmung nur unvollkommen befriedigt, dafür aber der Stich der Stacheln nicht empfunden. – Wer jedoch viel eigene, innere Wärme hat bleibt lieber aus der Gesellschaft weg, um keine Beschwerde zu geben, noch zu empfangen.

— Arthur Schopenhauer

 

Ist dies das einsame Schicksal eines Stachelschweins? Dazu bestimmt, auf ewig alleine zu sein. Verletzt zu werden. Andere zu verletzen. Sobald man sich zu nahe kommt.

 

Könnte es nicht einfach die Stacheln anlegen, sodass sie keinen Schaden mehr anrichten können? Sich verletzbar machen. Darauf vertrauen, dass die anderen sich nicht gleich auf einen stürzen.

 

Ist es absurd von mir, das zu glauben?

 

Es ist nicht einfach. Seinen Schutz abzulegen. Wo er doch schon so oft, so gute Dienste geleistet hat. Abzulegen, was so natürlich zu sein scheint.

 

Wäre dem Stachelschein nicht gut geraten, die „Leere und Monotonie des eigenen Inneren“ nicht durch andere füllen zu wollen, sondern sich alleine zu genügen?

 

Dann wäre es nicht auf die Nähe der anderen angewiesen. Es könnte sich langsam nähern, sodass sich niemand überrumpelt, überfordert oder gar angegriffen fühlt. Dann könnten auch die anderen Stachelschweine ganz langsam und in ihrem Tempo sich an die Nähe gewöhnen. Und eines Tages ohne ausgefahrene Stacheln durch die Gegend laufen.

 

Wäre das nicht ein schönes Bild? Viele aneinander kuschelnde Stachelschweine. Jeder selbst genügend und doch unglaublich froh über die Wärme und Gesellschaft der anderen.

20. Oktober 2017

Du weißt, was dir guttut.

Du weißt, was dir guttut. Du hast es schon immer gewusst. Du wirst es immer wissen.

 

Auch wenn es im Moment nicht offensichtlich sein mag. Die Antwort trägst du mit dir herum. In dir. 

 

Du hörst nichts? Hör auf, etwas hören zu wollen. Hör auf, etwas erzwingen zu wollen. Sei einfach. 

 

“When I let go of what I am, I become what I might be.” — Lao Tzu

 

Versuche nicht die Antwort in anderen zu finden. Niemand weiß, was dir wirklich gut tut. Außer dir.

 

Orientiere dich an dem, was andere sagen. Doch halte es niemals für die Wahrheit. Oder meinst du es gibt die eine Wahrheit?

 

Höre dir an, was andere zu sagen haben. Doch überprüfe immer, ob es auch auf dich zutrifft.

 

Ist es nicht wundervoll? Zu wissen, dass du eigentlich alles Nötige schon weißt?

 

Doch ist es wirklich so?

 

Wer bin ich, dir das sagen zu können? Das musst du schon für dich alleine herausfinden.

 

Doch ich möchte dich ermuntern, in dich zu horchen. Was du schon alles weißt. 

 

Bist du dir unsicher, wie eine gesunde Ernährung ausschauen sollte? Was das Richtige für dich ist? Ob du dich ausreichend bewegst? Entspannt bist? Liebst? Lebst? Was du brauchst? Was du willst?

 

Du weißt mehr, als du wahrscheinlich denkst.

 

Selbst wenn du dir nicht allem bewusst bist. Konzentriere dich auf das, was dir bewusst ist.

 

Du möchtest ein gesundes und glückliches Leben?

 

Stell dir die Frage, was du dafür tun müsstest. Ich bin mir sicher, du weißt die Antwort.

 

Vielleicht gefällt sie dir nur nicht.

 

Habe Vertrauen. In das Leben. In dich.

 

Denn du trägst bereits alle Antworten in dir. Und vielleicht bist du sogar die Antwort?

19. Oktober 2017

3 Tage Fasten: meine Erfahrung

Fasten ist mir zwar schon ewig ein Begriff, doch so wirklich habe ich mich bisher nie damit beschäftigt. Eigentlich wollte ich davon auch nie etwas wissen. Nichts essen? Ohne mich.

 

Im Laufe der Zeit habe ich dann doch immer mal wieder für 24 Stunden gefastet und dann auch inzwischen seit langer Zeit intermittierend gefastet. Also täglich nur in einem Zeitfenster von 8 Stunden etwas gegessen und die restlichen 16 Stunden nichts.

 

Am vergangenen Sonntag habe ich dann spontan beschlossen, für 3 Tage zu fasten.

 

Warum überhaupt Fasten?

 

Der ein oder andere fragt sich vielleicht: Warum sollte man überhaupt Fasten? Mir ging es sicherlich nicht ums Abnehmen. Bei so kleinen Zeiträumen ist dies im Endeffekt übrigens auch nicht empfehlenswert. 

 

Fasten hat viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Von der Entlastung der Verdauungsorgane, Verbesserung des Zuckerstoffwechsels, Beseitigung von Eiweißablagerungen usw. Im Prinzip ist es für viele Bereiche des Körpers wie ein Reset. Mir ging es vor allem um den Reinigungs- bzw. Entgiftungseffekt. 

 

Durch Fasten — zumindest richtig ausgeführt — gibt man dem Körper die Chance, sich zu entgiften. Chemikalien, Medikamente, Schwermetalle usw., die wir unweigerlich aufnehmen, werden in unserem Körper gespeichert, wenn sie nicht sofort über unsere meist völlig überlasteten Entgiftungssysteme ausgeschieden werden können. Man könnte sagen, der Körper holt nach, wozu er sonst nicht gekommen ist. Sich heilen, regenerieren und entgiften.

 

Was habe ich gemacht?

 

Ich habe mir zuvor einiges zum Thema Fasten durchgelesen. Unter anderem “Das große Buch vom Fasten” von Rüdiger Dahlke. Schließlich wollte ich ein bisschen vorbereitet sein.

 

Letztendlich ist bei einem so kurzem Zeitraum nicht viel Vorbereitung nötig. Rüdiger Dahlke empfiehlt auch mindestens 1 Woche zu fasten. Bei mir hat es zeitlich einfach nicht anders gepasst.

 

Das Fasten an sich war dann keine große Sache. 3 Tage einfach nichts essen. Sehr viel Trinken und auf den Körper hören. Gerne viel Entspannung.

 

Mein Plan war, dass ich mir jeweils einen Nieren-Blasen-Tee, einen Leber-Gallen-Tee und einen Blutreinigungstee kaufen wollte. Nachdem ich jedoch im Bio-Laden vor Tees wie “Alles Liebe Kräutertee”, “Dankeschön Kräutertee”, “Geburtstagstee” und “Zaubertrank Kräutertee” ziemlich ratlos dastand, habe ich einfach zwei verschiedene Fasten-Tees genommen. Mal im Ernst: Wer kann mit solchen Namen was anfangen? Beide Fasten-Tees von verschiedenen Herstellern hatten übrigens komplett unterschiedliche Zutaten. War mir nur recht. Zuhause hatte ich noch einen Verdauungs-Tee. Mit selbst gesammelten frischen Brennnesseln und frischen Kräutern aus dem Garten war ich dann Tee-technisch gut ausgestattet.

 

Der Rest war in der Tat Teetrinken und Abwarten. Viel Lesen und die Zeit als Rückzug und Regeneration nutzen.

 

Das habe ich benutzt

 

  • Tee & Wasser: mindestens 3 Liter möglich trinken. Eher mehr.
  • Wärmflasche: Zur Unterstützung der Leber auf die Leber legen (“Leberwickel”)
  • Einlauf-Set (Irrigator): Bei 3 Tagen nicht unbedingt nötig. Trotzdem sehr empfehlenswert zur Darmreinigung mindestens jeden 2. Tag.
  • MSM, Spirulina & Chlorella: Habe ich zusätzlich zur Unterstützung der Entgiftung genommen. Jeweils ca. 5 g täglich, sodass die Mengen so gering sind, dass sie den Fastenzustand nicht beeinflussen.

 

Wie ist es mir ergangen?

 

Da ich bereits gelegentlich mal ein bisschen länger nichts esse bzw. täglich für 16 Stunden nichts, war das Ganze für mich nicht völlig ungewöhnlich. Letztendlich sind 3 Tage für Fasten auch recht kurz. Klar hatte ich Hunger — vor allem am ersten Tag. Jedoch nicht so stark, sodass es gut auszuhalten war.

 

Ich hatte bereits gelesen, dass sich der Körper auf 3 Methoden ‘wehrt’: Hunger, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme. Hunger war wie gesagt völlig in Ordnung. Kopfschmerzen hatte ich kaum welche. Jedoch habe ich klar meinen Kreislauf gemerkt.

 

Durch fehlendes Salz kann der Körper den Blutdruck nicht mehr halten, sodass er um einiges abfällt. Wer einen ‘normalen’ bzw. sowieso schon geringen Blutdruck hat, wird dies merken. Das ist nicht gefährlich, aber auch nicht angenehm. Jetzt kann ich zumindest verstehen, warum Menschen mit sehr niedrigem Blutdruck sich zu nichts aufraffen können.

 

Ansonsten habe ich mich allgemein eher schwach gefühlt. Von dem leichten und angenehmen Gefühl, welches oft beim Fasten hochkommen soll, habe ich nichts gespürt. Dazu habe ich wahrscheinlich auch nicht lange genug gefastet.

 

Ich habe mich eher energielos und erschöpft gefühlt. Nicht unbedingt die Art, mit der ich bevorzugt durchs Leben gehe. Ob dies durch das Entgifen oder einfach aufgrund der Umstellung innerhalb der ersten Fasttage so war, kann ich nicht sagen. Ich gehe davon aus, dass es besser geworden wäre. Letztendlich war es auch nicht schlimm. Ich bin einfach anderes gewöhnt.

 

Mein Fazit

 

Es war ganz klar eine tolle Erfahrung. Jeder sollte unbedingt eigene Fasten-Erfahrungen machen. Auch wenn 3 Tage eigentlich nicht so lange sind, muss ich gestehen, dass ich nicht so motiviert war, weiterzumachen.

 

Wie gesagt ich habe mich eher schwach gefühlt. Hoffentlich wäre es ab dem 4. Tag besser gewesen. Ansonsten muss man sich ganz klar auch darauf einlassen und sich eine Auszeit nehmen. Körperlich wie auch geistig. Sich komplett darauf einlassen.

 

Es wird sicherlich nicht das letzte Mal Fasten für mich gewesen sein. Selbstverständlich reizt es mich schon, länger zu fasten. Vor allem in Verbindung mit einem spirituellen Program. Aber natürlich möchte ich auch von den positiven Effekten auf die Gesundheit profitieren.

 

Nächstes Mal werde ich sicherlich erstmal Saftfasten machen und schauen, inwiefern dies anders ist.

 

Willst du auch selber Fasten?

 

Falls du auch nur ein paar Tage fasten ‘ausprobieren’ möchtest, ist nicht so viel zu beachten. Wenn du irgendwelche Krankheiten hast, würde ich mich gut informieren und eventuell mit einem geeinigten! Arzt absprechen. Bist du gesund und fühlst dich gut? Dann kann es eigentlich gleich losgehen.

14. September 2017

So kannst auch du bei über 40°C für 3 Stunden baden

Warnung! Ich empfehle ganz klar niemandem, das hier Beschriebene nachzumachen. 

 

Dieser Artikel richtet sich an Menschen, die sowie schon ähnliches praktizieren und hoffentlich von meinen Erfahrungen profitieren. Dieser Artikel ist eher für all diejenigen, die meine Leiden-schaft teilen. Für Menschen, die es immer wieder zurückzieht. In die Badewanne.

 

3 Stunden baden. Dann auch noch bei über 40°C. Warum solltest du das wollen?

 

Das ist eine gute Frage. Du weißt nicht, warum du es tun solltest? Dann lass es am besten einfach. Ernsthaft. Empfehlen kann ich es eigentlich nicht. So wirklich gut ist es für den Körper wohl nicht.

 

Trotzdem irgendwie kann ich es nicht lassen. Schon seit vielen Jahren bade ich regelmäßig sehr lange und sehr heiß. Über die Jahre habe ich viele Erfahrungen gesammelt und probiert mein Erlebnis zu optimieren. Einiges vom Gelernten möchte ich nun teilen.

 

Tue es nicht!

 

Ich möchte nochmal davor warnen, das Beschriebene einfach so auszuprobieren. Vor allem Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen oder generell einen schwachen Kreislauf sollten nichts dergleichen versuchen. Blackouts und daraus resultierende Verletzungen sind vor allem bei wenig Erfahrung, schlechtem Körperbewusstsein und/oder schwachem Kreislauf nicht unwahrscheinlich.

 

Warum tue ich es trotzdem?

 

Ehrlich gesagt, habe ich mir schon öfters vorgenommen, nicht mehr so lange und so heiß zu baden. Doch irgendwie hat es einen starken Reiz, sodass ich doch immer wieder ‘rückfällig’ werde.

 

Eigentlich bin ich kein ‘Wasser-Mensch’. Ich mag das Meer, aber schwimmen tue ich irgendwie nicht so gerne. Ganz allgemein fühle ich mich auf festen Boden am wohlsten. Trotzdem ist Baden anders.

 

Baden bedeutet für mich vor allem Entspannung. Du ‘zwingst’ dich dazu, komplett still zu sein. Du kannst nicht viel machen. Dich kaum bewegen. Einfach nur da liegen. Schweben. Sein.

 

Es ist, als wäre man in einer anderen Welt. Alles andere verblasst um einen herum. Nur noch dieser Moment. Nur noch jetzt und hier.

 

Aber es geht noch weiter. Teilweise kann man Trancezustände erreichen. Gelegentlich und vor allem ohne viel Erfahrung durch völlige Erschöpfung der Bewusstlosigkeit nahe. Ansonsten eher ein Dämmerzustand. Wie im Halbschlaf. Und doch ganz anders.

 

Ich kann mir vorstellen, dass jeder es sowieso anders erlebt. Letztendlich ist es auch bei mir nicht immer gleich.

 

Wie gesagt, ich möchte dich nicht dazu animieren, es auch zu versuchen. Doch wenn du ähnlich tickst wie ich, wirst du es sowieso tun — oder hast es schon längst getan.

 

Ich möchte dir ein paar Hinweise geben, wie man das ganze besser gestalten kann. Vor allem besser durchsteht und sich danach besser fühlt.

 

Nebenwirkungen

 

Gibt es Nebenwirkungen? Naja. Generell ist es eine sehr große Belastung für den Körper. Wenn du auf sportliche Leistungsfähigkeit aus bist, ist dies suboptimal. Letztendlich kann es deine Regenerationsfähigkeit beeinträchtigen.

 

Im Prinzip wird ein künstliches Fieber erzeugt. Der Körper gelangt an seine Grenzen, die eigene Körpertemperatur zu regulieren bzw. konstant zu halten. Die Folge: die Körpertemperatur steigt.

 

Pro Grad Erhöhung verdoppelt sich die Stoffwechselaktivität. Das kommt vor allem dem Immunsystem im Krankheitsfall zu Gute. Wie groß positive Effekte ausfallen, kann ich nicht abschätzen. Das Ganze macht man sich jedoch mit Saunagängen auch zu Nutzen.

 

Großer Unterschied zur Sauna: man bleibt insgesamt deutlich länger drin. Ich habe zumindest bis jetzt immer Pausen zwischen den Saunagängen gemacht.

 

Die starke Belastung kann den Körper enorm erschöpfen. So stark, dass außer einfach nur Schlafen nichts mehr geht. Durch die unten genannten Tricks habe ich die Erschöpfung schon stark reduziert. Inzwischen bin ich anschließend meistens einfach entspannt, aber habe immer noch Kraft und Energie.

 

Ansonsten kann es passieren, dass am nächsten Tag die Augen verklebt sind. Ähnlich einer Bindehautentzündung. Das geht meiner Erfahrung nach innerhalb des Tages wieder weg. Die Augen geschlossen zu halten hilft. Zu Not würde wahrscheinlich eine Schwimmbrille auch helfen. Interessanterweise scheinen einige der erwähnten Tricks hiermit auch zu helfen. Zumindest habe ich das Problem kaum noch, obwohl ich weiterhin dabei viel lese.

 

Wie gesagt, es kommt zu einer großen Belastung, sodass es zu Kreislauf-Problemen führen kann. Wer fit ist, sich langsam ran tastet, vorsichtig ist und einige der folgenden Dinge beherzigt, sollte keine Probleme haben.

 

Meine ‘Tricks’

 

Es gibt kein Geheimnis. Einfach lange und heiß baden. Möglichst dabei entspannen und alles genießen. So geht es einfacher, ist angenehmer, du verstärkst das Erlebnis und du reduzierst die ‘Nebenwirkungen’ bzw. auch Gefahren. 

 

Viel Trinken

 

Enorm wichtig. Sicherlich der wichtigste Punkt. Davor, dabei und danach viel Trinken. Man schwitzt sehr viel. Dies nimmt man nur begrenzt wahr, da man ja im Wasser ist. Aber spätestens, wenn einem der Schweiß ständig in die Augen läuft, kann man es nicht mehr ignorieren.

 

Also viel Trinken. Meine Empfehlung: mindestens 1 Liter pro Stunde in der Badewanne. Großes Thema beim Schwitzen sind die ganzen Elektrolyte. Ich trinke darum isotonisches Salzwasser. Bis zu 0,9%ige Salzlösung. Schmeckt nur leicht salzig und mit etwas Zitronensaft gar nicht so schlecht. Unbedingt hochwertiges Salz verwenden.

 

Ansonsten trinke ich zusätzlich noch gerne heißen grünen Tee und selbstgemachten Kombucha dabei. Gurke, Wassermelone und Grapefruit eigene sich ansonsten auch noch sehr gut.

 

Kalt duschen

 

Kalt duschen macht bei mir einen riesigen Unterschied. Meine Empfehlung: alle 20 Minuten kalt duschen. Gerne ein paar Minuten lang. Das geht natürlich nur, wenn man noch eine zusätzliche Dusche im Bad hat. Ganz am Anfang zu duschen, ist optional. Aber unbedingt auch länger als Abschluss.

 

Gleiche Prinzip wie bei der Sauna. Wechsel von Hitze und Kälte. Unbedingt vorsichtig mit dem Kreislauf sein. Es ist empfehlenswert, wenn man sowieso schon kaltes Duschen gewöhnt ist.

 

Isoliere dich

 

Du willst dich entspannen. Also vermeide alle Störungen. Handy aus. Zettel an die Tür. Anderen Bescheid geben. Nur so kannst du wirklich alles um dich herum vergessen. 

 

Möglichst abends

 

Da man danach teilweise stark geschafft und müde ist, sollte man möglichst abends baden. Du solltest danach also nicht mehr viel vorhaben. Wie gesagt, durch viel Trinken, kalt Duschen sowie ‘trainieren’ ist es deutlich besser geworden.

 

Nutzte ein Thermometer

 

So kannst du sicherstellen, dass das Wasser nicht zu heißt ist. Gehe nicht über 42°C. Schließlich willst du keine Verbrennungen. Außerdem soll es ja auch nicht gefährlich werden. Ich nutzte inzwischen kein Thermometer mehr, sondern verlasse mich auf mein Gefühl. 

 

Atme und entspann dich 

 

Es darf anstrengend sein. Trotzdem sollte es nicht zu heißt sein. Du sollst dich nicht quälen. Nicht verkrampfen. Immer ruhig atmen und entspannen.

 

Tipp nebenbei: Wenn man sich nicht bewegt, bildet sich eine kühlere Wasserschicht um den Körper herum. So machen es die Japaner in heißen Quellen auch.

 

Erst du, dann das Wasser

 

Mache nicht den Fehler, in die volle heiße Badewanne gehen zu wollen. Für mich wäre dies viel zu heiß. Daher: Erst du in die leere Badewanne. Dann kommt das Wasser. Ruhig erstmal nur warmes Wasser und dann einfach immer mehr heißes Wasser einlaufen lassen. So gewöhnt man sich daran.

 

Nutze Badezusätze, Kerzen und Musik

 

Nutze bewusst Badesalz und Badezusätze. Diese haben verschiedene Wirkungen und können das Erlebnis auch noch verstärken. Ich mag auch noch Kerzen. Diese machen alles ein wenig gemütlicher.

 

Auch Musik darf natürlich nicht fehlen. Ich nehme schamanische Trancemusik.

 

Ruhe dich anschließend aus

 

Es ist empfehlenswert sich mindestens 30 Minuten danach auszuruhen. Am besten einfach ins Bett fallen.

 

Sei offen

 

Sei offen für das, was passiert. Lese. Meditiere. Schlafe. Sei einfach offen und erlebe. Mach deine eigenen Erfahrungen.

11. September 2017
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