Marketing

Sharing is caring?

Wenn wir Inhalte erstellen, wollen wir meistens, dass Menschen sie konsumieren und idealerweise auch teilen. Wir wollen, dass andere mit unseren Inhalten interagieren. Schließlich erstellen wir sie extra für sie, richtig?

Tatsächlich sind die meisten Inhalte nicht gut. Teilweise richtig schlecht. Billige Massenware. Dies ist sicherlich auch eine Folge des Bedürfnisses, irgendwie aktuell zu bleiben. Nicht in der riesigen Informationsflut unterzugehen. Daher werden möglichst viele Inhalte produziert. Doch am Ende tragen wir damit nur zum allgemeinen Lärm bei.

Wenn wir wollen, dass Menschen unsere Inhalte teilen, dann sollten wir zuerst teilenswerte Inhalte erstellen. Mehr Zeit und Energie dafür verwenden, gute Inhalte mit wahrem Wert zu schaffen. Nicht möglichst viel, sondern möglichst wertvoll.

Für wen ist es gedacht? Was möchten oder brauchen diese Menschen?

Der stärkste Treiber für unser Verhalten?

Warum verhält sich ein Mensch, wie er sich verhält? Das ist unglaublich schwer oder sogar unmöglich, präzise zu sagen.
Das sollte uns jedoch nicht davon abhalten, uns über die wesentlichen Treiber von menschlichem Verhalten bewusst zu werden. Besonders wenn wir Produkte für andere Menschen erstellen und bewerben.

Einige der stärksten Treiber für unser Verhalten sind:

  • Überleben: Hilft es, besser zu überleben?
  • Sicherheit: Hilft es, Risiko zu reduzieren? Schafft es inneren Frieden?
  • Bequemlichkeit: Hilft es, Zeit oder Energie zu sparen?
  • Status: Hilft es, das Ansehen zu erhöhen?
  • Verbundenheit und Soziale Normen: Hilft es, Teil eines Stammes zu werden oder die Zugehörigkeit zu festigen?
  • Fortpflanzung: Hilfe es, Partner für die Fortpflanzung zu finden oder sich besser fortzupflanzen?

Die allermeisten Treiber für unser Verhalten, lassen sich auf eine zentrale Frage zurückführen: „Inwiefern hilft es mir?“.

Wir agieren in starkem Maße nach Eigeninteresse. Selbst viele „selbstlose“ Handlungen sind bei näherem Betrachten alles andere als selbstlos. Gäbe es keine inneren Belohnung für dieses Verhalten, würde es wahrscheinlich auch niemand tun. Das ist weder gut oder schlecht. Wir sollten uns dem jedoch bewusst sein.

2 der wichtigsten Fragen im Marketing

Es gibt viele Fragen, die im Marketing von Bedeutung sind. Doch folgende 2 Fragen sind besonders wichtig:

Für wen ist es?
Wofür ist es?

Wen möchtest du erreichen? Für wen ist deine Arbeit oder dein Produkt gemacht? Welche Wünsche, Ängste und Bedarfe haben sie? Sicherlich, wir können von der Zielgruppe sprechen. Doch sei dir bewusst, es geht immer um Menschen.

Was möchtest du damit erreichen? Warum gibt es deine Arbeit oder dein Produkt? Was ist dein Purpose? Was ist die Veränderung, die du sehen und bewirken möchtest?

Wir können uns diese beiden Fragen, bei allem stellen, was wir tun. Für wen? Wofür? Das könnte einen riesigen Unterschied bewirken, was und wie wir Dinge tun.

Woher weißt du, ob es fertig ist?

Wahrscheinlich kann man an den meisten Sachen noch ewig weiterarbeiten. Doch vorher weißt du, wann es Zeit ist, aufzuhören? Wann bist du mit einem Projekt fertig?

Ein Koch weiß, wann sein Gericht fertig ist. Alles weitere würde es nicht besser machen. Tatsächlich würde eine längere Zubereitung das Gericht sogar verschlechtern. Leider lässt sich bei vielen Sachen nicht so einfach sagen, wann sie fertig sind.

Fertig heißt natürlich möglich gut. Vielleicht sogar bestmöglich. Wann ist ein Buch fertig? Wann ist eine Software fertig? Man könnte meinen nie. Schließlich kann man immer noch etwas hinzufügen. Immer etwas verfeinern. Letztendlich ähnelt es der Frage, wann etwas perfekt ist. Antoine de Saint-Exupéry hat darauf eine gute Antwort gefunden:

»Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.«

Das wäre sicherlich ein guter Maßstab für so manches Projekt. Gleichzeitig sollten wir etwas nicht als fertig erachten, nur weil eine Deadline erreicht ist. Sind wir fertig, weil wir keine Zeit mehr haben? Das ist wohl kein guter Maßstab. Stattdessen können wir uns fragen, ob wir genau das erreicht haben, was wir erreichen wollten. Ob das was wir geschaffen haben, seinen Zweck bestmöglich erzielt.

Zwei Optionen

Du kannst beeinflussen, wie Menschen die Sachen bekommen, die sie haben wollen. Oder du kannst beeinflussen, was Menschen wollen.

Die erste Option ist sehr geläufig – vor allem für Unternehmen. Entdecke einen Bedarf und bediene ihn. Idealerweise auf eine innovative Art und Weise. Jeff Bezos hat das mit Amazon getan. Erst mit Büchern, dann mit fast allen anderen Dingen. Schneller und günstiger. Man kann wohl sagen, dass es sich rentiert hat.

Doch man kann auch einen anderen Weg wählen. Indem wir Menschen inspirieren, etwas anderes zu wollen. Martin Luther King hat es getan, als er seinen Traum teilte. Nelson Mandela oder Mahatma Gandhi ebenso. Sie haben verändert, was die Menschen wollten.

Beide Optionen stehen uns offen. Beide Optionen sind in Ordnung. Doch sie sind unterschiedlich. Welche Option wählst du?

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