Wenn unser Selbstbild zum Wunschbild werden soll

Es ist verrückt, was wir für ein Bild aufrechterhalten wollen. Ein Bild von uns. Möglichst ohne Fehler. Ohne Ängste. Zweifel. Rückschläge. Doch wir wissen selber, dass es nicht so ist. Dass wir nicht so sind. Und das ist völlig in Ordnung so.

 

Auch wenn wir uns unsere Fehler und `schlechte Seiten´ eingestehen, so wünschen wir uns meistens trotzdem diese nicht zu haben. So versuchen wir weiterhin dieses Wunschbild aufrechtzuerhalten. Dabei merken wir nicht, wen wir am meisten zu täuschen versuchen. Uns selber. Auch wenn uns das nie wirklich gelingen mag, so halten wir an diesem oberflächlichen Bild fest.

 

Die Folge: Wir werden diesem Bild nicht gerecht. Unser Wunschbild wird zum Selbstbild. Zumindest könnte man das meinen. Wird es jedoch nicht. Denn wir sind nicht ohne Fehler. Setzen nicht alles perfekt um. So wird unser Selbstbild zu etwas, was unserem Wunschbild nicht entspricht. Was nicht gut genug ist. So werden wir nicht gut genug. Ein sicherer Weg zum Unglücklichsein.

 

Der Ausweg? Zu leben, wie wir wirklich sind. Nicht versuchen ein Bild aufrechtzuerhalten. Fehler machen. Vor allem: sich Fehler auch eingestehen. Authentisch sein. Menschlich sein. Und überhaupt: sein.

11. April 2018
Simon M.C. Schubert

Simon Schubert ist studierter Gesundheitsmanager, Personal Trainer und Präventionsexperte. Als Gründer der Initiative Perspektive Gesundheit geht es ihm darum, Menschen zu einem gesunden Lebensstil anzuregen und sie bei der Umsetzung zu unterstützen.