Teilst du deine schlechten Ideen?

Wann gibst du etwas in die Welt hinaus? Lässt andere daran teilhaben. Erst wenn es möglichst perfekt ist? Wenn du sichergestellt hast, dass es ‘fertig’ ist? Das wäre zumindest verständlich. Wer will schon schlechte Arbeit abliefern.

Doch schränkt dich solch eine Vorgehensweise nicht ein? Muss alles immer richtig gut sein? Zählt manchmal nicht einfach nur die Idee und der Anfang von der Umsetzung?

In vielen Fällen ist das natürlich nicht so. Wenn du eine Arbeit für einen Kunden machst, dann sollte das Ergebnis natürlich sehr gut sein. Schließlich bezahlt er dafür und du stehst für das Ergebnis ein. Zukünftige Aufträge sind wohlmöglich von deiner geleisteten Arbeit abhängig. Sicherlich gibt es jedoch auch andere Fälle.

Wie sieht es mit Ideen aus? Gehst du mit Ideen gleichermaßen um? Gibst du sie erst nach außen, wenn du sie durchdacht hast und dir sicher bist, dass sie gut sind? Schränkt das nicht das Potenzial von Ideen ein? Schränkt das nicht dich ein? Meinst du, dass du so viele gute Ideen haben wirst?

Schließlich hat niemand nur gute Ideen. Teilweise sind es gerade erst die schlechten Ideen, aus denen die Guten kommen. Mehr: Wer keine schlechten Ideen hat, der hat auch keine Guten.

Statt nur gute Ideen teilen zu wollen, können wir uns fragen: Wie können wir möglichst viele gute Ideen haben? Wie können wir lernen und uns entwickeln? Wie können wir andere Menschen inspirieren? Worum geht es uns eigentlich?

Wenn wir mehr schlechte Ideen haben, werden vielleicht ein paar Gute dabei sein.

Beschäftigen wir uns mit solchen Fragen, ändert sich vielleicht unsere Einstellung. Dann wird ‘fertig’ vielleicht wichtiger als ’gut’. Und wir sehen jede Arbeit als Chance zu wachsen und besser zu werden. Doch nur wenn wir kontinuierlich arbeiten und Arbeit liefern.

Simon M.C. Schubert
 

Simon Schubert ist studierter Gesundheitsmanager, Personal Trainer und Präventionsexperte. Als Gründer der Initiative Perspektive Gesundheit geht es ihm darum, Menschen zu einem gesunden Lebensstil anzuregen und sie bei der Umsetzung zu unterstützen.

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